15-jähriges Stammesjubiläum der Elzer Pfadfinder

Die Pfadfinder Elz vom Stamm Johannes Opilio de Elss feiern ihr 15-jähriges Stammesjubiläum. Teamgeist und die gute Tat an der Gesellschaft stehen im Mittelpunkt.

Seit 2001 im Verband christlicher Pfadfinder

Ab 2000 fanden regelmäßige Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche ab fünf Jahre im evangelischen Gemeindezentrum Elz statt. 2001 wurde der Stamm Johannes Opilio de Elss in den Verband christlicher Pfadfinder aufgenommen. Seit 2009 führen die Stammesleiter Tobias Viehmann und Ina Aßhauer den Stamm. Zurzeit kommen regelmäßig 30 Kinder und Jugendliche zusammen, um gemeinsam zu backen und zu basteln, um dabei den Teamgeist und das Miteinander zu stärken. Ina Aßhauer kam mit 14 Jahren zu den Pfadfindern nach Frankfurt. „Ich war fasziniert, dass ich etwas weitergeben kann“, erläutert sie ihre Motivation. „Die Pfadfinder sind eine Chance für Kinder, ohne Leistungsdruck etwas zu unternehmen.“ Dies sei bei sportlichen Vereinen nicht immer gegeben.

Langsames Hineinwachsen in die Verantwortung

Das Miteinander wird bei den Pfadfinder Elz groß geschrieben wie hier der gemeinsame Zeltaufbau.
Das Miteinander wird bei den Pfadfindern groß geschrieben wie hier der gemeinsame Zeltaufbau.

Für sie war es zudem eine positive Erfahrung, langsam in die Verantwortung hineinzuwachsen, wodurch sich auch ihre eigene Persönlichkeit entwickelt hat. Mit den Jüngsten wird gebastelt und gespielt. Auch wenn dies erstmal nur nach Spaß aussieht, wird den Kindern Teamgeist vermittelt und die motorischen Fähigkeiten unterstützt. Die Kinder lernen das Miteinander, das Rücksicht nehmen aufeinander und das gegenseitige Helfen. Bei den Älteren werden in der Gruppenstunde Werte der Kirche vermittelt, der Platz der Kirche in der Gesellschaft, aber sie setzen sich auch mit der Frage auseinander, wie mit Flüchtlingen umgegangen wird. Ein Highlight für Ina Aßhauer sind die regelmäßigen Lager, auf die die Pfadfinder fahren und sich mit Gleichgesinnten treffen. „Das ist wie eine große Familie.“ In einem Lager bekäme jeder seine Aufgaben: „Dies kann ganz schön anstrengend sein, aber es macht auch riesen Spaß.“ Auch wüsste man nie, was einen auf so einem Lager erwartet. So musste 2014 das gesamte Lager wegen Starkregen evakuiert werden, so dass die Teilnehmer am Ende mit Bussen zu Schulen gefahren wurden, wo sie übernachten konnten.

Friedenslicht nach Elz

Jedes Jahr im November bringen die Pfadfinder das Friedenslicht nach Elz und erfreuen damit die Bewohner des Seniorenheims sowie die Elzer Bürger. Es gibt eine klare Unterteilung bei den Pfadfindern. Die Kinder bis 12 Jahre werden in einer Meute zusammengefasst, die Jugendlichen ab 12 Jahre bilden eine Sippe. Ab dem 14. Lebensjahr können die Jugendliche Kurse besuchen, um später selbst mal eine Gruppe zu übernehmen. Je nach Alter haben die Pfadfinder unterschiedliche Halstücher, so dass eine Zuordnung sehr schnell möglich ist. Tobias Viehmann weiß um das schwere Image der Pfadfinder. „Je älter die Jugendlichen werden, umso uncooler sind die Pfadfinder.“ Wenn es gelingt, die Jugendlichen auch mit 14/15 noch zu halten, dann bleiben diese meist dabei. Zudem sei es in Elz bei der großen Vereinsvielfalt schwierig, neue Pfadfinder zu gewinnen. Daher ist auch sein Wunsch, dass neue Leute zu den Pfadfindern kommen und es immer weitergeht. Ina Aßhauer hat andere Wünsche: „Ich würde mich gerne in zehn Jahren zurücklehnen und die Verantwortung an die nächste Generation abgeben, mit dem Wissen, bis dahin einen guten Job gemacht zu haben.“

Stammesjubiläum

Das Stammesjubiläum feiert der Stamm Johannes Opilio de Elss am Wochenende 23. bis 25. Juni rund um das evangelische Gemeindezentrum. Es wird einen Pfadfindergottesdienst geben, einen  Markt der Möglichkeiten, Informationen zu den Pfadfindern, eine Tombola sowie Bilder aus der Stammesgeschichte.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.