23 Rettungsdiensteinsätze in der Silvesternacht

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Mit 23 Rettungsdiensteinsätzen hatte die für den Brand-, Katastrophenschutz und den Rettungsdienst zuständige Zentrale Leitstelle des Landkreises Limburg-Weilburg in der Silvesternacht im
Vergleich zum Vorjahr fast ein gleichhohes Einsatzaufkommen zu verzeichnen.

Landrat Michael Köberle und Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer danken der Landkreisbevölkerung für umsichtigen Umgang in der Silvesternacht. „Zum Jahreswechsel haben die Freiwilligen Feuerwehren und auch der hauptamtliche Rettungsdienst mitunter die arbeitsreichste Nacht“ sind sich Landrat Michael Köberle und der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer einig.

23 Einsätze

Glücklicherweise musste nicht zu jedem der Anrufe ein Rettungswagen, der Notarzt oder die Feuerwehr entsandt werden, vielmehr konnte dem hilfesuchenden Bürger Auskunft erteilt oder dieser an die für sein Anliegen zuständige Stelle, wie zum Beispiel an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, oder an die Polizei verbunden oder vermittelt werden.

23 Einsätze, zwei weniger wie im Vorjahr, hatten die hauptamtlichen Mitarbeiter der vom Landkreis Limburg-Weilburg für den Rettungsdienst und Krankentransport beauftragten Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Limburg und Oberlahn und des Malteser Hilfsdienstes abzuarbeiten.
Dazu mussten die Rettungsdienste Aufgrund der gebotenen Dringlichkeit bei acht Einsätzen mit Blaulicht und Martinshorn, davon vier Mal mit Unterstützung des Notarztes, ausrücken, um Verletzten oder plötzlich erkrankten Bürgern kompetent und schnell Hilfe zu leisten. Wie in den Jahren zuvor, wurden aber auch einige Einsätze durch den übermäßigen Genuss von Alkohol oder durch Verletzungen nach dem unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern ausgelöst. Auch nach einem Motorradunfall galt es Hilfe zu leisten.

122 Einsatzkräfte gefordert

Insgesamt waren zu Silvester 122 Einsatzkräfte aus elf Freiwilligen Feuerwehren bei sechs Alarmen gefordert. Aufmerksame Bürger verhinderten mitunter größere Schäden. Dennoch hatten die Freiwilligen Feuerwehren eine unruhige Nacht. Eine Gemeinschaftsunterkunft in Weilburg-Waldhausen musste nach einem Brand in der Unterverteilung der Stromversorgung evakuiert werden, in Löhnberg verhinderte die Nachbarschaft die Ausbreitung eines Brandes auf einem Balkon, so das Resümee von Kreisbrandinspektor Georg Hauch.
Noch in den letzten Stunden des alten Jahres musste die Feuerwehr Elz zum Brand einer größeren Gartenhütte ausrücken.

In der Limburger Werkstatt brannte eine Mülltonne welche durch die Feuerwehr Limburg abgelöscht wurde. In Weilburg-Waldhausen kam es in einer Gemeinschaftsunterkunft aus bislang
ungeklärten Gründen zu einem Schmorbrand in einer Elektrounterverteilung, sodass die technische Infrastruktur des Gebäudes nicht mehr zu nutzen war. Die 25 anwesenden Bewohner konnten noch kurzfristig vor Mitternacht durch die Feuerwehren Waldhausen, Ahausen und Weilburg mit Mannschaftsbussen auf Pensionen verteilt werden. Ein Teil kam zudem bei Bekannten in der Umgebung unter.

Die Feuerwehren Löhnberg, Niedershausen und Weilburg hatten gegen 00:40 Uhr den kreisweit ersten Feuerwehreinsatz im neuen Jahr zu verzeichnen. Durch die aufmerksame Nachbarschaft wurde der Brand auf einem Balkon in der Löhnberger Wallstraße gemeldet. Durch das beherzte Eingreifen derselben wurde ein, vermutlich durch einen Feuerwerkskörper, in Brand geratener Tisch noch vor dem Eintreffen derFeuerwehr abgelöscht und der entstandene Gebäudeschaden damit Gering gehalten werden.
Gegen 01:40 Uhr brannte ein Schuppen in der Wohnbebauung „In der Rahmschauer“ in Steeden. Die alarmierten Feuerwehren Steeden und Runkel-Schadeck hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Bei Sichtweiten gleich gegen Null machten sich die Feuerwehren Staffel und Limburg gegen 2 Uhr nach einer Alarmmeldung durch eine Brandmeldeanlage zu einer Baustoffhandlung nach Staffel. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass der Starknebel in der Lahnniederung die Brandmeldeanlagentechnik in einer offenen Lagerhalle als Brandrauch detektiert hatte und somit den Fehleinsatz verursacht hatte.

Erste Auswertung Jahresstatistik

„Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren, dem Technisches Hilfswerk, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, von Notfallseelsorge, Deutschem Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst wie auch der hauptamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienst und von der Zentralen Leitstelle sahen sich im Jahre 2019 einem anspruchsvollen Einsatzaufkommen gegenüber“, so Jörg Sauer, der für den Brand-, Katastrophenschutz und den Rettungsdienst zuständigen Dezernent und Erste Kreisbeigeordneten.
Erste Auswertungen der Jahresstatistik 2019 im Bereich Brandschutz lassen darauf schließen, dass die rund 2.700 ehrenamtlich tätigen Angehörigen aus den 103 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis bei über 2.300 Einsätzen im Bereich Brandschutz und der Allgemeinen Technischen Hilfe tätig werden mussten. Im Vergleich zum Vorjahr 2018 sind dies glücklicherweise rund 450 Einsätze weniger, jedoch ist die Anzahl an Menschenrettungen aus akuten Notlagen von 162 in 2018 auf 179 Personen in 2019 angestiegen.

Wie im bundesweiten Trend, sind auch im Landkreis Limburg-Weilburg zunehmende Einsatzzahlen im Bereich des Rettungsdienstes zu verzeichnen. Mit einer Steigerung von gut 1.500 Einsätzen waren in 2019 rund 18.400 Alarmierungen für den Rettungsdienst erforderlich, davon 4.650 Notarztbegleitet. Entsprechend mehr hatten auch die Mitarbeiter der Zentralen Leitstelle mit 105.700 Anrufen zu bewältigen. Landrat Michael Köberle wie auch Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer sind stolz darauf, gut aufgestellte wie auch motivierte Ehren- und Hauptamtliche Mitstreiter im
Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im Landkreis Limburg-Weilburg zu wissen. „Es muss daher alles dafür getan werden, die Systeme flächendeckend im Landkreis aufrecht zu erhalten und Verbesserungen, so notwendig, herbeizuführen.“

Auch ich möchte an dieser Stelle allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Rettungskräften für ihr Engagement danken!!!


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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