Freiwillige Feuerwehr Elz – Brandschutzerziehung mit den Vorschulkindern

Welche Nummer muss bei einem Feuer angerufen werden? Wie verhalte ich mich am Telefon? Was muss ich alles erzählen? Wie verhalte ich mich bei einem Feuer? All diese Fragen bekamen die Vorschulkinder der Kita „Unterm Regenbogen“ aus Elz beantwortet.

Alles rund ums Feuer

In den letzten zwei Wochen drehte sich bei den Vorschulkindern der Kita „Unterm Regenbogen“ alles um das Feuer. In einem Grill haben die Kinder Feuer gemacht, um zu erkunden, wie es aussieht, wie es vielleicht riecht oder wie es sich löschen lässt. Im Eigenversuch testeten sie, mit welchen Materialien sich Feuer löschen lässt. Sand funktionierte sehr gut, Blätter stachelten das Feuer nur an. Die Kinder durften ebenfalls unter Anleitung eine Kerze anzünden. In der Einrichtung selbst erkundeten die Kinder den Notausgänge. Wie kommen sie raus, wenn sie sich im zweiten Stock befinden? Welche Zeichen deuten auf die Notausgänge hin? Über das Ausmalen von Bildern prägten sich die Vorschulkinder die Notrufnummer für die Feuerwehr ein und besprachen das Verhalten im Brandfall.

Übungen mit der Feuerwehr

An zwei halben Tagen kam dann die Freiwillige Feuerwehr Elz mit ins Spiel. Lukas Maurer, Roberto Ingiulla und Joschka Erdkamp übernahmen die Brandschutzerziehung. Am Freitag besuchten sie den Kindergarten. Ein Feuerwehrmann zog sich vor den Kindern an. Er kleidete sich komplett in seinen Schutzanzug plus Atemmaske. Die Kinder fanden es sehr lustig. Dies dient dazu, den Kindern die Angst vor einem Feuerwehrmann im Notfall zu nehmen, dass sie ihm vertrauen und nicht vor ihm wegrennen.

Den Samstag verbrachten die Kinder auf der Feuerwache in Elz. Dies war ein besonderes Highlight für die Kinder. Anhand eines Filmes bekamen sie gezeigt, was bei einer Alarmierung geschieht. An einem Modell-Haus zeigten die Feuerwehrleute, wie sich ein Feuer in einem Haus ausbreitet. Die Kinder bekamen die Fahrzeuge gezeigt. Ein Highlight war das Wasserspritzen aus einem Schlauch. Die Kinder waren sehr aufmerksam. Zwischendurch fragten die Feuerwehrleute immer wieder ab, welche Nummer im Notfall angerufen werden muss und welche Daten sie übermitteln müssen.

Am Ende überreichten Robert Ingiulla (li) und Lukas Maurer Urkunde an die Kinder.
Am Ende gab es für alle Kinder eine Urkunde.

Vorbereitende Brandschutzerziehung

Diese Arbeit mit den Kindern und auch in den Schulen nennt sich „vorbereitende Brandschutzerziehung“ und gehört mit zu den Aufgaben der Feuerwehr. Bei Joschka Erdkamp habe ich nachgefragt, welche besonderen Herausforderungen es in der Zusammenarbeit mit den Vorschulkindern gibt. „In der Sprache mit ihnen zu kommunizieren, die für sie verständlich ist“, so seine Antwort.

Beim Kreisfeuerwehrverband haben sie eine Weiterbildung besucht, in der sie lernten, wie sie mit den Kindern umgehen und wie sie auf sie eingehen sollen. Zudem erhalten sie Unterstützung von Heribert Wittayer, der diese Aufgabe viele Jahre übernommen hat. Ich habe gefragt, wieso sich Joschka für diesen Bereich entschieden hat. Er habe eine Möglichkeit gesucht, sich selbst einzubringen und da er auch selbst Nachwuchs habe, finde er dies eine gute Sache. Neben der Aufgabe der Feuerwehr, diese vorbereitende Brandschutzerziehung durchzuführen, ist dies weiterhin eine Möglichkeit der Nachwuchsförderung. Joschka Erdkamp findet es immer wieder faszinierend, wenn die Kinder die Feuerwehrmänner mit großen Augen anschauen. „Wir sind noch immer etwas Besonderes für sie.“
Allen war der große Spaß anzumerken. Und die Kinder sind jetzt richtig fit in dem Thema und wissen, was zu tun ist. Erstes Wissen konnten sie zeigen, als sie alle einen Notruf absetzen durften.

Mehr zum Thema Brandschutzerziehung erfahrt ihr direkt auf der Seite der Freiwilligen Feuerwehr.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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