Erzeugen von musikalischen Bildern

Zu ihrem Jahreskonzert oder auch Muttertagskonzert erzeugten die Elzer Musikanten mit ihrer Musik lebendige Bilder. Dafür gab es am Ende Standing Ovations und ohne dreifache Zugabe ließen die Besucher sie nicht von der Bühne.
Ihr 60-jähriges Vereinsjubiläum feierten die Elzer Musikanten mit Film- und Musicalmelodien. Der Abend war nicht nur ein Hörgenuss, sondern erweckte zu den Melodien auch die passenden Bilder. Und wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.

Dinosaurier und Superkalifragilistikexpialigetisch

Bei Jurassic Park entstand das grüne Paradies vor Augen, die Insel, auf der Wissenschaftler die längst ausgestorbenen Dinosaurier wieder zum Leben erweckten. Die Bläser vermitteln ein Gefühl von Staunen und überwältigt sein, was plötzlich in Bedrohung und Gefahr umschlägt, denn leider ist diese Insel nicht so paradiesisch wie am Anfang gedacht.
Bei „Raiders March“ aus Indianer Jones, vorgetragen vom Jugendorchester unter Leitung von Stephan Kramer, hatte sicher manch einer den verwegenen Abenteurer mit seinem Hut und seiner Peitsche im Kopf.
Stephan Kramer dirigierte das Jugendorchester.
Beim Medley Mary Poppins konnte sicher jeder die Melodie der passenden Filmsequenz zuordnen. Da kam Mary Poppins gedanklich mit ihrem Regenschirm angeflogen, verteilte „ein Löffel voll Zucker“ oder tanzte mit Jimmy, dem Schornsteinfeger über die Gasse. Und sicher gab es den einen oder anderen Besucher, der leise „superkalifragilistikexpialigetisch“ mit sang.

Leise und laute Töne

„Im Weißen Rössel“ entführten die Musiker die Besucher in die 30er Jahre und ließen Trommelwirbel sowie Walzer-Melodien erklingen. Beim „Tanz der Vampire“ konnte das Anschleichen der Blutsauger gespürt werden. Spielten die Instrumente erst leise und einzeln, schwollen sie nach und nach zu einem gewaltigen Miteinander an, was pure Spannung vermittelte. Ein Höhepunkt in diesem Medley war „Total Eclipse of Heart“ von Bonnie Tyler, was einfach nur berührte. Mit leisen und lauten Tönen erzeugten die Musiker ein absolut spannungsgeladene, abwechslungsreiche Konzert.
Sehr bewegend war „Gabriellas Sang“ , bei dem Paula Müller zu den Klängen des Orchesters mit berührender Stimme sang. Das war ein wahrer Gänsehautmoment. Passend, dass dieses Lied ganz am Ende nochmal vorgetragen wurde. Ein krönender Abschluss eines glanzvollen Abends.

Abschied nach 15 Jahren

Neben dem jährlichen Jahreskonzert war dieses Konzert aber auch ein kleiner Abschied, denn nach 15 Jahren legt Paul Pfeiffer seinen Taktstock nieder. Bereits im Vorfeld sagte er, dass dies nicht sein Abschiedskonzert werden würde, sondern das Jahreskonzert der Elzer Musikanten ist. Dennoch ließ er sich es am Ende nicht nehmen, auch ein paar Worte zum Abschied zu sagen. Doch waren es viel weniger Worte des Abschieds als Worte des Dankes. Er bedankte sich bei den Besuchern für ihre jahrelange Treue und bat sie um weitere Unterstützung und Treue für die Musiker. Auch dafür gab es langanhaltenden Applaus. Und er gab ein Versprechen – auch nächstes Jahr werde er da sein, aber dann unten im Zuschauerraum.

Unter dem Dirigat von Paul Pfeiffer ließen die Elzer Musikanten Bilder entstehen.

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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