Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch stellt sich den Fragen der Jungen Union

Zum zweiten Mal lud die Junge Union zu einem interessanten Format ein – per Livestream stellte sich Klaus-Peter Willsch den Fragen der Zuschauer, klar nach seinem Slogar „Klare Worte. Klare Werte.“ Das Video kann auf Facebook abgerufen werden, weshalb ich nicht auf die Inhalte eingehen möchte. Aber gerne möchte ich das Format vorstellen.

Spannendes Format ohne schleifen der Gedanken

Klaus-Peter Willsch nahm bereits zum zweiten Mal an diesem Format teil. Er findet dies so spannend, weil er sich eben nicht lange eine Antwort einfallen lassen kann. Es ist nicht möglich, die Worte zu schleifen, beiseite zu legen und nochmal darüber nachzudenken. „Es ist interessant, unmittelbar die Reaktionen zu sehen“, so Willsch. Daher war er gerne bereit, an diesem Format teilzunehmen.

Die Stunde begann mit einer Blitzfragerunde von drei Minuten. Einige Zuschauer stellten im Vorfeld ihre Fragen per Video, welche beantwortet wurden. Als nächstes kamen Fragen dran, welche direkt als Kommentar unter dem Video abgegeben wurden. In der Zitatrunde durfte Willsch seine Meinung zu Zitaten anderer Spitzenpolitiker äußern. Ein größerer Themenblock setzte sich mit dem politischen Verhältnis zur Türkei auseinander. Zum Schluss gab es nochmal Zuschauerfragen. Die Themen waren sehr vielfältig, die die Menschen bewegten – Flüchtlingskrise, Abkehr von Autos mit Verbrennungsmotor, wachsende Erdbevölkerung und ihre Folgen, Einschätzung zum bedingungslosen Grundeinkommen, steigende Arbeitslosigkeit durch Digitalisierung oder auch Meinung zur Spitzensport-Förderung.

Eine Frage fand ich sehr interessant. „Was belastet sie in ihrer Arbeit als Politiker am meisten?“ – „Wenn Dinge falsch laufen und ich kann es nicht ändern“, so die Antwort.

Interesse über das Live-Video hinaus

Das erste fand vor kurzem ebenfalls mit der Jungen Union Limburg statt. Beim ersten Mal fanden rund 40 Besucher den Weg zur Veranstaltung und 40 Personen saßen live vor ihrem Rechner und stellten ihre Fragen. Auch nach der Live-Übertragung nahm das Interesse nicht ab und das Video erlangte Reichweiten über 1000 Personen. Bei der zweiten Veranstaltung war das Interesse nicht ganz so groß. Vor Ort im Dom-Hotel waren rund 30 Personen und am Bildschirm waren rund 20 Personen mit dabei. Doch die Mitglieder der Jungen Union gehen davon aus, dass im nachhinein das Video wieder einige Male angesehen wird. Damit beschreitet die JU neue Wege und versucht damit die Politikinteressierten auf neuen Wegen anzusprechen. Im Nachhinein des ersten Videos erhielt Willsch von zwei, drei Leuten auch positiven Zuspruch zu diesem Format. Er stelle sich lieber live den Menschen, als wenn was aufgezeichnet und zusammen geschnitten wird, wo am Ende eventuell eine Aussage ganz anders steht als wie er sie getätigt hat.

Geht wählen

Auf die weiteren Inhalte verzichte ich hier, denn ich konnte meinem journalistischen Anspruch nicht nachkommen, um Veranstaltungen anderer Parteien zu besuchen und hier darzustellen. Da ich jedoch das Format sehr gut finde, wollte ich dieses vorstellen.
Zum Schluss möchte ich an euch appellieren, von eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bitte geht wählen!!! Was dabei rauskommt, wenn zu wenig Leute wählen gehen, haben wir bei den letzten Wahlen in England und den USA gesehen. Wer nicht wählen geht, braucht sich hinterher nicht über das Ergebnis zu beschweren.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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