Geflügelzuchtverein Kerkerbachtal – 40 Jahre bayerischer Frühschoppen

Bereits zum 40.Mal feiert der Geflügelzuchtverein Kerkerbachtal aus Schupbach seinen bayerischen Frühschoppen. Was als Veranstaltung begann, um Geld einzunehmen, ist inzwischen ein fester Termin im Veranstaltungskalender. Mit mir sprachen zwei Organisatoren über die Veranstaltung

Suche nach Einnahmen

Vor 40 Jahren suchte der Geflügelzuchtverein Kerkerbachtal eine Einnahmequelle. Es gab zwar die Tierschauen und die Teilnahme an der Kirmes im Vereinsring, doch viel Geld blieb dabei für den Verein nicht hängen, erinnert sich der Ehrenvorsitzende Helmut Ziegenhain zurück. „“Wir müssen etwas tun, was keiner tut“, war die damalige Prämisse und der bayerische Frühschoppen war geboren. „Das schlug ein wie eine Rakete“, so Ziegenhain.
In diesem Jahr hat sich zum ersten Mal ein Festausschuss um die Organisation gekümmert, indem viele jüngere Leute sitzen. Diese haben auch nicht immer etwas mit Geflügel zu tun und sind dennoch Mitglied im Verein. „Aktiv sind für mich nicht nur die Züchter“, so Ziegenhain, „sondern alle, die sich in den Verein einbringen.“ Würden nur die Geflügelzüchter die Veranstaltung organisieren, sei diese nicht mehr zu realisieren.

Bewusstsein für Lebewesen vermitteln

Einer von ihnen ist Erik Schulz. Für ihn war klar, dass er sich gerne in dem Ort, in dem er lebt, einbringen möchte. Er schätzt an dem Verein die Gemeinschaft, den Austausch und die Kommunikation. Auch ohne Geflügel hat er doch ähnliche Ziele wie die Züchter: „Ich möchte Bewusstsein sowie Wertschätzung für die Lebewesen vermitteln.“ Jedes Tier, welches auf die Welt kommt, habe seine Berechtigung, sind sich die beiden Schupbacher einig. Viel zu günstig werden Produkte im Supermarkt angeboten und die Leute sollten wieder lernen, ihr Essen zu schätzen. Der Verein hat durch dieses Engagement gewonnen, denn junge Leute bringen neue Ideen. So wird in diesem Jahr einiges für Kinder angeboten wie Ponyreiten, Kinderschminken oder eine Fahrt mit dem Planwagen. Die Tiere kommen nicht zu kurz. Zwar nimmt der Verein Abstand davon Tiere auszustellen. „Es ist zu laut und bedeutet für das Geflügel nur Stress“, so Helmut Ziegenhain. Aber die Brieftauben werden wieder fliegen gelassen. Die Besucher des Frühschoppens können auf eine Taube setze. Welche zuerst in zu Hause ankommt, hat gewonnen und mit ihr derjenige, der auf sie gesetzt hat.

Helmut Ziegenhain freut sich über junge Mitglieder, die neue Ideen mitbringen und somit die Veranstaltung voranbringen.  Auch Familien nehmen zu, die kommen und zwei bis drei Hühner halten möchten, um ihre eigenen Eier zu haben. „Wir als Verein unterstützen die Familien bei der Umsetzung und informieren über die Haltung“, so Ziegenhain. Für ihn ist es wichtig, die Menschen zu sensibilisieren, woher ihr Fleisch kommt. Er züchtet zwar, doch die Tiere, die den Zuchtmerkmalen nicht entsprechen, dürfen dennoch heranwachsen, um dann als Brathähnchen auf den Tisch zu kommen.

Der Geflügelzuchtverein Kerkerbachtal lädt alle am Sonntag, 3. September ab 11 Uhr zum bayerischen Frühschoppen ins Vereinsheim, Am Ring 19 in Schupbach ein. Es gibt Grillhähnchen, bayrisches Bier, Musik und einen Weinstand.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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