Musikalische Vielfalt beim Sonderkonzert der Kreismusikschule Limburg

Auf eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen nahm die Kreismusikschule Limburg am Samstag, 11. Juni die Besucher der Stadthalle mit. Viele bekannte Melodien drangen in die lauschenden Ohren ein und ließen den Abend recht kurzweilig vergehen.
Die Kreismusikschule spielte im Rahmen des 1. Limburger Männerchorfestivals des Männerchors Cäcilia Lindenholzhausen ein Sonderkonzert und Andrea Heibel, stellvertretende Leiterin der KMS, bedankte sich für diese Kooperation, welche den Auftritt erst möglich machte.

Filmmusik, Swing und klassische Elemente

In loser Reihenfolge spielten die bRASSbAND unter Leitung von Peter Schreiber, Leiter der KMS, das Ensemble SAxSonic unter der Leitung von Stephan Kramer und drei junge begabte Pianisten – Annika Räuschel, Josephine Schmirl und Nils Weier – im ersten Teil des Programmes. Damit zeigte sich die große Vielfalt der musikalischen Ausrichtung der KMS.
Die bRASSbAND war eigentlich nur für Bläser vorgesehen, wird jedoch inzwischen durch zwei Kontrabässe unterstützt.

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Peter Schreiber leitete die bRASSbAND

Mit dem St. Louis Blues March fühlte ich mich direkt in die lebhaften Straßen von New Orleans versetzt, die Titelmelodie vom A-Team ging direkt ins Ohr und Big Spender war in dieser Form für mich ein völlig überraschendes, großartiges Hörerlebnis.

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Die bRASSbAND überzeugte mit Melodien aus Film und Pop.

SaxSonic trat an dem Abend zu 6. auf, kann aber auch mit 16 Bläsern auf der Bühne stehen und zählt mit zu den variabelsten Ensembles der KMS. Mit Air scandinave begannen sie recht ruhig, um dann kurze Zeit später ins tänzerische Überzugehen. Weiterhin verwöhnten die Musiker die Besucher mit Swing wie Brass Joker und Let`s take it all easy und verwöhnten mit einem schmissigen Dixiland.

Die Musiker von SaxSonic brachten Stimmung in die Stadthalle.
Die Musiker von SaxSonic brachten Stimmung in die Stadthalle.

Zwischen den beiden Ensembles ließen die jungen Pianisten die Finger über die Tasten fliegen. Annika Räuschel (16), jüngst dritte beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ spielte Fantasie-Impromptu von Chopin und etwas jazziger Alla Turca Jazz. Josephine Schmirl nahm ebenfalls schon erfolgreich am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Sie überzeugte mit dem sehr stimmgewaltigen Toccata des französischen Komponisten Pierre Sancan. Beide Pianistinnen spielten vierhändig America aus der West-Side-Story und den Blumenwalzer von Tschaikowsky. Ein wahrer Hörgenuss. Der jüngste Pianist war der 14 jährige Nils Weier, der mit Play Piano Play No 4 zu einem munteren Spaziergang einlud, denn dieses Bild hatte ich im Kopf bei seinem Spiel.

Im zweiten Teil unterhielt das Sinfonieorchester unter der Leitung von Monika Grabowska, Lehrkraft für Violine, die Zuhörer mit dem Werk „The New World“, das Dominik Arz in Anlehnung an Antonin Dvoraks „Aus der neuen Welt“ geschrieben hat. Diesem Vortrag konnte ich selbst nicht folgen, doch es wurde bereits zum Jahreskonzert der KMS im März aufgeführt und den Bericht könnt Ihr hier nachlesen.

Verein der Freunde und Förderer der Kreismusikschule Limburg e.V.

Im November 2015 gründete sich der Verein der Freunde und Förderer der KMS, der gestern die Möglichkeit nutzte, sich vorzustellen. Der Förderverein unter dem Vorsitz von Klaus Rohletter will die Arbeit des Trägervereins der KMS finanziell, materiell und ideell unterstützen durch Beschaffung von Mitteln aller Art, Darstellung der KMS nach außen und Akquise wirtschaftlicher Unterstützung. Damit möchte der Verein die Durchführung des öffentlichen Bildungsangebotes unterstützen.
Die KMS selbst wurde 1974 gegründet und erfüllt mit ihrem täglichen Tun als kulturelle Einrichtung einen öffentlichen Auftrag. Wie die Musikschule selbst von sich sagt: „KMS – die Musikschule für alle – öffentlich und ohne WENN und ABER. Wir haben Geschichte und Erfahrung, Pläne, Ideen und Zukunft!“
Für mich absolut unterstützenswert.

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Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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