Elzer Künstler gewährt Einblicke in sein Schaffen

Am Sonntag,  24.April, eröffnete der Elzer Geschichts- und Museumsverein mit einer festlichen Vernissage eine neue Ausstellung. Zum ersten Mal stellt der Elzer Restaurator Josef Weimer seine Bilder aus.

Mit seiner neuen Ausstellung zeigt der Elzer Geschichts- und Museumsverein eine völlig neue Seite des Elzer Künstlers Josef Weimer, der vielen nur als Restaurator bekannt ist. Dass aber zeitlebens die Malerei ein Teil von ihm war, wissen nur die engsten Bekannten. So war der Andrang der Besucher auch groß zur Eröffnung der Ausstellung. Ingrid Friedrich lobte das Schaffen von Josef Weimer als Restaurator, der am Limburger Dom oder der Abtei Marienstatt mitwirkte. In seiner Zeit als kommunaler Politiker in der Gemeindevertretung und als 1. Beigeordneter beteiligte er sich maßgeblich an dem Erweiterungsbau des Rathauses und der Neugestaltung der Ortsmitte. Sein berufliches Wissen ließ er in der Restauration des Stricksinehauses, die heutige Bibliothek, sowie das Haus Loer einfließen. Ingrid Friedrich, erste Beigeordnete, lobte diese Seite des Elzers, der maßgeblich dazu beitrug, den Ortskern lebenswert zu gestalten. Doch schon sehr früh gehörte die Malerei zu seinem Leben dazu, wobei diese bisher eher im stillen Kämmerlein stattfand, so Josef Schmitt, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsverein. Zur Ausbildung des Restaurators gehöre das Zeichnen zum Grundhandwerk dazu, da Skizzen der Arbeiten angefertigt werden müssen. Aber auch, wenn Weimer unterwegs war, sammelte er seine Eindrücke in Skizzenbüchern, um später mit Ölfarben und Pastellkreide diese in Farben umzusetzen. Von Stillleben über Portraitzeichnungen bis hin zu Landschaftsmalereien umfasst sein Wirken eine große Palette an Motiven. Dabei lässt sich seine Kunst in die Richtung des expressiven Realismus einordnen. Josef Weimer gab einen Überblick über die verschiedenen Maltechniken, die er nutzt. Seit er in Rente ist, kann er sich wieder verstärkt der Malerei zuwenden, da er vorher keine Zeit dafür hatte. Auf drei Stockwerken können Besucher im Haus Loer seine Werke begutachten. Ein besonderes Werk ist das Triptychon „Die christliche Heilsgeschichte in symbolischen Darstellungen“. Die ersten Arbeitsskizzen fertigte Weimer bereits in den 60er Jahren an, doch das 50 mal 60 große Werk wurde erst vor zwei Jahren fertig. Ihm war es sehr wichtig, die Symbole von Weihnachten, dem Karfreitag und Ostern darzustellen. So zeigt das Weihnachtsbild neben der Jungfrau Maria und dem Jesusbaby auch einen Weihnachtsbaum, auf dem Bild der Kreuzigung sind nur die Füße zu sehen und die Atmosphäre ist sehr kalt während das Osterbild eine Leuchtkraft der Auferstehung ausstrahlt. Die leuchtenden Farben sowie die klaren Symbole ziehen die Blicke auf sich. Die Vernissage wurde musikalisch von Robert Schäfer am Flügel untermalt. Die Ausstellung kann bis zum 22. Mai jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. lh

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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