Monatsrückblick September – Traditionen, Bürgermeisterwahl und Zielstrebigkeit

Mein September war sehr stark von Traditionen geprägt, durch die Wahlen, aber auch durch einige faszinierende Ausbildungsgeschichten. Daher möchte ich auf diese Themen in meinem Monatsrückblick eingehen.

Elzer Kirmes – Brauchtum und Tradition

Ich bin in einer größeren Stadt aufgewachsen und als ich hier in die ländliche Region zog, war das gesamte Vereinsleben, aber ganz besonders die Elzer Kirmes ein wahrer Kulturschock für mich. So etwas hatte ich vorher nie erlebt. Ich brauchte meine Zeit, bis ich da hinein fand. Am Ende entdeckte ich eine wahre Bereicherung für mich. Bereits im Kindergarten ist die Kirmes ein Highlight im ganzen Jahr. Die Vorschulkinder stellen zusammen mit dem Bürgermeister den Baum, rufen den Kirmesschrei und tanzen um den Baum. Von klein auf werden die Kinder an die Traditionen herangeführt. Im Alltag sprechen die Kinder alle Hochdeutsch, aber das Elzer Kirmeslied kennen sie alle auf platt. Kein Kind, dass nicht davon träumt, auch mal Kirmesbursche oder -mädchen zu sein. Dieser Traum nimmt mit den Jahren noch zu und manifestiert sich immer stärker und die eigene Kirmeszeit wird mit Sehnsucht erwartet. Doch auch, wenn die Kirmes gehalten ist, ist die Faszination nicht vorbei. Dafür sorgt der Kirmesmontag, an dem sich alle Jahrgänge zum Frühschoppen treffen. In diesem Jahr kam den Elzern teilweise das Wetter dazwischen, was sie aber nicht vom feiern abhielt.

Ich weiß aus anderen Orten, dass es nicht immer leicht ist, die Schausteller anzulocken. Umso positiver fand ich es in diesem Jahr, dass zwei neue Schausteller in der Rathausstraße hinzukamen und ein zusätzliches Angebot machten. Zumindest als Betrachter hatte ich das Gefühl, dass diese gut angenommen worden. Und so sorgen alle Generationen gemeinsam dafür, dass das Lied bestehen bleibt: „Die Elzer Kirmes wird nie untergehen.“

Bürgermeisterwahl im Monatsrückblick

Am 24. September fanden die Bundestagswahlen statt. Gleichzeitig wählte Elz auch seinen Bürgermeister. Nach zwei Amtszeiten kandidierte Horst Kaiser für eine weitere Amtszeit. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Ich durfte an dem Abend der Auszählung der Briefwahl beiwohnen. Ein Haufen an Papier. Da hatten die Wahlhelfer einiges zu tun. Erstaunlich fand ich es auch, wie viele Briefwahlen ungültig waren, weil sie falsch verpackt waren. Dies war ein ganzer Stapel, der nicht gezählt werden durfte. Die Auszählung der Bürgermeister-Wahlzettel musste warten, bis die Ergebnisse für die Bundeswahl ausgezählt waren. Zwischendurch kam Horst Kaiser immer wieder herein, um zu schauen, wie es voran ging. Ein wenig Nervosität war ihm anzumerken. Selbst als dann sechs von sieben Wahlbezirken ausgezählt waren und es klar war, dass er mit gutem Ergebnis wiedergewählt wurde, wollte er sich nicht gratulieren lassen bis das endgültige Ergebnis feststand.

Horst Kaiser wurde mit 71,3 Prozent für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die Zustimmung in Elz verhielt sich in den einzelnen Wahlbezirken (WBZ) wie folgt:

  • WBZ 1 Seniorenwohnzentrum 75 Prozent
  • WBZ 2 Kita Fleckenberg  75,8 Prozent
  • WBZ 3 Kita Pfortenstraße 68,2 Prozent
  • WBZ 4 Rathaus 69, 2 Prozent
  • WBZ 5 Oranienschule 71,2 Prozent
  • WBZ 6 Malmeneich 74 Prozent
  • Briefwahl 69, 7 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent, das waren 4397 Bürger, die wählen waren. Umgerechnet auf die 6107 Wahlberechtigten bedeutet dies, dass 51,3 Prozent der Bürger ihn gewählt haben. Dabei schnitt Kaiser am besten im Wahlbezirk Fleckenberg ab und die wenigsten Stimmen holte er in der Ortsmitte.

Er freute sich sehr über dieses Ergebnis. Horst Kaiser hatte ein großes Ziel – er wollte mehr Stimmen erhalten, als die CDU bei der parallel stattfindenden Bundestagswahl. Dies habe er erreicht und diese zeige ihm, dass er Rückhalt in der Bevölkerung habe. Am meisten freute er sich über das Ergebnis in Malmeneich, wo er bei der letzten Wahl 2011 nur 36,6 Prozent der Stimmen erhielt. Dieses Ergebnis habe er verdoppelt und darüber ist er sehr froh. Auch ist ihm bewusst, dass er es nicht allen recht machen kann und daher ist er sehr zufrieden mit dem Ausgang der Wahl.
Alle Zahlen rund um die Wahl findet ihr hier.

Faszinierende Ausbildungsgeschichten

Kultusminister Alexander Lorz besuchte Elz und referierte zum Thema Bildung (hier der Artikel in der NNP zum nachlesen). Er sagte, dass es in Hessen ein sehr durchlässiges Bildungssystem gibt, welches viele Möglichkeiten offen hält. Ich durfte einen jungen Mann kennen lernen, der von der Hauptschule den Sprung auf das Gymnasium schaffte. Im September traf ich ebenfalls mehrere junge Menschen, die einen so guten Abschluss von der Ausbildung hatten, dass sie als IHK-Ausbildungschampions geehrt wurden. In allen Gesprächen klang heraus, dass sie wussten wo sie hinwollten und daher waren sie alle so zielstrebig.

Nach jedem Gespräch machte auch ich mir Gedanken zum Thema Zielstrebigkeit. Auch nach der Schule und der Ausbildung kann uns Zielstrebigkeit im Leben helfen. Wer sich nichts vornimmt, kann auch nichts erreichen. Nur wer Ziele hat, ist in der Lage, diese auch zu verfolgen. Und Forscher haben sogar nachgewiesen, dass ein zielstrebiges Leben dasselbige verlängern kann. Zudem würden Menschen mit Zielen auch gesünder und fitter leben. Einen sehr guten Artikel zum Thema „Ziele erreichen“ findet ihr bei Karrierebibel. In einer Übersicht wird euch gezeigt, wie ihr euch Ziele setzen könnt und wie diese zu erreichen sind.

Was bringt der Oktober?

Im Herbst ist die Zeit, in der Bauern ihre Äpfel keltern und Blumenzwiebeln für das neue Frühjahr gesetzt werden. Ich möchte diese verschiedenen Aktionen in der Region begleiten und mal genauer hinschauen. Den Bereiche soziale Netzwerke für Vereine möchte ich weiter ausbauen und um neue Themen ergänzen. Ich freue mich auf viele spannende Begegnungen und interessante Gespräche.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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