„Auf zieh! Zieh! Zieh!“ – Kreismeisterschaften der DLRG Jugend Limburg-Weilburg

Am Samstag fanden die Kreismeisterschaften 2018 der DLRG Jugend Limburg-Weilburg statt. 50 Kinder und Jugendlichen nahmen daran teil und traten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Die Erstplatzierten werden bei den Hessenmeisterschaften starten. 

Von zwei Seiten schien die Sonne durch die großen Fenster ins Hallenbad Offheim hinein. Vor dem Fenster saßen die Teilnehmer mit ihren Betreuern. Die Stimmung war ausgelassen und gut. Im Becken fanden hintereinander die einzelnen Disziplinen statt und am Rand wurden die Schwimmer im Becken laut angefeuert: „Auf zieh! Zieh! Zieh!“

Mehr Teilnehmer gewünscht

50 Teilnehmer an der Kreismeisterschaft sind schon recht wenig. Waren es doch die letzten Jahren immer zwischen 70 und 80 Teilnehmern. Zu Bestzeiten lagen die Teilnehmerzahlen auch mal über 100. Daher würden sich die Organisatoren über mehr Anmeldungen freuen. Doch dies tat der Stimmung keinen Abbruch. Während die Kleinen in den Disziplinen 25 Meter Hinderniss sowie Rückenschwimmen ohne Arme starten, müssen die Älteren mindestens drei Disziplinen absolvieren. Neben dem Hindernisschwimmen und Rückenschwimmen ohne Arme, kommt noch die Rettung einer Puppe hinzu. Alle Disziplinen werden in Punkte umgerechnet und die Gesamtpunktzahl ergibt die Platzierung.

Puppe simuliert einen Erwachsenen

Die ein Meter große Plastikpuppe sieht nicht schwer aus. Doch gefüllt wiegt sie an die 50 Kilogramm und soll einen Erwachsenen simulieren. Bei der Rettung liegen die Schwimmer auf dem Rücken, halten die Puppe auf dem Bauch und kraulen mit einem Arm. Besonders bei der Rettung, wo die Schwimmer erst 25 Meter zu der Puppe kraulen und dann mit Puppe die 25 Meter zurückschwimmen, lässt nur vermuten wie schwer die Puppe ist. Denn mit Puppe sind die Schwimmer doch um einiges langsamer. Dabei achten die Kampfrichter darauf, dass die Schwimmer die Puppe nicht loslassen, dass sie sich richtig halten und dass der Kopf der Puppe immer über Wasser ist.

Jedes Jahr aufs Neue nervös

Sina Weis ist seit vier Jahren für die Kreismeisterschaften verantwortlichen. Bis heute ist sie bis zum ersten Start sehr nervös, denn es kann so viel passieren. „Einen Tag vorher denke ich nur, bitte lass keine Mail kommen“,lacht Sina Weis. Häufig kommt kurzfristig eine Absage und auf einmal fehlen Helfer. „Wir sind darauf angewiesen, dass jede Ortsgruppe Helfer mitbringt“, so Weis weiter, „damit wir die Meisterschaften durchführen können.“Aber als die ersten Wettkämpfe liefen, wurde sie langsam ruhiger und behielt alles im Auge. „Der Papierkram ist am nervigsten“, gesteht sie ein. Damit meint sie die kleinen Laufzettel, auf denen die Zeiten notiert werden sowie eventuelle Verstöße gegen die Wettkampfordnung. Diese Zettel müssen zur Einsicht aufbewahrt werden.

Auf die Plätze. fertig.....Los!
Auf die Plätze. fertig…..Los!

Gerne mit Mannschaft zur Landesmeisterschaft

Sehr gerne würde Sina Weis in diesem Jahr eine Mannschaft zur Landesmeisterschaft melden. Im letzten Jahr war sie mit fünf Teilnehmern bei der Hessenmeisterschaft. „Ich war sehr zufrieden und überraschenderweise schaffte einer AK 11 den dritten Platz“, erinnert sich Weis. Meist liegen sie unter den ersten 15 Platzierten. „Die Konkurrenz im hessischen Verband ist groß“, erzählt sie weiter. Da haben sich einige Vereine sowie der Kader auf den reinen Rettungssport spezialisiert, während im Kreis Limburg-Weilburg versucht wird, alle Sparten ein wenig zu bedienen. Daher ist Sina Weis insgesamt sehr zufrieden mit den Teilnehmern des Landkreises.

Auf jeden Fall war es sehr interessant, mal bei den Kreismeisterschaften vorbei zu schauen und den Teilnehmern bei den einzelnen Disziplinen zuzuschauen.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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