50 Jahre Schützenclub „Diana“ Niederhadamar – Gründung aus einer Laune heraus

Vor 50 Jahren gründete eine Stammtischrunde den Schützenclub „Diana“ in Niederhadamar. Dieses Jubiläum möchten die Schützen am kommenden Samstag groß feiern. Mir gaben die Schützen im Vorfeld Einblicke in ihre Geschichte.

Gründung aus einer Laune heraus

„Vor 50 Jahren hätte keiner gedacht, dass wir heute hier sitzen“, so Alfred Dapper, der Vorsitzende vom Festausschuss zum 50-jährigen Jubiläum des Schützenclubs, „denn die Gründung geschah aus einer Laune heraus.“
In der Festschrift ist die Geschichte des Schützenclubs nachzulesen. 1967 gründete eine Stammtischtruppe, welche sich wöchentlich traf, den Club für gemeinsame Aktivitäten. Viel war dafür nicht nötig. Es bedarf einer Möglichkeit zum Schießen auf zehn Meter, welche die Stammtischrunde in der Gaststätte-Bäckerei Offermann unter dem Dach fanden. Im Obergeschoss konnten zwei Luftdruckstände aufgebaut werden. Zwar mussten die Schützen vom Flur durch die geöffnete Tür in den Saal schießen, aber für die anfänglichen Interessen war dies ausreichend. Es dauerte nochmal drei Jahre, bis sich der Club als Verein registrierte und sich beim Hessischen Schützenbund anmeldete. Doch damit tauchte das Problem auf, dass der Schießstand nicht den vorgegebenen Richtlinien des Deutschen Schützenbundes entsprach.

Ein eigenes Schützenhaus musste her

Da die Mitgliederzahlen stiegen und niemand den Sport mehr aufgeben wollte, wurden nach Möglichkeiten gesucht und der Schützenclub kam an seinen heutigen Standort in Niederhadamar neben dem Sportplatz des Sportvereins. Dort begann das Vereinsleben in einer alten Sporthalle mit angegliederter Baubude für die Clubhütte. Die Mitgliederzahlen stiegen stetig weiter und die sportlichen Erfolge stellten sich ein. Das bauliche Provisorium konnte bald nicht mehr den Bedürfnissen des Vereins gerecht werden, so dass ein clubeigenes, massives Schützenhaus realisiert werden sollte. 1975 erfolgte der erste Spatenstich und 1977 konnte die Einweihung des Gebäudes gefeiert werden. Mit den neuen, optimalen Bedingungen stiegen auch die Erfolge der Schützen. Neben den Luftdruckdisziplinen stieg nun auch das Interesse an Kleinkaliber-Waffen, so dass der Verein 1983 mit den Arbeiten zu einem „Feuerwaffenstand“ begann. 1991 fand die Standweihe statt. Damit verfügt der Schützenclub „Diana“ über Schießstände, die den Bedürfnissen ihrer Mitglieder entsprechen.

„Wir hatten das Glück, dass wir immer wieder Mitglieder hatten, die mit angepackt hatten“, so Dapper. Sie seien alles Laien im Bauen gewesen, doch unter der Anleitung des verstorbenen Mitglieds Peter Mai entstand das heutige Schützenhaus. „Damals wie heute wird neben der sportlichen Kameradschaft auch die Geselligkeit groß geschrieben“, so der Vorsitzende Christof Braun. Und dies möchten sie nun richtig feiern.

Wünsche für die Weiterentwicklung

Doch mit dem großen Schützenhaus ist noch lange kein Ende in Sicht. „Wir würden gerne die Luftdruckschießstände auf elektronische Schießstände umstellen“, wünscht sich der Vorsitzende. Damit könnten auch wieder Meisterschaften in Niederhadamar geschossen werden. Der Verein ist mit 134 Mitgliedern, davon sieben aktive Jugendliche, sehr gut aufgestellt. Doch die ganzen Auflagen vom Verband, den Stand aber auch die Schießausrüstung betreffend, würde manchmal die Lust zum Schießen nehmen. „Alles, was der Sicherheit dient, ist Okay“, so Braun, „aber die schreiben sogar vor, welche Schuhe ich anziehen darf und welche Knöpfe an meinen Schießklamotten sein dürfen.“ Dies sei zu viel Reglementierung. „Durch den Verband bekommen wir viele Steine in den Weg gelegt.“

Davon wollen sie sich die Festlichkeiten, für welche Landrat Manfred Michel die Schirmherrschaft übernommen hat, nicht trüben lassen. Am 14. Oktober findet ab 20 Uhr ein Festkommerz in der Mehrzweckhalle der Glasfachschule statt. 18 Uhr findet ein Festgottesdienst statt. Nach dem Gottesdienst soll es mit einem Fackelumzug von der Kirche zur Mehrzweckhalle gehen. Die Ortsvereine kommen mit ihren Fahnen ebenfalls in den Gottesdienst und laufen mit zur Halle. Der Schützenverein Eppenrod schießt an der Halle ein Salut. Der Eintritt für den Festkommerz kostet 5 Euro an der Abendkasse.

Ich wünsche dem Verein ein schönes Jubiläum und freue mich darauf, dieses am Samstag begleiten zu dürfen.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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