Gemeindevertretung Elbtal: Kindergarten, Einkaufsmarkt und Dorfentwicklung

In der letzten Gemeindevertretersitzung in Elbtal gab es einige interessante Themen – aufgrund vieler Kinder muss eine vierte Gruppe im Kindergarten geöffnet werden, die Projekte im Rahmen der Dorfentwicklung ziehen sich hin und die Arbeiten am Einkaufsmarkt haben sich verzögert. Eine Zusammenfassung der Themen gibt es nachfolgend.

Kinderreichtum in Elbtal

Die drei Regelgruppen im Kindergarten in Elbtal sind mit 68 Kindern voll belegt. Im November kommen weitere fünf Kinder aus der Bambini-Gruppe in die Regelgruppe und es liegen Anmeldungen für sechs weitere Kinder vor. Damit diesen allen ein Kindergartenplatz angeboten werden kann, beschloss die Gemeindevertretersitzung einstimmig die Öffnung einer vierten Regelgruppe vom 1. November 2016 bis zum 31. Juli 2017. Dies müsste ausreichend sein, da im Juli 23 Kinder in die Schule kommen. Die vierte Gruppe wird in der Kindergartenabteilung „St.Josef“ eröffnet, welche im Jahr 2010 geschlossen wurde. Für diese elf Kinder wird eine Fachkraft für 25 Stunden gesucht. Weiterhin beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig, für 2016 überplanmäßige Haushaltsmittel in Höhe von 9.500 Euro für die Personalkosten bereitzustellen. Die Personalkosten für 2017 belaufen sich auf 19.000 Euro.

Verzögerung der Arbeiten am Einkaufsmarkt

In der Gemeindevertretersitzung gab Joachim Lehnert einen Sachstand zu den Arbeiten am Einkaufsmarkt zwischen Dorchheim und Elbgrund. Die Arbeiten haben sich etwas verzögert. Der Boden war sehr schwammig, so dass der Boden tiefer als geplant ausgehoben werden musste. Dieser Aushub sei jetzt beendet. Zurzeit wird eine Lärmschutzwand aus Gabionen errichten.

Auf der linken Seite entsteht eine Lärmschutzwand als Schutz der Anwohner.
Auf der linken Seite entsteht eine Lärmschutzwand als Schutz der Anwohner.

Die vier Meter breite Wand aus Steinen sollte einen guten Lärmschutz abgeben, um die Anwohner vor den entstehenden Emissionen des Bauvorhabens zu schützen. Edeka wollte nochmal eine Prüfung, ob die Zufahrt statt im unteren Drittel mittig gelegt werden könnte. Doch Berechnungen zeigten, dass dies nicht zu realisieren ist, so dass die Zufahrt wie geplant gebaut wird.

Dorfentwicklung zieht sich zu lange hin

Elbtal möchte anpacken und die Dorfentwicklung durchführen. Doch die Verfahren ziehen alles in die Länge und es geht nicht voran. In der Gemeindevertretersitzung äußerte sich Bürgermeister Joachim Lehnert sehr ungehalten über die Fortschritte des IKEK (interkommunale Entwicklungskonzept) „Dorfentwicklung Elbtal“. Noch immer gebe es vom Amt für den ländlichen Raum keine Bewilligung für die Umgestaltung des Dorfplatzes in Hangenmeilingen. Bereits im Juni gab es die Bewilligungen für die Fassadensanierung am Gebäude Schulstraße 1 in Hangenmeilingen, die Fassadensanierung Alte Schule Elbgrund sowie die Gestaltung des Außenbereiches Alte Schule. Die Architektin sei nun beauftragt, zumindest mit den Fassadensanierungen zu beginnen und die Arbeiten zu koordinieren.

Die Mauer der Alten Schule Elbgrund muss dringend saniert werden, damit sie nicht auf den Fußweg fällt.
Die Mauer der Alten Schule Elbgrund muss dringend saniert werden, damit sie nicht auf den Fußweg fällt.

Für die Sanierung des Außenbereiches der Alten Schule, insbesondere der alten Mauer, waren bisher Kosten von 20.500 Euro eingesetzt. Der Gemeinde liegen nun zwei Angebote vor im Rahmen von 26.500 Euro. Die Angebote seien teurer als die Schätzung, so Lehnert, aber die Mauer muss gemacht werden. „Ich hoffe nicht, dass sie in den nächsten Monaten auf die Bürgersteige und auf die B54 fällt“, so der Bürgermeister. Seit sich die Gemeinde Elbtal im IKEK-Programm befindet, gibt es immer wieder Probleme im Verfahren. Durch die späten Fristen der Banken ziehen sich die anschließenden Prozesse wie die Ausschreibungen für die Arbeiten in die Länge und es geht nichts voran. Daher regte Oliver Teufer (CDU) an, eventuell mit anderen Kommunen in dem Programm zu sprechen und gegen dieses Verfahren zu protestieren. Er mahnte jedoch auch an, dass die Belebung der Ortskerne in dem gesamten Prozess nicht aus den Augen verloren gehen darf. Darunter fällt auch die Entwicklung eines Spiel- und Begegnungsplatzes in Dorchheim. Dieser ist angedacht auf einem Teil des Grundstückes der katholischen Kirchengemeinde gegenüber dem jetzigen Kinderspielplatz in der Nikolausstraße. Erste Vorgespräche ergaben, dass Pfarrer Beuler einer Teilverpachtung des Grundstückes positiv gegenüber stehe. Die Kosten für eine solche Fläche würden sich auf rund 50.000 Euro belaufen. Diese könnten im IKEK-Rahmen mit 75 Prozent gefördert werden, was einer Höhe von 31.500 Euro entspricht. Damit verbliebe der Gemeinde ein Eigenanteil von 18.500 Euro. Der fertige Platz könne dem jetzigen Kindergarten als weitere Spielfläche zur Verfügung gestellt werden, erläuterte Lehnert die Maßnahme. Die Gemeindevertreter verwiesen das Thema in den Bauausschuss, welcher darüber beraten soll.

Sichere Gestaltung der Ortsdurchfahrt

Im Rahmen der Maßnahmen zur sicheren Gestaltung der Ortsdurchfahrt der B 54 in Dorchheim soll die momentane Überquerungshilfe zurückgebaut werden und die Bushaltestelle verlegt werden. Laut Hessen Mobil soll diese Maßnahmen 3.000 Euro kosten. Der Gemeinde liegen Angebote vor, die diese Maßnahme auf 6.000 Euro beziffern. Dieser Unterschied ergibt sich dadurch, dass die Überquerungshilfen im Bebauungsplan mit eingearbeitet sind. Für ihre Entfernung muss der Bebauungsplan geändert werden, was zu den zusätzlichen Kosten führen würde. Bürgermeister Joachim Lehnert ist mit Hessen Mobil im Gespräch, wie dies am besten für Gemeinde und Hessen Mobil zu lösen ist.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.