Spaß auf der Lahn – Jugendfreizeit

Dass auch ich noch nicht alles kenne, musste ich gestern bei einem Termin feststellen. Mir wurde gesagt, ich solle nach Dehrn in den Hafen, da würden ganz viele Schlauchboote ankommen, darunter auch einige Deutsche Meister. Für mich gab es zwei große Fragezeichen – Dehrn besitzt einen Hafen? Welche Wettkämpfe können mit einem Schlauchboot durchgeführt werden? Beiden Fragen klärten sich für mich vor Ort dann recht schnell.

Hafen an der Lahn

Mein Navi führte mich recht schnell an den Hafen an der Lahn. Klein und schnuckelig liegt er am Ende einer Sackgasse. Ein friedlicher Platz an der Lahn. Vor Ort befindet sich der Bootsclub Limburg. Trotz des regnerischen Wetters standen viele am Anlegesteg und warteten auf die Bootsfahrer. Ein metallener Steg führt runter auf den Anlegesteg. Eine Matte sorgt dafür, dass niemand ausrutscht. Der Anlegesteg im Wasser war ein wenig wackelig und ich bin ehrlich – ich hatte doch ein wenig Angst davor, im Wasser zu landen. Aber ich bin trocken geblieben. Ich möchte auf alle Fälle diesen Platz nochmal besuchen, wenn es nicht aus Eimern regnet.

Motorisierte Boote

Und die Sache mit den Schlauchbooten klärte sich auch recht schnell auf – es handelte sich um motorisierte Boote. Es fand eine Jugendfahrt auf der Lahn statt. Die Teilnehmer fuhren von Laurenburg 30 Kilometer nach Dehrn, passierten dabei vier Schleusen und hatten richtig viel Spaß. Teilgenommen haben Kinder und Jugendliche aus ganz Hessen ab fünf Jahre mit ihren Begleitern. Organisator war der Hessische Landesverband für Motorbootsport (HELM). Ich bekam auch eine kleine Einführung in den Sport. Mehr dazu könnt Ihr die Tage in der NNP lesen oder auf der Internetseite des Verbandes.


Mit dieser Aktion wollte der Verband zeigen, dass die Lahn als Schifffahrtsgewässer eine Bedeutung besitzt. 2015 wurde die Lahn als Restwasserstraße eingestuft, da neben den Fahrgastschiffen keine gewerbliche Schifffahrt mehr stattfindet. Dies bedeutet jedoch auch, dass Gelder fehlen, um die Schleusen instand zu halten. Daher wollten die Sportler auf den Wert der Lahn aufmerksam machen.

Nach dem Anlegen noch lange nicht Schluss

Vom Anleger war nur zu hören, dass die Bootsfahrer unbedingt auf Toilette müssen oder trockene Kleider haben möchten. Doch auch mit dem Umziehen war noch lange nicht Schluss. Die 180 Kilogramm schweren Boote mussten an Land geholt werden. Und da in Dehrn kein flacher Zugang zur Lahn existier, musste der Kran ran, um die Boote aus dem Wasser zu holen. Das bedurfte einiger Anläufe, damit dies klappte.

Insgesamt ein sehr interessanter Termin und ich möchte auf alle Fälle nochmal nachfragen, um mehr darüber zu erfahren.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

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