Meine dritte Woche als Live-Reporterin auf Sommertour

Kaum zu glaube, aber bereits die dritte Woche als Live-Reporterin liegt hinter mir. Und es war eine tolle Woche, an die ich gerne zurückdenke. Diese Woche führte mich von meinem Wohnort Elz nach Waldbrunn, wo ich auch journalistisch tätig bin, nach Niederbrechen und Bad Camberg. Nette Begegnungen und Gespräche liegen hinter mir.

Immer wieder der Verkehr

Es ist immer wieder der Verkehr, welcher thematisiert wird. Die Autos sind zu schnell unterwegs, sie parken unmöglich, sie beachten keine Regeln oder sie fahren, wo sie eigentlich nicht fahren dürfen. Jeder hat im Ort eine Straße, wo schneller als die erlaubte Geschwindigkeit gefahren wird, wo Bürgersteige zugeparkt sind oder wo Abkürzungen über Anliegerstraßen genommen werden.
Ansonsten sind es weiterhin die Senioren, die an meinen Tisch finden und auf Probleme aufmerksam machen. Die drehen sich dann oft darum, wie sie zurecht kommen, wenn sie kein Auto mehr haben und zu Fuß keine Nahversorgung erreichbar ist. Und auch wenn ich dafür gar nicht so viel Platz hätte, wie ich schreiben könnte, spüre ich sehr viel ehrenamtliches Engagement in den Gemeinden.

Als Live-Reporterin unter Beobachtung

In Niederbrechen bekam ich tolle Unterstützung durch einen Kollegen, der mich über seine Kanäle ankündigte, mir bei der Arbeit über die Schultern schaute und über meine Sommertour berichtete. Dies kannst du hier nachlesen. Speziell für Brechen und Umgebung betreibt Peter Ehrlich seinen Blog , der immer tagesaktuell ist. Diese Unterstützung lockte dann auch die verschiedensten Menschen an meinen Tisch. Für den Live-Ticker hatte ich bereits Videos aufgenommen, aber Peter zog mich ebenfalls vor die Kamera. Ich wachse bei dieser Tour an meinen Herausforderungen. Und Niederbrechen war bisher die einzige Station, bei der ich sogar vom Bürgermeister begrüßt wurde.

Reaktionen im Netz

Es folgten auch weitere Reaktionen im Netz, welche ich nur durch Zufall gefunden habe. Eine Verlinkung spare ich mir hier an dieser Stelle, weil ich die Formate zweifelhaft finde. Als Live-Reporter sei ich ein medialer Sommerstopfer, der als Nachwuchskraft in die Dörfer geschickt wird, um Geschichten aufzuspüren. Meine Artikel seien an den Haaren herbeigezogen und würden das Geschehen in den Orten nicht wiedergeben.
Ja es gibt ein Sommerloch, dass kenne auch ich. Für mich bedeutet dieses „Sommerloch“, dass ich die Möglichkeit habe, diese Tour zu machen. Außerhalb der Ferienzeit ist es aufgrund der Termindichte überhaupt nicht möglich, über vier Wochen eine solche Tour auf die Beine zu stellen. Ich finde es interessant, dass es den Leuten nicht passt, was sie in der Zeitung lesen und mich im Nachhinein dafür kritisieren. Warum war von diesen Personen keiner vor Ort? Hat nachgefragt, was wir mit der Sommertour eigentlich für ein Ziel verfolgen? Lieber werden hanebüchene Behauptungen im Netz aufgestellt. Sehr schade! Und dann ist es der Zufall, der mich diese Kritik überhaupt erst finden lässt.

Mit den Bürgern ins Gespräch kommen

Und wer es immer noch nicht verstanden hat – es geht darum, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und manchmal haben die eben andere Dinge auf dem Herzen als Stänkerer, Hetzer und Kritiker. Da bekomme ich am Rande kleine Geschichtsstunden zu Gebäuden erzählt, erfahre etwas zu den Spitznamen und auch Gebräuchen. Dies finde ich sehr lehrreich, auch wenn diese Ausführungen selten in einem Artikel landen. Aber das sind die Menschen vor Ort, die die Gemeinde mit ausmachen.

Nach einer kurzen Pause am Wochenende findet Ihr mich als Live-Reporterin nächste Woche an folgenden Orten:

Montag, 24. Juli  Diez, Marktplatz
Dienstag, 25. Juli Limburg-Dietkirchen, Kirchstraße am Brunnen
Mittwoch, 26. Juli  Kirberg, Le Thillay Platz beim Rathaus
Donnerstag, 27. Juli  Selters, Brunnenstraße beim Rathaus

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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