Am 1. März haben die Waldbrunner die Wahl

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Am 1. März wählen die Waldbrunner Bürger einen neuen Bürgermeister. Drei Kandidaten stehen zur Wahl für dieses Amt. 

Neben dem Amtinhaber Peter Blum (43) kandidieren auch Steffen Droß (52) und Robeer Steinerbrunner (43) als Bürgermeister in der 6000-Einwohner-Gemeinde. Alle drei treten parteilos an. Mit allen drei Kandidaten sprach ich darüber, welche Probleme es in der Gemeinde gibt, und welches ihre Ziele sind.

Amtsinhaber Peter Blum

Seit sechs Jahren ist Peter Blum Bürgermeister in Waldbrunn. Er kommt aus dem Ortsteil Lahr und tritt unter dem Slogan „Ein Waldbrunner für Waldbrunn“ an. Angefangene Projekte möchte er weiterführen und schauen, was aus ihnen wird. Zudem möchte er einen Blick auf die Entwicklung der Dorfkerne werfen und schauen, wie diese zukünftig für ein lebenswertes Waldbrunn gestärkt werden können. Zum Artikel über Peter Blum

Steffen Droß

Steffen Droß wird als unabhängiger Kandidat von den Waldbrunner Parteien CDU, SPD und Bürgerliste unterstützt. Der in Greifenstein wohnende Steffen Droß arbeitet seit über 20 Jahren in der Verwaltung von Mengerskirchen. Er möchte die Verwaltung stärken, diese aber mit einer modernen EDV transparent für die Bürger machen. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung, den Parteien sowie den Ortsbeiräten soll gestärkt werden. Er möchte das Potential der Gemeinde ausbauen. Zum Artikel über Steffen Droß

Robeer Steinerbrunner

Der in Villmar wohnende Robeer Steinerbrunner ist der dritte Kandidat um das Bürgermeisteramt. Er möchte die Bürger – von den Jugendlichen bis hin zu den Senioren- stärker beteiligen. Daher tritt er auch an mit dem Slogan „Gemeinsam gestalten statt verwalten“. Zudem möchte er Waldbrunn kinder- und familienfreundlicher gestalten, damit nicht so viele Menschen ohne Perspektive die Gemeinde verlassen. Zum Artikel über Robeer Steinerbrunner

Kommentar: Wechselstimmung?

Die beiden Kandidaten, welche gegen den amtierenden Bürgermeister Peter Blum antreten, sprachen beide von einer Wechselstimmung in der Gemeinde, während Peter Blum selbst davon nichts spüren würde. Aber alleine der Umstand, dass sich die drei Fraktionen aus Waldbrunn hinter einen eigenen Kandidaten stellen, zeigt an, dass zumindest auf politischer Ebene ein Wechsel gewünscht ist. Umso erstaunlicher ist dies, wenn man die drei Fraktionen in der Gemeindevertretersitzungen der letzten Monate sah, in denen sie sich sehr oft uneins waren und heftig diskutierten. Es schien manchmal kaum möglich, dass sie einen gemeinsamen Nenner finden und viele Entscheidungen wurden nur mehrheitlich, aber nicht einstimmig beschlossen.

Häufig wurde kritisiert, dass sich Prozesse zu lange hinziehen und es keine Informationen über den Sachstand gibt oder etwas nicht in die Gänge kommt. Bürgermeister Blum hingegen verwies darauf, dass häufig die Erwartungshaltung an eine so kleine Verwaltung zu groß sei und manche Dinge eben ihre Zeit bräuchten.
Am 1. März liegt es an den Bürgern von Waldbrunn, wenn sie zukünftig als Bürgermeister haben wollen. Sie haben mit ihrer Wahl die Entscheidung, wie es in den nächsten sechs Jahren weitergeht. Und die Fraktionen haben diese Entscheidung dann zu respektieren und müssen mit dem gewählten Bürgermeister zusammenarbeiten – egal, ob es ihr Kandidat wird oder nicht.

Am 1. März ist die Bürgermeisterwahl in Waldbrunn. Falls keiner der Kandidaten die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für sich erhält, gibt es zwei Wochen später eine Stichwahl. Am Aschermittwoch, 26. Februar, veranstaltet die NNP eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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