Elzer Grundschüler spenden für kongolesische Schüler

Drei Jahre sammelten die Grundschüler der Erlenbachschule Elz zu St. Martin Spenden. Diese übergaben sie nun dem Verein Elikia-Kongo e.V. Mit dieser Spende unterstützt der Verein die Schulausbildung kongolesischer Kinder.

Für die Kinder in Deutschland ist es selbstverständlich, in die Schule zu gehen. Die Schulen liegen vor Ort und können fußläufig erreicht werden. Oder die Eltern fahren die Kindern zur Schule. Das dies nicht überall auf der Welt so ist, lernten die Grundschüler der Erlenbachschule Elz im Rahmen ihrer Spendenaktion zu St. Martin. Im Kongo, einem Land in Zentralafrika, hat nicht jedes Kind die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Arme Familien können es sich nicht leisten, ihren Kindern einen Zugang zur Schulausbildung zu geben. Besteht dann doch die Möglichkeit, gibt es nicht immer Schulen vor Ort und kilometerlange Wege müssen täglich von den Kindern zurückgelegt werden, um die Schule zu erreichen. Die Schulwege können die Grundschule aus Elz nicht verkürzen, doch sie können mit ihrer Spende einen Schulbesuch möglich machen.

785,99 Euro für die Schulausbildung

Die St. Martin Spenden der letzten drei Jahre übergaben die Grundschüler im Rahmen ihres Adventssingens an Pfarrer Cesar Mawanzi. Dieser kommt aus dem Kongo, lebt aber seit 20 Jahren in Deutschland. , der damit die Schulausbildung im Kongo unterstützt. Schon lange war er von dem Wunsch beseelt, den Kindern im Kongo zu helfen und ihnen einen Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Nicht alle Eltern können sich die Ausbildung ihrer Kinder leisten. Vor zwei Jahren gründete er den Verein Elikia-Kongo, der inzwischen 69 Mitglieder hat. Mit den Geldern übernimmt der Verein die Schulgebühren für die Kinder. Auf einer staatlichen Schule betragen diese Gebühren 200 Euro im Jahr und auf einer privaten Schule rund 600 Euro. Mit zur Spendenübergabe kam Franz-Josef Sehr, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Elikia bedeutet Hoffen

Elikia bedeutet auf kongolesisch „Hoffen“ und Pfarrer Mawanzi aus Beselich bedankte sich bei den Grundschulkindern, dass sie mit ihrer Spende Hoffnung spenden. „Mich trägt die Hoffnung, den Kindern im Kongo zur Selbständigkeit zu verhelfen und dadurch eine Zukunft des Kongo zu ermöglichen“, so Mawanzi. Neben der Schulausbildung möchte er in Zukunft auch das Gesundheitswesen sowie die Landwirtschaft fördern.

Die Grundschüler haben drei Jahre lang zu Sankt Martin Spenden gesammelt. Konrektorin Diana Zadrus erzählte, dass in diesem Jahr die Spendenbereitschaft höher war als in den letzten Jahren.  Dies hänge damit zusammen, dass bekannt war, wohin die Spendengelder fließen sollen. In diesem Jahr wurde zudem St. Martin nicht nur in der Schule gefeiert, sondern es gab einen kleinen Umzug zur Kirche und die Idee wurde von der Schule in die Gemeinde getragen. Die Initiative hinter der Spende kam von der Lehrerin Winnie Schwarz. „Wir sind alle kleine Lichter, die ein großes Licht werfen“, so Schwarz. Und so tragen sie alle ein wenig Hoffnung in die Welt hinaus. Pfarrer Mawanzi zeigte sich tief bewegt.

Konrektorin Diana Zadrus (li) und Lehrerin Winnie Schwarz überreichten die Spende der Grundschulkinder an Pfarrer Cesar Mawanzi (2.v.r) und Franz-Josef Sehr, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Elikia-Kongo.
Konrektorin Diana Zadrus (li) und Lehrerin Winnie Schwarz überreichten die Spende der Grundschulkinder an Pfarrer Cesar Mawanzi (2.v.r) und Franz-Josef Sehr, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Elikia-Kongo.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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