Furioses Kirchenkonzert der Elzer Musikanten

Etwas Neues wollten sie wagen und es ist ihnen absolut gelungen – die Elzer Musikanten haben mit ihrem Kirchenkonzert 200 Besucher begeistert, die sich am Ende mit Standing Ovations für das hervorragende, musikalische Erlebnis bedankten. In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Elz war dies ein furioses Konzert.

Klänge durchdringen das Kirchenschiff

In einer Kirche existiert immer eine ganz besondere Akustik. Der Ton wird durch das Kirchenschiff getragen, steigt bis unter das Dach empor und überall sind die Klänge zu hören. Die Musik dringt ein in den Körper und vibriert in diesem wieder. Bereits das erste Stück „Ecce Sarcedos“ von Anton Bruckner war eine fulminante Eröffnung des Konzertes. Die Klänge füllten den gesamten Raum aus. Fast donnernd schmetterten die Instrumente los, um eine Umrahmung leiser Zwischentöne und Gesang zu geben. Und das galt für das gesamte Konzert – die Elzer Musikanten unter Leitung von Paul Pfeiffer gaben den instrumentalen Rahmen des Nachmittags. Darin eingebettet waren die beiden Chöre Salto Vocale Elz und Cantabile Limburg. Ein würdiger Abschluss war dann der gemeinsame Auftritt aller Beteiligten.

Kirchenkonzert Elzer Musikanten
Kirchenkonzert Elzer Musikanten

Sehr vielfältig zeigten sich die Musiker. In „The sun will rise again“ von Philip Sparke war der anbrechende Tag zu greifen. Sanft klingend beginnt das Stück wie auch jeder Tag recht sanft beginnt. Nacheinander erwacht alles und die Lautstärke und Intensität nahm zu. Ein sehr klangvolles, modernes Stück war auch das anschließende „Lux aurumque“ von Eric Whitacre.

Faszinierender Chorgesang

Recht ruhig präsentierte sich der Elzer Chor Salto Vocale unter Leitung von Jürgen Fassbender. Die Stücke wie „Hear my prayer“ von Moses Hogan oder „God has commanded“ von Alwin Schronen passten alle in die Kirche. Der gemischte Chor erklang harmonisch mit diesen zeitgenössischen Stücken und umschmeichelten die Ohren der Zuhörer.

Salto Vocale überzeugte mit ruhigen Tönen.

Ein Highlight an diesem Nachmittag war der Auftritt von Cantabile Limburg, ebenfalls unter Leitung von Jürgen Fassbender. Dass die Männer singen können, ist bekannt. Aber sie fesselten total mit den anderen Lauten, die sie ebenfalls erzeugten. Ist dies noch Gesang zu nennen oder wie wird diese Kunst deifniert? „Pastlife melodies“ von Sarah Hopkins begann mit einem gleichmäßigen Summen in verschiedenen Tonlagen, gefolgt von einer Art Vokalabfolge. Wie ein Ton hing das Ergebnis in der Luft und zumindest ich fragte mich, wie diese Töne erzeugt wurden. Teilweise war ich auf der Suche nach einem Instrument. Besonders freute ich mich auf „Stars“ von Erik Esenvalds, welches ich schon einige Mal von Cantabile Limburg gehört habe. Die Sänger erzeugten auf mit Wasser gefüllten Gläsern sanfte Töne, welche in der Kirche schwebten und den Gesang untermalten. Immer wieder erstaunlich, wie sich dieser feine Ton im Raum ausbreitet.

Cantabile Limburg untermalte „Stars“ auf Gläsern.

Gemeinsames Finale

Am Ende gab es ein gemeinsames Finale aller Musiker. Sie präsentierten „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dies war eine wunderbare Harmonie zwischen den Sängern und den Instrumentalisten. Dies quittierten die Besucher mit kräftigen Applaus, so dass es noch eine Zugabe oben drauf gab. Mit „Oh Happy Day“ fand das Konzert einen schwungvollen Abschluss, dass die Besucher sogar begeistert mitklatschten. Der letzte Ton war kaum verklungen, standen die Besucher und applaudierten den Musikern langanhaltend.

Die Elzer Musikanten sowie die Chöre Cantabile Limburg und Salto Vocale Elz traten am Ende zusammen auf.
Alle Beteiligten traten am Ende zusammen auf.

Dieses neue Konzert ist den Elzer Musikern grandios gelungen. Ihr Wagnis war erfolgreich. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie diese Art Konzert mit in ihr jährliches Programm aufnehmen würden.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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