Hanne Kah – Sommerkonzert im Serenadenhof

Nach ihrer 18-tägigen Tour durch Kanada hatten die Musiker von Hanne Kah am Samstag ihren ersten Auftritt in der Heimat. Beim Sommerfest im Serenadenhof begeisterte Hanne Kah mit ihren Bandkollegen Niklas Quernheim, Malte Schmidt und Patrick Jost die Anwesenden, die sich zahlreich bei trockenem Wetter vor der Bühne versammelten.

Kurzweiliger Abend

Singer-Songwriterin Hanne Kah überzeugte mit ihren leisen Tönen
Singer-Songwriterin Hanne Kah überzeugte mit ihren leisen Tönen

Mit den bekannten Liedern wie „Seagulls“, „Pinedrops“ oder auch „Wait till July“ gestaltete sich der Abend sehr kurzweilig. In gewohnt sympathischer Weise bewies sich Hanne Kah als Geschichtenerzählerin. Ungern ließen die Zuhörer die Band am Ende gehen. Und es gab noch ein kleines Schmankerl, denn es wurde der neue Song „My heart is heavy“ vorgestellt. Doch leider müssen sich die Fans noch ein wenig gedulden, bis es ein neues Album gibt.
Dieses Konzert war das erste nach der Kanadatour und Hanne Kah meinte zu Beginn, dass sie dies schon ein wenig nervös mache. Im Konzert erwähnte sie, dass es für sie dass größte Geschenk sei, auf der Bühne stehen zu dürfen und Musik machen zu können. Manchmal falle es ihr dabei schwer, Entscheidungen zu treffen und für diese einzustehen, aber sie habe ihre Band im Rücken, die sie stärke.

Tour durch Kanada

Während der Zeit in Kanada drehte die Band vier Folgen für einen Vlog, welchen ihr auf der Facebook-Seite der Band anschauen könnt. Insgesamt war die Band 18 Tage in Kanada, hat in dieser Zeit nach eigener Aussage neun Auftritte gehabt, in 15 verschiedenen Betten geschlafen und 4000 km abgefahren. Ich habe bereits während der Tour nachgefragt, wie sie diese Zeit dort empfinden haben.

Wie seid ihr in Kanada aufgenommen worden?

Hanne Kah: Alle Kanadier, die wir bisher getroffen haben sind sehr entgegenkommend, freundlich und ziemlich lustig. Bisher haben wir 3 Auftritte auf dem Vancouver Islands Folk Festival gespielt. Das Publikum hat uns sehr begeistert empfangen und uns trotz kleiner sprachlicher Barrieren nach den Konzerten angesprochen und uns ein tolles Feedback gegeben.

Hattet ihr irgendwelche Erwartungen? Wenn ja, sind diese erfüllt worden?

Hanne Kah: Wir hatten ein klischeeromantisches Bild von Kanada- große Seen, der Pazifik, weitreichende Wälder mit riesigen, Jahrhunderte alten Bäumen, schneebehangene Berge und viel Platz. Was die Umgebung angeht, wurden unsere Erwartungen an Schönheit in jedem Punkt übertroffen! Wir sitzen durchgehend mit großen Augen im Tourbus und irgendjemand ruft immer gerade Wow. Was die Auftritte angeht, hatten wir kaum eine Vorstellung, was passieren wird. Dass wir so positiv aufgenommen werden, haben wir absolut nicht erwartet und an die bisherigen drei Auftritte zurückzudenken, verursacht noch immer Gänsehaut bei uns.

Was war bisher der schönste Moment in Kanada?

Hanne Kah: Es ist schwer, die ganzen Eindrücke jetzt schon einzusortieren, da so unfassbar viel gerade passiert und nochmal mindestens so viel vor uns liegt. Eines der Highlights war, dass wir auf dem Festival einen Auftritt komplett unplugged in einer vollbesetzten, klassisch nordamerikanischen Kapelle spielen durften. Das Publikum war so gerührt, dass es zum Ende sogar Standing Ovations gab. Außerdem durften wir unsere Musikerfreundin Lydia Hol wiedertreffen und mit ihr gemeinsam auf der Bühne stehen.

In welchem Teil von Kanada seid ihr unterwegs?

Hanne Kah: Wir sind während unserer Tour im Westen Kanadas unterwegs. Angefangen hat sie in Vancouver und auf Vancouver Island mit dem Islands Folk Festival. Sie führt uns aber auch noch etwas ins Landesinnere bis nach Calgary und Edmonton.

Gab es einen überraschenden Moment? Etwas mit dem ihr nicht gerechnet habt?

Hanne Kah: Der Begeisterungssturm, der uns nach den Konzerten auf dem Festival erwartet hat, war absolut überwältigend. Wir waren in aller Munde, sodass selbst der Veranstalter zwischendrin immer wieder zu uns kam und meinte „Alle reden über diese ‚deutsche Band‘, die Leute sind verrückt nach euch.“ Das hat dann auch dazu geführt, dass schon nach dem ersten Festival unsere Bandshirts und die Hälfte unserer CDs ausverkauft sind.

Wie fühlt ihr euch?

Hanne Kah: Wir haben gerade 2 Tage frei und nutzen diese, um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Das heißt wir fühlen uns momentan unglaublich glücklich und müde zugleich. Wir sind sehr stolz aufeinander, dass wir diese lange Reise und unser erstes kanadisches Festival als Team so gut über die Bühne gebracht haben.

Am Ende habe ich noch einige Impressionen vom gestrigen Abend für Euch.

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Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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