Genevieve Cogman „Die unsichtbare Bibliothek“

Bücher über Bücher finde ich immer sehr faszinierend, weshalb mich „Die unsichtbare Bibliothek“ direkt ansprach. Als Leser entführt dich das Buch in eine fantastische Welt voller Fabelwesen und Gefahren.

Inhalt

Die unsichtbare Bibliothek- ein Ort jenseits von Raum und Zeit. Es handelt sich um ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht. Bibliothekare im Außendienst beschaffen diese Bücher. Eine von ihnen ist Irene Winters. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm`schen Märchen aufgetaucht ist. Was zunächst als einfacher Auftrag erscheint, wird schnell zum tödlichen Abenteuer. Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Die anderen Interessenten gehen über Leichen, um an ihr Ziel zu gelangen.

Unsichtbare Bibliothek für seltene Bücher

Alleine die Vorstellung, dass es einen Ort gibt, an dem sich alle seltenen Bücher befinden, ist sehr romantisch. Die Bibliothekare bewegen sich durch Raum und Zeit. In den einzelnen Parallelwelten finden sie seltene Bücher auf und überführen sie in die Bibliothek. Dabei können die Bibliothekare nicht einfach das Buch nehmen. Vielmehr handelt es sich um eine Art Diebstahl. Damit die Bibliothekare nicht erkannt werden, müssen sie sich an die jeweiligen Begebenheiten anpassen (Kleidung, Handlung). In einem günstigen Moment entwenden sie das Buch.
Irene Winters gehört zu diesen Bibliothekaren und sie liebt ihren Beruf. Das Schmökern in seltenen Büchern ist für sie das Größte. Von einem Auftrag zurück kann sie kaum verschnaufen und wird direkt wieder losgeschickt. Eine seltene Ausgabe der Grimm`schen Märchen ist aufgetaucht und sie soll es beschaffen. Ihr zur Seite wird der Auszubildende Kai gestellt. Recht schnell befällt Irene ein ungutes Gefühl bei dem Auftrag.

Elfen, Drachen und mehr Fabelwesen

Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen – unterschiedliche technische Voraussetzungen, Ordnung und Chaos oder verschiedene Fabelwesen. Um mit all diesen Herausforderungen zurecht zu kommen, bedienen sich die Bibliothekare der Sprache, mit der sich Türen öffnen lassen und mit der gegen Gefahren gekämpft werden kann. Ich möchte jetzt nicht zu viel vorweg nehmen, doch neben Irene haben auch Vampire, Elfen und abtrünnige Bibliothekare großen Interesse an den Grimm`schen Märchen. Dabei verbündet sich Irene mit den Akteuren, um das Buch zu finden und gegen ihre Feinde zu kämpfen. Denn eine Geschichte kommt der unsichtbaren Bibliothek recht nahe, die ja geheim ist.

Fazit

Die Geschichte ist sehr interessant und hat mir recht gut gefallen. Was mich jedoch sehr im lesen gestört hat, war das fettgedruckte von Bibliothek, Sprache, Bibliothekare sowie alles, was mit der unsichtbaren Bibliothek zu tun hat. Dies zog sich durch das ganze Buch. Ich hätte dies nicht gebraucht. Die Handlung ist recht vielschichtig und bringt viele Charaktere ins Spiel, die sich nicht alle in dem Buch erklären. Mehr kann man sicher erfahren in Band 2 „Die maskierte Stadt“ und Band 3 „Die flammende Welt“. Da sich alles um Bücher dreht, hätte ich mir noch mehr Passagen über die Liebe zu Büchern gewünscht. Insgesamt eine schöne Fantasiereise.

*Am Ende noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Die Buchempfehlungen enthalten einen Affiliate-Link des Anbieters Amazon. Wenn Ihr die Bücher über diesen Link kauft, bekomme ich eine kleine Provision, die ich in die Weiterentwicklung des Blogs investieren werde. Für Euch werden die Bücher dadurch nicht teurer.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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