Kommunikation von Vereinen – neue Wege gehen

Die Vereine kämpfen um schwindende Mitglieder oder fehlende Besucher für ihre Veranstaltungen. Dabei sind es die Vereine, die auch gerade in den ländlichen Gebieten das Leben lebenswert machen. Sie organisieren Veranstaltungen, welche feste Plätze im Veranstaltungskalender haben und immer wieder die Menschen zusammenbringen. Sie engagieren sich in ihrer Stadt oder Gemeinde. Verschwinden sie, verschwindet mit ihnen ein Stück Lebensqualität, die ländlichen Regionen verblassen und die Menschen zieht es in die Städte. Doch oftmals ist die Kommunikation von Vereinen auf der Strecke geblieben. Die Vereine wissen, dass sie neue Wege gehen müssen, aber trauen sich nicht so recht, diese zu nutzen.

Kommunikation von Vereinen

Können die Vereine die Bürger noch erreichen mit ihren Angeboten? Es gab Zeiten, da bekam jeder Haushalt eine Zeitung, die Vereine schickten ihre Termine hin, meist kam ein Journalist vor Ort und berichtete über den Verein und viele erhielten auf diese Wege die Informationen. Viele Gemeinden besitzen zudem ein Mitteilungsblättchen, in denen Vereine auf ihre Termine hinweisen können. Je nach Gemeinde kommen diese Blättchen im wöchentlichen, 14-tägigen oder monatlichem Abstand. Im Gespräch mit verschiedenen Menschen weiß ich jedoch, dass diese Blättchen teilweise auch ungelesen im Papiermüll landen. Neben der Zeitung haben die Vereine noch die Möglichkeit, ihre Mitglieder anzuschreiben, Flyer zu verteilen und Plakate aufzuhängen. Aus der eigenen Erfahrung weiß ich jedoch, dass die auch nicht immer registriert werden. Welche Möglichkeiten hat ein Verein also, um seine Mitglieder, aber auch Interessierte zu erreichen und Menschen auf ihre Veranstaltungen zu locken?

Neue Kommunikationswege gehen

Rund 80 Prozent der Menschen in Deutschland besitzen inzwischen ein Smartphone und die Zahl nimmt stetig zu. Damit wird nicht nur telefoniert, sondern unterwegs können Informationen gesucht werden und es ist ein mobiler Zugang zu den sozialen Netzwerken. Facebook ist mit das meist genutzte Netzwerk, in dem kommuniziert wird und sich die Menschen miteinander austauschen. Daneben gibt es noch verschiedene andere Netzwerke, die sich mehr oder weniger gut für Vereine eignen. Warum also nicht die sozialen Medien auch für die Kommunikation von Vereinen nutzen? Warum nicht die Menschen direkt ansprechen, wenn sie sich in den sozialen Medien aufhalten? Manche Vereine nutzen bereits diese Möglichkeit, aber ohne Wissen wie die sozialen Medien funktionieren, verpuffen diese Versuche häufig und bringen nicht die gewünschte Wirkung.

Social Media für Vereine

Social Media ist kein Hexenwerk und für jeden machbar. Es ist ein sehr nützliches Instrument, um die Menschen zu erreichen und auf sich aufmerksam zu machen. Daher möchte ich hier nach und nach eine Sammlung an Tipps aufbauen, damit ihr Social Media für euren Verein effektiv nutzen könnt. Einmalige Aktionen können unbemerkt verpuffen, wenn die Mechanismen hinter den Netzwerken nicht bekannt sind.
Damit ich weiß, wie es in eurer Kommunikation aussieht, würde ich euch bitten, an der Umfrage „Social Media für Vereine“ teilzunehmen. Nutzt ihr die sozialen Medien vielleicht schon, seid euch aber nicht sicher, ob ihr damit die Menschen erreicht? Sind die sozialen Medien als Kommunikationsmittel für Vereine noch ein Fremdwort für euch? Gerne unterstütze ich euch bei eurem Start in den Netzwerken.

Vorteile von Social Media

  • eine Vereinsseite in den sozialen Netzwerken zu erstellen, kostet nichts
  • Ihr bestimmt eure eigenen Inhalte und seid von niemanden (wie der Presse) abhängig
  • es ermöglicht einen direkten Dialog mit Mitgliedern und Vereinsfreunden
  • Steigerung der Bekanntheit über den Ort hinaus
  • gleichgesinnte Vereine finden und mit ihnen verbinden

Mit einem Auftritt in den sozialen Medien kann ein Verein dem Mitgliederschwund aktiv entgegentreten, junge Menschen ansprechen, für das Ehrenamt werben, den Verein mit all seinen Abteilungen und Aktivitäten vorstellen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

 

 

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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