Kulturkreis Elz präsentiert „Poly Popcorn“

Mit ihren Theaterstücken hat Beatrice Hutter ein klares Anliegen: „Geht Eure Wege trotz aller Widerstände.“ So sind die Geschichten zwar sehr unterschiedlich von den Bremer Stadtmusikanten bis hin zu Mozarts Ohrwurm. Doch mit all diesen Stücken möchte die Schauspielerin die Kindern in ihren Wünschen und Ideen abholen und sie ernst nehmen. Sie möchte ihnen zeigen, dass jeder an sein Ziel gelangen kann, wenn er nur fest daran glaubt. Dies zeigt sich auch in ihrem Stück „Poly Popcorn“.

Nicht ganz schwindelfreies Abenteuer

Zum Theaterstück: Welches Kind träumt nicht davon, im Zirkus aufzuwachsen? Für die kleine Poly ist es das Allernormalste. In ihrer zauberhaften Welt riecht es nach Popcorn, Magie und wilden Überraschungen. Kein Wunder bei dieser Familie – Papa Clown, Opa Dompteur, Onkel Messerwerfer und Mama jongliert mit Gemüse. Sogar Poly weiß ganz genau, was sie werden will – Seiltänzerin. Aber vor dem schwindelfreien Happyend hat sie noch ein paar tollkühne Abenteuer zu bestehen. Eine turbulente Geschichte ohne Netz und doppelten Boden mit fantastischer Musik für Groß und Klein.

Poly Popcorn (Beatrice Hutter) möchte so gerne Seiltänzerin werden.

Dabei ist Beatrice Hutter das Zirkusleben gar nicht fremd. Bevor sie eigene Kinder bekam, arbeitete sie fünf Jahre in einem Zirkus. „Diese Jahre haben nachhaltige Spuren bei mir hinterlassen“, lacht sie. Parallel zur Entwicklung einer neuen Geschichte realisierte sie ein weiteres Stück über einen Clown, so dass das Thema Zirkus auf einmal wieder sehr präsent war und Poly Popcorn geboren wurde. „Ich zeige ein Mädchen, welches sich von ihren Träumen nicht abbringen lässt, obwohl sie damit überall abblitzt.“

Nicht von Träumen abbringen lassen

Dies sind Erfahrungen, welche sie nicht erfinden muss, sondern welche sie selbst erlebt hat. Beatrice Hutter wollte damals Geige studieren, doch ihre Eltern waren dagegen, so dass sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin machte. Heute sagt sie, dass sie davon profitiert hat. Zum einen konnte sie kreativ mit den Kindern arbeiten, zum anderen unterstützt sie die pädagogische Ausbildung bei ihren Auftritten im Kontakt mit den Kindern. Obwohl sie sehr gerne vor Kindern auftritt, konzipiert Beatrice Hutter aktuell etwas für Senioren. Auch für Erwachsene würde sie gerne Theater spielen, doch dieser Markt sei sehr schwierig. Ihre Figuren haben alle einen eigenen Charakter mit  eigener Stimme, eigener Bewegung sowie eigenen Macken. Diese individuelle Zeichnung der Figuren und der schnelle Wechsel im Spiel ist eine Herausforderung bei ihren Ein-Mann-Stücken.

Jedes Publikum ist anders

Jeder Auftritt ist dabei für die Schauspielerin neu. Sie weiß nie, vor welchem Publikum sie sitzt und manchmal sei es ein großer Balanceakt, die ganz Kleinen nicht  zu verschrecken und die größeren Kinder noch zu fesseln. Daher führt sie alle neuen Stücke bei sich im Ort vor einem Probepublikum in den Grundschule auf, um zu schauen, wie es ankommt und ob die Länge passt. Bis heute ist sie vor jedem Stück aufgeregt. „Ich weiß nie, was passiert“, so die Schauspielerin, „ich habe schon Angst vo technischen Problemen oder anderen unplanbaren Dingen.“ Sie könne zwar inzwischen souverän damit umgehen, dennoch wird sie dadurch aus der Geschichte herausgerissen. Sie musste lernen, die 1000 Ablenkungen bei einem Auftritt am Bühnenrand zurückzulassen.

Zum wiederholten Male holt der Kulturkreis Elz die Schauspielerin Beatrice Hutter nach Elz. Ihr neues Stück „Poly Popcorn Zirkuskind“ präsentiert sie am Freitag, 5. Mai um 15 Uhr im historischen Rathaus. Die Karten gibt es im Vorverkauf zu 5 Euro bei der Schatzkiste, Limburger Straße 11. An der Tageskasse kosten die Karten 5,50 Euro.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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