Elz ist FAIRändert – Auszeichnung als Fairtrade Gemeinde

Am Freitag erhielt die Gemeinde Elz die Auszeichnung als Fairtrade Gemeinde. In einer kleinen Feierstunde fand die Auszeichnung statt und wurde das hohe Engagement auf dem Weg zur Auszeichnung gewürdigt.

511. Fairtrade Gemeinde

Elz reiht sich als 511. Gemeinde in die Reihe der Städte, Gemeinden und Landkreise ein, die als Fairtrade Town ausgezeichnet wurden. Elz ist weiterhin die 50. Gemeinde in Hessen, die diesen Titel tragen darf. Neben Limburg, Bad Camberg und Mengerskirchen zählt auch Elz in der Region dazu. Dazu gratulierte der Fairtrade Ehrenbotschafter Manfred Holz, der die Urkunde verlieh. Er begrüßte die Gäste mit „My FAIR-Ladies und Gentlemen“. Elz sei eine lebenswerte und familienfreundliche Gemeinde, in der sich die Menschen Gedanken machen, wie sie die Zukunft aktiv gestalten und nicht nur einfach verwalten. Und dazu gehöre auch, sich für einen sozialen Ausgleich, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Zu diesem Umdenken zählt auch, den Konsum zu überdenken und zu fair gehandelten Produkten zu greifen.

84 Prozent der Konsumenten kennen das Fairtrade Siegel. 95 Prozent der Käufer vertrauen diesem Siegel und halten die Produkte für qualitativ hochwertig. Dennoch sind bei allen gekauften Kaffeeprodukten nur vier Prozent Fairtrade-Produkte. Im vergangenen Jahr sei der Konsum fair gehandelter Produkte in Deutschland um 18 Prozent gewachsen. Schweiz ist der Spitzenreiter, was die Ausgaben für solche Produkte betrifft, doch Deutschland ist der dynamischste Markt. Inzwischen gibt es in Deutschland über 345 Partner und mehr als 700.000 Produkte. Das bewusste Einkaufen bestimmt mehr und mehr die Konsumenten. „Wir sollten nicht billig einkaufen, wofür andere teuer bezahlen“, so Holz.

Weitere Aktivitäten für die Zukunft

Mit der Auszeichnung möchte sich die Gemeinde jedoch nicht auf ihren Titel ausruhen. Auch in Zukunft sind weitere Aktivitäten geplant, um die Menschen auf einen bewussten Konsum aufmerksam zu machen. „Früher wussten wir, wo unsere Lebensmittel herkommen“, so Bürgermeister Horst Kaiser, „aber heute gibt es alles im Supermarkt.“ Daher müsste beim Konsumenten ein Bewusstsein geschaffen werden, beim Einkaufen genauer hinzuschauen. Es würde sich bereits einiges ändern, wenn dem Essen mehr Bedeutung zugebilligt werden würde. Für die Gemeinde bedeutet dies, bei Veranstaltungen wie den Märkten Stände mit Fairtrade Produkten anzubieten. Die Vereine unterstützen dieses Engagement, indem sie faire Produkte anbieten. Die Erlenbachschule ist als neuer Partner mit dabei und übernimmt in der Gemeinde einen Bildungsauftrag, indem sie Fairtrade zum Thema im Unterricht macht. So können die Aktiven mit Recht behaupten: „Elz hat sich FAIRändert.“

 

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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