Nikolauskonzert der Big Band des Jazz-Club Limburg – Best of aus 25 Jahren

Auch in diesem Jahr lädt der Jazz-Club Limburg wieder zu einem Nikolauskonzert ein und ich kann euch dieses nur wärmsten empfehlen. Ich war schon mehrmals bei diesem Konzert und es macht immer wieder sehr viel Freude, die Musiker spielen zu hören und auch zu sehen. Ich durfte bei den Proben schon mal reinhören und habe eine wenig mehr zum Programm erfahren.

Best of Programm aus 25 Jahren

Das traditionelle Nikolauskonzert der Big Band des Jazz-Club Limburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen und überaus beliebten Termin entwickelt. Im vergangenen Jahr gastierte die Band erstmals im Bürgerhaus Lindenholzhausen. Nach neun erfolgreichen Jahren im Kolpinghaus Limburg war der Schritt gewagt, aber erfolgreich. Über 200 Besucher und ein ausverkauftes Haus haben die Band in ihrer Entscheidung bestätigt, so dass auch dieses Konzert in Lindenholzhausen stattfinden wird.

Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal ein besonderes Motto: 25 Jahre Jazzclub Limburg.

Aus diesem Anlass werden im ersten Konzertteil viele Stücke aus den vergangenen Jahren zu hören sein. Schon im Sommer gab es ein Jubiläumskonzert an der Schleuseninsel, ebenfalls mit einem Best-Of-Programm. Der Jazzclub Limburg hat an die 200 Arrangements sowie 30 Weihnachtslieder in seinem Repertoire. Daraus 20 Stücke zu sieben, um ein kurzweiliges, spannendes Programm zusammenzustellen, lag in der Hand des Dirigenten Benjamin Steil.

„Die Auswahl war eine ganz eigene Herausforderung“, erzählt der Dirigent, „ich musste schauen, dass ein Spannungsbogen gegeben ist und jeder Solist seinen Part hat.“ Daher können sich die Besucher auf ein tolles Konzert freuen, denn nach dem Sommerkonzert wurde nochmal kräftig gesiebt. „Es gibt die Essenz von 25 Jahren zu hören“, ist sich Präsident Christoph Steiner sicher. So gibt es aus dem Fundus der Arrangements auch viele andere Stücke wie „Wind Machine“, „A child is born“ oder auch „Joy Spring“ zu hören, die im Sommer noch nicht gespielt wurden. Im zweiten Konzertteil wird es wie gewohnt weihnachtlich. Auch hier werden dem Publikum ganz neue Arrangements präsentiert. Weiterhin gibt es wie in den vergangenen Jahren eine Auswahl verschiedenster Weihnachtslieder. Insgesamt erwartet den Besucher eine Mischung aus schnellen und langsamen Stücken, aus Arrangements mit Gesang und auch ohne.

Gute Vorbereitung

Um sich bestmöglich auf das Konzert vorzubereiten hat sich die Big Band in zahlreichen Proben sowie einem Workshop-Wochenende mit den Stücken befasst und diese einstudiert. Zu dem Probenwochenende kamen Dozenten für jede Instrumentengruppe. Vier Dozenten nahmen sich ein ganzes Wochenende den Posaunisten, Saxophonisten, Trompetern und der Rhythmusgruppe an. „Dadurch kann mir jedem Instrument bis ins Detail die Arrangements geprobt werden“, so Steil. Ein großer Vorteil sei zudem der Dozent für die Rhythmusgruppe. „Ich kann als Dirigent sagen, wie ich es gerne hätte, aber als Saxophonist kann ich es selbst nicht zeigen“, erzählt der Dirigent.

Benjamin Steil begann als Jugendlicher beim Jazzclub. Spielte er erst Saxophon in der Band, rückte er irgendwann als Dirigent nach vorne. Er habe Saxophon studiert und im Nebenfach auch komponieren. Zudem hat er sich viel an gelesen und macht „learning by doing“. „Ich kann auch mal Arrangements in die Probe mitbringen und daran üben“, weiht er mich ein, „dann nehme ich sie wieder mit nach Hause und kann weiter daran arbeiten.“ So geschehen auch bei seinem neuen Stück, in welches ich hineinhören durfte. Und es macht definitiv Spaß auf mehr.
„Benjamin hat damals sehr konsequent die Band umgewälzt und den jetzigen Stil geprägt“, so Steiner. Er habe die Band sehr konzentriert in die Richtung des 30er bis 50er JAhre Jazz-Stils gelenkt. In der Zeit unter Benjamin Steil habe auch die Stückzahl rasant zugenommen.

Ausnahmemusiker als Gast

Nun freuen sich die Musikerinnen und Musiker sowie die Sängerin Nicole Jost diese Titel einem hoffentlich großen Publikum zu präsentieren.
Auf die Besucher wartet eine Besonderheit. Beim Jazz-Club ist ein Ausnahmemusiker als Solist zu Gast. Der Trompeter Bastian Stein begann mit 15 Jahren klassische Trompete an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien zu studieren. Nach seinem Abschluss als „Master of Arts“ musizierte er einige Jahre in Wien. Dann zog es ihn 2013 nach Köln. Neben einem eigenen Quartett und der Zusammenarbeit mit der WDR-Big Band war er als Dozent beim Bundesjugendjazzorchester oder auch verschiedenen Landesjugendjazzorchestern tätig. Zurzeit hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Weitere Informationen sind unter der Homepage erhältlich.

Das Konzert findet am Samstag, 02.12.2017 um 20 Uhr statt, der Eintritt beträgt 10 Euro sowie für Schüler und Studenten ermäßigt 8 Euro. Karten im Vorverkauf sind bei allen Musikerinnen und Musikern sowie bei Christoph Steiner (csdental@t-online) und über die Homepage www.jazzclub-limburg.de erhältlich.

Wer mehr über den Jazz-Club und seine Geschichte erfahren möchte, empfehle ich nochmal den Beitrag 25 Jahre Jazz-Club.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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