Swing, Kunsthandwerkermarkt und Musik in der Stadt – Impressionen vom Sonntag

Das Wetter die letzten Wochen bringt jeden Organisator zum Verzweifeln, der eine Veranstaltung im Freien durchführt. Dicke graue Wolken hängen am Himmel und niemand kann sagen, wann es regnen wird, wie lange und wie heftig. Da werden Zelte aufgestellt und bang zum Himmel geschaut. Besucher haben die Veranstaltungen, doch bei Sonnenschein wären sicher die doppelten Besucherzahlen zu den Events geströmt.

„Swinging Hofhaus“ in Langendernbach

Mein Sonntag begann in Langendernbach. Zur zweiten Kultursommer-Veranstaltung lud die FWG Langendernbach zum „Swinging Hofhaus“ mit der Comitolo Bigband ein. Zum musikalischen Frühschoppen gab es die ganze Bandbreite an Jazz- und Swingmusik auf die Ohren. Klassikern wie „In the mood“ von Glenn Miller und Stücken aus dem Repertoire von Duke Ellington, Count Basie und Neal Hefti als auch aus modernen Kompositionen von Joe Zawinul und Carlos Santana präsentierten die 20 Musiker vom Schüler bis zum voll im Beruf-stehenden. Zwischen den jüngsten und dem ältesten Spieler liegen 65 Jahre Musikerfahrung und  alle eint die Liebe zum Swing. Die reine Amateurband spielt in der klassischen Besetzung mit je fünf Saxophonen, Posaunen und Trompeten, außerdem Piano, Schlagzeug, Bass, Gitarre und einer hervorragenden Sängerin. Ich fand es bedauerlich, dass ich durch meinen straffen Plan nicht mehr Zeit für diesen Hörgenuss hatte.

Jutta Cappallo, die neue Sängerin bei der Comitolo Bigband, überzeugte mit ihrer Stimme.
Jutta Cappallo, die neue Sängerin bei der Comitolo Bigband, überzeugte mit ihrer Stimme.

Anlagenfest und 2. Kunsthandwerkermarkt

In den Elzer Anlagen fand das Anlagenfest des Verschönerungsvereines sowie der 2. Kunsthandwerkermarkt statt. Deutlich weniger Besucher als in den letzten Jahren kamen hoch in die grünen Anlagen. Doch ein Besucher bemerkte, dass er es sehr positiv fände, dass die Elzer wenigstens zum Essen kämen und somiti hre Unterstützung zeigten. In anderen Gemeinden ginge bei solch einem Wetter niemand vor die Türe zu einer Veranstaltung.
Zum Kunsthandwerkermarkt kamen 12 Aussteller mit Genähtem, Arbeiten aus Papier, gedrechselten Stiften oder selbst gestaltete Schilder mit lustigen Sprüchen. Das Angebot war sehr vielfältig und interessant. Musikalisch sorgte der Musikverein Weidenhahn für Stimmung und der MGV Frohsinn brachte ein paar Lieder dar.

Musik im Wandel der Zeit

Unter dem Titel „Musik to go trifft Geschichte“ lud die Stadt Montabaur und das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz in die Innenstadt ein. Sie feierten zum einen 725 Jahre Stadtrecht Montabaur sowie 25 Jahre Landesmusikgymnasium. An acht verschiedenen Orten in den Stadt erfuhren die Besucher etwas über die Geschichte der Stadt und hörte dazu passende Musikstücke. Die geschichtlichen Daten erarbeiteten und präsentierten 14 Schüler des Geschichts-Leistungskurses des Gymnasiums.
Rund sechs Monate steckten alle in die Vorbereitungen dieses Tages. Die Vorträge dauerten jeweils 15 min, so dass dazwischen genügend Zeit bestand, die Örtlichkeit zu wechseln. Ebenfalls standen zwei Bimmelbahnen bereit, die die Besucher von Punkt zu Punkt transportierten. Es war toll, wie die Musik durch die Gassen klang.

Es waren alles drei tolle Veranstaltungen und sie hätten auf alle Fälle mehr Besucher verdient. Doch bei den kühlen Temperaturen und dem ständigen Regen gingen die Leute entweder erst gar nicht vor die Haustür oder sie blieben nicht so lange bei einer Veranstaltung.

Ausführliche Berichte zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es die Tage in der NNP.

Heike Lachnit

Freie Journalistin und Texterin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.