Jeffrey Archer „Die Clifton-Saga“

Im Frühjahr suchte ich ein Buch als Geschenk – es sollte um eine familiäre Geschichte gehen, die verschiedene unangenehme Situationen durchstehen muss, es sollte in der Vergangenheit spielen und Reisen wäre auch ganz schön. Nach diesen Angaben wurde mir „Die Clifton-Saga“ von Jeffrey Archer empfohlen. Diesen Autor kannte ich bisher nur von seinen Thrillern, die ich sehr gerne gelesen habe. Aber ich konnte mir zuerst nicht vorstellen, dass er auch Familiensaga kann. Aber es sollte sowieso ein Geschenk sein, so dass ich mich erst mal nicht weiter damit beschäftigte.
Das Buch kam sehr gut an, wurde gefressen und mir weiterempfohlen, so dass ich schauen wollte, was Jeffrey Archer im Roman-Genre schreibt. Inzwischen habe ich vier Bände der Clifton-Saga gelesen.

Zwei Familien im Kampf um Liebe, Macht und Freundschaft

Die Clifton-Saga dreht sich um die beiden Familien Clifton und Barrington, die eng miteinander verbunden sind. AB 1919 erleben sie Höhen und Tiefen – in der Liebe, im Beruf und in der Politik. Sie durchleben den zweiten Weltkrieg und die Zeit danach. Band vier endet im Jahr 1964. Jeffrey Archer nimmt den Leser ganz tief in die Geschichte der beiden Familien mit hinein, so dass der Leser mit leidet und mit zittert. Ich möchte zunächst die einzelnen Bücher vorstellen, bevor ich meine Meinung zu den Büchern mitteile.

Band 1: Spiel der Zeit

Inhalt: England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst in den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod um Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie seine Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrt-Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind.

Taschenbuch 9,99€, 558 Seiten

Band 2: Das Vermächtnis des Vaters

Inhalt: Harry Clifton, aufgewachsen bei den Hafendocks in Bristol, und Giles Barrington, Nachkömmling einer großen Schifffahrts-Dynastie, verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Freundschaft. Aus der Enge des Arbeitermilieus hat es Harry auf eine Eliteschule geschafft. Als junger Mann steht er an der Seite seiner großen Liebe Emma, die Schwester von Giles. Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges werden die Schicksale beider Familien erschüttert. Giles gerät ins Kriegsgefangenschaft und Harry verschlägt es nach New York, wo er eines Mordes angeklagt und verhaftet wird. Emma macht sich auf, um den Mann zu retten, den er liebt

Taschenbuch 9,99€, 469 Seiten

Band 3: Erbe und Schicksal

Inhalt: England 1945: Der zweite Weltkrieg ist beendet. Harry Clifton, der sich aus den Hafendocks Bristols hochgearbeitet hat und sein Freund Giles Barrington, Sprössling der Schifffahrt-Dynastie, haben diese finstere Zeit überlebt. Harry scheint endlich sein Glück mit seiner großen Liebe Emma Barrington finden z können. Giles beschreitet voller Hoffnung den steinigen Weg der Politik. Doch lange Schatten drohen auf beide Familien zu fallen. Eine neue Epoche voller Intrigen und Verrat beginnt.

Taschenbuch 9,99€, 510 Seiten

Band 4: Im Schatten unserer Wünsche

Inhalt: England 1957: Der Vorsitzende der Barrington Schifffahrtsgesellschaft wird zum Rücktritt gezwungen – für Emma Clifton ist dies die Gelegenheit, den Posten zu übernehmen und Macht über die Gesellschaft z gewinnen. Doch die tragischen Ereignisse um ihren Sohn Sebastian, der in einen Autounfall verwickelt wurde, legen einen Schatten über die Familien.

Taschenbuch 9,99€, 538 Seiten

Kritik zur Clifton-Saga

Jeffrey Archer nutzt eine einfache Technik, um den Leser tief in die Geschichte mit hineinzunehmen. Er erzählt die einzelnen Abschnitte aus der Sicht der einzelnen Personen. Somit erhält der Leser Einblick in die verschiedenen Sichtweisen und Beweggründe. Im ersten Teil gelingt ihm dies noch sehr gut. Zu Beginn eines Kapitels erfährt der Leser, wer auf den nächsten Seiten Einblicke in seine Handlungen gibt und wo sich der Leser zeitlich befindet. Die Erzählperspektive ist die Ich-Form. Im ersten Teil sind noch wenige handelnde Personen vorhanden, so dass dies ein gutes Stilmittel ist.
Während die Kapitelstruktur beibehalten wird, fällt ab dem 2. Band die Ich-Form weg, was den Büchern sehr viel von ihrem Charme nimmt. Zudem nehmen die handelnden Personen zu, so dass der Autor sehr stark springt. Sehr störend fiel mir dies bei Band 4 auf. Während mich das 1. Band total fesselte, habe ich Band 4 nur mit Mühe zu Ende gelesen. Es reizt mich nicht, weitere Bände zu lesen, wo bei die Geschichte an sich sehr viel Potential hat.

Die Bücher sind im Heyne-Verlag erschienen. Es gibt noch drei weitere Bücher, Band 5 soll im Frühjahr 2017 erscheinen. Erscheinungsdatum für die deutsche Übersetzung von Band 6 und 7 stehen noch nicht fest.

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Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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