Waldbrunn – Erhöhung Kita-Gebühren und mehr Beteiligung der Feuerwehr

Am Dienstag fand die erste Gemeindevertretersitzung Waldbrunn in diesem Jahr statt. Die Kommunalpolitiker beschlossen u.a. die Erhöhung der Kindergartengebühren und eine stärkere Beteiligung der Feuerwehr an Entschlüssen.

Drei größere Themen standen auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung in Waldbrunn. Dies waren zum einen die Kindergartengebühren, die bessere Einbeziehung der Feuerwehr sowie illegale Müllablagerungen in der Tongrube Maria. Hier gibt es nur einen kleinen Einblick in die Sitzung, da die Themen ausführlich in der NNP veröffentlicht werden.

Erhöhung der Kindergartengebühren

Die Einnahmen der Kindergartengebühren reichen nicht aus, um die anfallenden Kosten ausreichend zu decken. Daher beschlossen die Gemeindevertreter bereits Ende Oktober, dass die Gebühren für den Kindergarten erhoben werden müssen. In der Gemeindevertretersitzung wurde nun eine Erhöhung um 30 Euro beschlossen. Dieser Beschluss greift unabhängig von der Ankündigung der Landesregierung, aber August sechs Stunden gebührenfrei im Kindergarten anzubieten. Warum die Kommunen nicht alle in der Lage sind, diese Gebührenbefreiung 1:1 weiterzugeben, habe ich bereits im Oktober beleuchtet. Wie sich die Erhöhung auf die einzelnen Beiträge auswirkt, gibt es in der NNP zu lesen.

Mitsprache der Feuerwehr

Bereits heute könnt ihr in der NNP lesen, dass die Gemeindevertreter die Feuerwehr stärker mit in die Beratungen die Feuerwehr betreffend einbeziehen möchten. Damit reagieren sie auf den Vorfall im Dezember, bei dem die Kameraden für 24 Stunden ihren Dienst niederlegten. Darüber habe ich ausführlich berichtet – Vertrauenskrise zwischen Gemeinde und Feuerwehr sowie Feuerwehr wieder einsatzbereit. Es bleibt zu wünschen, dass diese Einbeziehung dafür sorgt, dass sich das Vertrauen langsam wieder herstellt und die Führungskräfte der FFW sowie die Gemeindevertreter normal miteinander umgehen können.

Illegale Müllablagerungen Tongrube Maria?

Im vergangenen Jahr erreichte die NNP sowie das RP Gießen ein Schreiben über illegale Müllablagerungen in der Tongrube Maria in Hintermeilingen. Mit dem Geschäftsführer Günther Schmidt war ich vor Ort und er zeigte mir, dass es sich nicht um illegale Müllablagerungen handelte. Mit abgelagerten Bauschutt stabilisierten die Arbeiter eine abgerutschte Böschung. Er stimmte jedoch zu, dass sich in diesem Bauschutt Materialien befanden, die dort nicht hineingehörten. Neben der Stabilisierung der Böschung darf Bauschutt ebenfalls zum Wegebau in der Grube genutzt werden. Diese Aussagen bestätigte auch die Pressestelle vom RP Gießen.

Schmieriger Ton

Vor Ort zeigte Günther Schmidt die Problematik im Südteil der Grube auf. Bereits vor drei Jahren wurde der Waldweg durch Rutschungen beschädigt. Lehm war rausgebrochen und abgerutscht. Mit Abraum konnte dieser Weg befestigt werden. Im November gab es wieder kleine Rutschungen, welche mit Bauschutt direkt befestigt wurden. Thomas Ritschel, technischer Leiter der MTG (Mittelhessischen Tonbergbaugesellschaft), erläuterte die Vorgänge, die zur abrutschenden Böschung führten. „Geologische liegen schwierige Verhältnisse vor“, so Ritschel. Im Südteil steigen die Tonlagen ungleichmäßig nach oben mit scharfen Kanten und Verwerfungen. Über ihnen liegt der Waldboden, der den Regen aufnimmt und speichert. Ton selbst lässt kein Wasser hindurch. Trifft das Wasser auf den Ton, wird dieser sehr schmierig und rutschig. Die scharfen Kanten begünstigen solche Rutschungen.

Schlecht sortierter Bauschutt

Leider sei der Bauschutt schlecht sortiert gewesen. Es waren Kabel in dem Schutt, aber auch kleine Medikamentenfläschchen á 50 Milliliter. Händisch haben dann einige Arbeiter in drei Stunden den Bauschutt durchsucht und die Fremdstoffe heraussortiert.
Die Verwaltung Waldbrunn hatte von diesem Vorgang keine Kenntnisse, weshalb die Bürgerliste wie auch die CDU jetzt nochmal genauer nachfragten. Bürgermeister Peter Blum erklärte, dass die Gemeinde nicht für die Überwachung der Grube zuständig sei. Dennoch hätte er sich gewünscht, dass er informiert wird, da die Leute in der Gemeinde nachfragen. Darüber beschwerte er sich auch beim RP. Der Gemeindevorstand habe noch keine eigenen Schritte eingeleitet. Vom RP habe er die Mitteilung, dass der Bauschutt nochmals kontrolliert werden würde.

Dieser eingefüllte Bauschutt war schlecht sortiert.
Dieser eingefüllte Bauschutt war schlecht sortiert.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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