Schloss der Engel: „Wie ein Zauber“

Am heutigen Donnerstag beginnt in Hadamar zum zweiten Mal die Hadamarer Schlossweihnacht, welche für die nächsten zwei Wochen weihnachtliches Flair in Hadamar verteilt. Seit drei Jahren verzaubern das Christkind und der Engel die Kinder mit ihrem Zauberglanz. Ich durfte mit den beiden sprechen.

„Wir können andere glücklich machen“

Christkind und Engel in wallenden, weißen Gewändern, lockigem Haar und Goldstaub stehen auf dem Balkon des Schlosses Hadamar, schauen nach unten auf die Menschenmenge und blasen ihren Zauberglanz in die Luft. Diesem Moment wohnt ein Zauber inne und bringt ein wenig Vorfreude in die Herzen der Menschen. Seit zwei Jahren sorgen Jolina Woidich und Michelle Jung (beide 16) für diesen Zauber. Und sie machen dies von ganzem Herzen gerne. „Es macht mich selbst glücklich, auch weil ich andere glücklich machen kann“, so Jolina. Für Michelle ist es eine Ehre, diese Rolle mit Leben füllen zu dürfen.

Beide waren 14, als sie sich das erste Mal in die beiden Wesen verwandelten. Zuerst war nur ein Christkind im Gespräch. Doch zu zweit war es angenehmer. „Uns war immer klar, dass wir dies nur zusammen machen“, so Michelle. „Zu Beginn war es ein wenig unangenehm, weil wir auf einmal so auffielen“, erinnert sich Jolina. Die Kinder kamen zu den beiden, strahlten, wollten Fotos haben und waren glücklich. Den Sternestaub, den die beiden in die Menge bliesen, wurde aufgesammelt und sorgfältig aufbewahrt. „Wir haben vorher gesagt, dass der Sternenstaub etwas besonderes ist und Glück bringt“, lacht Bianca Woidich.

Da es den beiden so viel Spaß gemacht hat, erklären sie sich bereits zum dritten Mal bereit, die Schlossweihnacht zu bereichern. Jolina erinnert sich an ein besonderes Ereignis: „Im letzten Jahr ist uns ein kleines Mädchen ständig hinterhergerannt, wollte uns berühren und kam am nächsten Tag wieder.“ Sie erhielten auch schon Wunschzettel und sind gefragt worden, ob sie zu Weihnachten vorbeischauen könnten. Für Michelle hat es auch im dritten Jahr nichts von seinem Zauber verloren. „Die weihnachtliche Stimmung ist toll und es ist schön für mich, dass wir dies als Freundinnen zusammen machen können.“ Ein besonderer Moment war für sie, als sie das erste Mal auf dem Balkon standen, wo sonst niemand hinkommt. „Wir mussten Stoffschuhe über unseren normalen Schuhen tragen“, erinnert sie sich.

Eineinhalb Stunden in der Maske

Bis sich die beiden in Engel und Christkind verwandelt haben, vergehen eineinhalb Stunden. Die Haare erhalten Locken, das Glitzer muss aufgetragen werden. Jolina erinnert sich, dass sie am Anfang keine goldenen Schuhe gefunden haben. Kurzerhand haben sie diese mit Goldlack eingesprüht. Sie können es kaum erwarten. Auch für sie vermittelt dies ein Gefühl auf die kommende Weihnacht.

Wer das Christkind und den Engel treffen möchte hat dazu mehrmals Gelegenheit. Anbei das Programm der Schlossweihnacht


Mehr zur Schlossweihnacht findet ihr auf der Facebookseite „Schloss der Engel“.

Die Engelfotos sind von Ondrej Vibes und ich danke dafür, dass ich diese veröffentlichen darf.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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