Andenken an die NS-Opfer in Weilmünster soll weiterhin bewahrt werden

Pressemitteilung – Anfang der Woche meldeten sich die Rhein-Main-Regionalgruppe “Gegen Vergessen – Für Demokratie” mit einem Aufruf, welcher darauf aufmerksam machte, dass der Schauplatz von NS-Verbrechen nicht missbraucht werden darf. Vitos Weil-Lahn steht zu seiner Verantwortung, ein würdiges Gedenken auch in Zukunft am Standort Weilmünster sicherzustellen. 

Die Organisatoren des Aufrufs kritisierten Pläne für eine mögliche zukünftige Nutzung des Klinikgeländes in Weilmünster. Darauf reagierte die Vitos Weil-Lahn und gab bekannt, dass das Andenken an die NS-Opfer in Weilmünster auch weiterhin bewahrt werden soll.

Historische Erbe in die Zukunftsentwicklung des Klinikstandortes mit einbeziehen

Mit der Einrichtung der Steuerungsgruppe zur Nachnutzung des Vitos Geländes im Verlauf des Jahres 2020 hat Vitos Weil-Lahn einen ersten wichtigen Schritt gemacht, um eine mögliche Zusammenlegung der Vitos Kliniken in Weilmünster mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg aktiv im Interesse von Weilmünster zu begleiten. Vitos Weil-Lahn ist auch bei diesem möglicherweise stattfindenden Veränderungsprozess des Klinikgeländes in Weilmünster die Verantwortung für das Andenken der hier im Nationalsozialismus ermordeten Menschen ein wichtiges Anliegen.

Daher wird die besondere Geschichte des Standortes bei der Zukunftsentwicklung mit einbezogen. Zum Thema Gedenken und Erinnerung ist Vitos Weil-Lahn bereits im Gespräch mit der Gedenkstätte Hadamar Vitos Weil-Lahn steht zu der Verantwortung für ein würdiges Gedenken an die Opfer der NS-Zeit in der „Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster“ und trägt dafür Sorge, dass es auch in Zukunft angemessenen Raum findet. Es ist daher selbstverständlich, dass die Erinnerung an die ermordeten Menschen in das Nachnutzungskonzept integriert wird.

Mit dem Nachnutzungskonzept beschäftigt sich eine Steuerungsgruppe. Sie setzt sich in dieser frühen ersten Phase aus einem Gremium aus Kommunalpolitik, Vitos Geschäftsleitungen und weiteren lokalen Persönlichkeiten zusammen. Moderiert wird die Gruppe bisher von Dr. Ulrich Wendt von Bischof & Partner aus Limburg, einem Ingenieurbüro für Regionalentwicklung und einem sehr erfahrenen Berater in solchen Veränderungsprozessen. Als Berater für Fachfragen für die zu erstellende Machbarkeitsstudie steht außerdem Dipl.-Ing. Architekt Holger Zimmer von A-Z Architekten aus Wiesbaden zur Seite.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.