Bürgermeisterwahl in Hadamar 2021: „Für mehr Menschlichkeit in Hadamar“

Die nächste Bürgermeisterwahl in Hadamar ist erst 2021. Dennoch möchte Frank Speth bereits jetzt seine Kandidatur aussprechen, um die nächsten vier Jahre aktiv zu nutzen.

„Im Rathaus sitzt ein selbstverliebter Bürgermeister mit seinem Hofstaat, der anscheinend die Realität nicht mehr sieht“, begründet Frank Speth seine Kandidatur. Viele Bürger in Hadamar seien verdrossen und er ist sich sicher, dass Hadamar deutlich mehr kann. Es sei noch nicht zu spät, die Fürstenstadt mit allen Stadtteilen wieder auf einen guten und zukunftsfähigen Weg zu bringen.

Bei der letzten Wahl bereits darüber nachgedacht

Er sei bereits mehrmals angesprochen worden, zu kandidieren und möchte nun diese Verantwortung übernehmen. Bereits zur letzten Kommunalwahl spielte er mit dem Gedanken. Seine Schwester Simone arbeitete bei der Stadt Hadamar in der Verwaltung und er hatte Angst, dass sie dann unter seiner Kandidatur leiden müsste. Vor kurzem verstarb sie und ermunterte ihn am Ende noch dazu, es anzugehen. Dieser Zuspruch ist für ihn die Motivation, sich für das Amt zu bewerben. Speth ist zwar SPD-Mitglied, möchte jedoch als parteiloser Kandidat antreten. „Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein und mich von keiner einzelnen Partei vereinnahmen lassen“, so Speth. Dialog und Ausgleich seien für ihn wichtige Grundlagen für ein vernünftiges politisches Miteinander in Hadamar. Die Zufriedenheit von Hadamarer Bürgern, sowie von Mitarbeitern in Stadtverwaltung und Rathaus, würde nachlassen.

Geringe Wahlbeteiligung in 2015

Dies zeige sich auch an der Wahlbeteiligung der letzten Bürgermeisterwahl 2015, bei der nur 27 Prozent der 9453 Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Der amtierende Bürgermeister Ruoff ist nur von rund 19 Prozent aller Wahlberechtigten für eine 2. Amtszeit gewählt worden. Dieses Ergebnis sei, so Speth, erschreckend und zeige eine starke Unzufriedenheit in Hadamar an. Speth steht für mehr Menschlichkeit, Wertschätzung, Empathie und Kommunikation. „Wir brauchen keinen Strategen im Rathaus“, so Speth, „sondern einen Bürgermeister auf Augenhöhe, der Weitsicht vermitteln kann.“ Dabei möchte er für jeden da sein und sich für die Interessen sowie Nöte aller einsetzen. Es sei so viel Potential ungenutzt vorhanden. Frank Speth scheint dabei genau zu wissen, an welchen Ecken ein Umdenken notwendig ist. Der Prozess um die Gestaltung der Hadamarer Mitte sei sehr beschämend gewesen und es muss eine deutlich aktivere Wirtschaftsförderung geben, um die Attraktivität zu steigern. Dazu gehöre für ihn auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und der Verwaltung. Die lokalen Geschäfte, Handwerksbetriebe und Dienstleister müssen zur Stadtentwicklung angehört werden.

Gleichberechtigung zwischen Innenstadt und Stadtteilen

Neben der Stärkung der Innenstadt müssen auch die Stadtteile gleichberechtigt weiterentwickelt werden, begonnen mit der Stärkung der Ortsbeiräte. Dies vermisse er zurzeit vollkommen. Die Verwaltung würde er  weiter für den digitalen Weg öffnen, um Bearbeitungsprozesse und Schriftverkehr zu verkürzen. Zudem müsse eine stärkere Transparenz her und die Bürger gehört werden. Überhaupt schreibt Frank Speth die Bürgerfreundlichkeit groß. Nur durch die verschiedenen Maßnahmen könne die Fürstenstadt mit ihren Stadtteilen zukunftsfähig gestaltet werden. „Eine funktionierende Gemeinschaft, gegenseitiger Respekt sowie ein lebendiges Vereinsleben sind für mich wichtige Säulen unseres gesellschaftlichen Miteinanders“, so der Hadamarer. Dass er sich durch seine frühe Kandidatur angreifbar mache, ist ihm bewusst. Doch er möchte diese Zeit nutzen, um sich bekannt zu machen. „Ich möchte mit den Bürgern in den Dialog treten und die Aktivitäten im Rathaus kommentieren, um die Inkompetenz deutlich zu machen“, so Speth.

Soziale Medien – eigene Meinung

Frank Speth nutzt die Sozialen Medien, um zum gesamten Geschehen in der Stadt sowie zu seinem Verhältnis zur Presse Stellung zu beziehen. Er versucht, die Missstände zu analysieren und Lösungen aufzuzeigen. Wer nicht seiner Meinung ist, ist gegen ihn und wird massiv von ihm diffamiert. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Der Bruch bei mir von der „Journalistin meines Vertrauens“ zur persona non grata erfolgte nach einem Kommentar von mir in der Zeitung zum Thema Nutzung von Zahlen für seine Zwecke. Er griff mich darauf hin an, dass ich keinen objektiven Journalismus betreibe. Leider interpretiert er nicht nur die Zahlen nach seinem Gutdünken. Er greift an, diffamiert, löscht seine Kommentare und macht Stimmung. Wie ich inzwischen weiß, bin ich nicht die Einzige, mit der so umgegangen wird, sondern auch andere Personen erleben dieses Gebaren. Ob dies einem Bürgermeister gut steht, weiß ich nicht. Einem angehenden Politiker rate ich zu mehr Diplomatie, denn wenn man nicht in der Schusslinie stehen kann, sollte man sich nicht vorne hinstellen.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.