Adventskonzert Niederzeuzheim „Macht hoch die Tür“

Oftmals fehlt es in der Vorweihnachtszeit an Besinnlichkeit. Vielmehr ist diese Zeit häufig von Hektik und Stress geprägt. Eine schöne Einstimmung auf den Advent ist daher immer das Adventskonzert in Niederzeuzheim.

Kerzenlicht erhellte die Kirche. An jeder zweiten Bank war eine Kerze angebracht und sorgte für warmes, wohliges Licht. Die Kirche war gut besucht zum Adventskonzert und für 90 Minuten ermöglichte es ein Innehalten und Besinnen.

In seinen Begrüßungsworten benannte es Pfarrer Stefan Müller sehr treffen: „Musik und Gesang berühren uns nochmal mehr als das gesprochene Wort, man kann es nicht immer benennen, aber spüren.“ Und dies beschreibt das Konzert sehr gut. Die Beiträge der Chöre sowie der Musikfreunde Westerwald berührten, auch wenn diese Gefühle nicht immer mit Worten zu beschreiben sind. Und so gab es eine Vielfalt an kirchlicher und weltlicher Chorliteratur sowie Stücken aus der rockigen Weihnacht zu hören. Von „Maria durch ein Dornwald ging“ zu „Jul, Jul, Stralande Jul“, von „Resonet in laudibus“ zu „Wonderful dreams“ befanden sich die Zuhörer mitten in der Weihnachtszeit.

Mit einem Processional March, an dem Posaune, Tuba, Trompete und Tenorhorn beteiligt waren, begann das Adventskonzert. Mit diesem Marsch fand die Woche des Gebets ihren Abschluss, bevor in den Advent übergeleitet wurde. Den Auftakt des Adventskonzertes machte der Kirchenchor Cäcilia unter Leitung von Maximilian Schmidt.

Kirchenchor Cäcilia

Danach folgte der MGV Liederkranz Niederzeuzheim unter Leitung von Jürgen Faßbender sowie der gemischte Chor Lautstark unter Leitung von Jonas van Baaijen. Nach den Chorbeiträgen folgte das Blasorchester der Musikfreunde Westerwald unter Leitung von Kai Tobisch.

MGV Liederkranz Niederzeuzheim
Gemischte Chor Lautstark

Zwischen den einzelnen Chören gab es immer wieder textliche Impulse, die auch zum Nachdenken anregten. So sei das Konzert überschrieben mit den Worten „Macht hoch die Tür.“ Der Advent hat viel mit Türen zu tun. Die Welt schließt die Menschen nicht ein, sondern durch Türen können die Menschen ins Freie treten. Doch es ginge dabei nicht nur um die Türen aus Holz, Glas und Stein. Im Advent ginge es auch um die inneren Türen, die Türen zum Herzen. Oder auch die Frage, worauf wir Jahr um Jahr, Tag um Tag warten würden? Warten wir auf jemanden oder wartet sogar jemand auf uns? Diese Impulse waren ein sehr interessantes Zwischenstück, getragen von der Musik dazwischen.

Musikfreunde Westerwald

Am Ende traten nochmal alle zusammen auf und auch die Zuhörer waren zum Mitsingen eingeladen. Gemeinsam wurde „In das Warten dieser Welt“ von Felix Mendelssohn gesungen.
Der Eintritt zu dem Konzert war frei. Aber alle Akteure baten am Ende um eine Spende. Diese geht zu gleichen Teilen an das Hospiz in Hadamar sowie die Hungerhilfe in Jemen. Pfarrer Müller bedankte sich schon im Vorfeld für die Spenden: „So sieht Teilen aus – hier und in der Welt.

 

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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