#kurznotiert – Drittes Geschlecht, Mauerfall und mehr

Im #kurznotiert diese Woche Blicke ich über den Tellerrand hinaus, denn zwei bedeutende Ereignisse gab es – zum einen sprach sich das Bundesverfassungsgericht für ein drittes Geschlecht aus und es war der 28. Jahrestag des Mauerfalls. In der Region selbst fiebern die Narren dem 11.11. entgegen, wenn die neue Session beginnt und die Tollität des Dreierbundes gekürt wird.

Bundesverfassungsgericht für drittes Geschlecht

Am Mittwoch, 7. Oktober wurde bekannt, dass das Bundesverfassungsgericht sich neben männlich und weiblich für ein drittes Geschlecht, divers, aussprach. Damit soll den intersexuellen Menschen, bei denen nicht klar ist, welchem Geschlecht sie angehören, die Möglichkeit gegeben werden, sich nicht festlegen zu müssen. Alleine in Deutschland betreffe dies rund 100.000 Menschen. Mit dieser Entscheidung ist muss der Gesetzgeber bis Ende 2018 nun eine Gesetzesänderung herbeiführen.
Interessante Beiträge dazu in der Zeit und der Welt zum nachlesen. Deutschland wäre damit das erste Land mit dieser gesetzlichen Neuregelung zur Intersexualität.

Reinhard Müller von der FAZ kommentiert die Entscheidung und zeigt auf, welche Probleme und Fragen sie aufwerfen.

Viele echauffieren sich über die Entscheidung, aber es wird ja niemanden etwas weggenommen, bloß weil einige Menschen sich dadurch nicht mehr festlegen müssen. Ich erinnere an die Kinder, die geboren werden und bei denen zur Geburt nicht klar zu definieren ist, welches Geschlecht sie sind. Bisher mussten die Eltern entscheiden und dann spielten solche Dinge mit rein, ob es eine „Prinzessin“ oder ein „Stammhalter“ sein sollte. Mit dieser Festlegung haben viele Kinder in ihrer Zukunft zu kämpfen, weil sie sich im falschen Körper fühlen. Daher finde ich die Entscheidung richtig und längst überfällig.

Mauerfall jährt sich zum 28.Mal

Am 9.Oktober jährte sich der Mauerfall zum 28.Mal.

Das Morgenmagazin nahm sich dem Thema an und suchte Zeitgenossen von damals auf, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Warum ich dies anspreche? Weil zwar vor 28 Jahren die Mauer fiel, aber weil sie in manchen Köpfen noch immer existiert. Zu sehen erst wieder nach der Wahl. Laut einer Forsa-Umfrage glaube nur jeder Zweite daran, dass Ost und West zusammengewachsen sind. Sehr interessant dazu auch ein Interview mit der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) im Deutschlandfunk. Sie warb für mehr Verständnis für die West- und Ostdeutschen. Die Politik müsse sich um die speziellen Probleme im Osten kümmern.

Darüber vergessen gehen darf aber nicht, dass am 9.November 1938 in ganz Deutschland die Synagogen brannten.

Daher fand im großen Sitzungssaal des Limburger Rathauses eine Gedenkveranstaltung aus Anlass der Pogrome vom 9./10. November 1938 statt. Die Pressemitteilung zu dieser Veranstaltung findet ihr hier.

#kurznotiert am Wochenende

Am 11.11. wird die neue Fastnachts-Session eingeleitet. Wer die neue Tollität des Dreierbundes wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen und muss mich genauso gedulden wie die restliche Narrenschar.

Das Wochenende steht für die heimischen Chöre ganz im Zeichen des Hessischen Chorwettbewerbes, an dem sechs Chöre aus der Region teilnehmen. Unter den 33 Teilnehmern treten auch die Mädchenkantorei, der Limburger Kammerchor, der Sängerbund Dehrn, die „Harmonie“ Lindenholzhausen, der MGV „Liederblüte“ Oberweyer sowie You`N`Joy Cäcilia Lindenholzhausen. Ich freue mich, dass ich You`N`Joy begleiten darf.

Gesanglich gibt es auch in Elz etwas auf die Ohren. Der MGV Frohsinn lädt am Sonntag um 17 Uhr zu seinem Herbstkonzert ins Elzer Bürgerhaus ein.

Das Ehrenamt achten

Mir liegt das Ehrenamt beruflich wie auch privat sehr am Herzen. Daher freue ich mich, dass ich einen Gastbeitrag für das Online-Magazin „Ohfamoos“ schreiben durfte. Unter dem Titel „Ehrenamt: Wenn das ganze Chaos zusammen kommt“ durfte ich schreiben, was das Ehrenamt für mich bedeutet und warum es wichtig ist, darüber zu berichten.

 

 

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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