Anstieg Müllgebühren sowie fehlender bezahlbarer Wohnraum

Die Müllgebühren sollen in 2024 um sechs Prozent pro Person steigen. Das  „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Landkreis Limburg-Weilburg“ fordert mehr sozialen Wohnraum im Landkreis. 

Anstieg Müllgebühren

Der Ausschuss für Umwelt, Energieversorgung, Klima und Landwirtschaft des Kreistags hat sich mit der Kalkulation der Abfallgebühren für 2024 befasst und empfiehlt dem Kreistag eine einstimmig Annahme. Die Müllgebühren für die Haushalte im Landkreises Limburg-Weilburg steigen im kommenden Jahr um rund sechs Prozent. Statt jährlich bisher 61,44 Euro für jede veranlagte Person werden 65,16 Euro fällig – ein Plus von 3,72 Euro. Stabil bleibt die Gebühr pro Liter zur Verfügung gestelltes Behältervolumen für den Restabfall  – hier zahlen die Haushalte weiterhin 60 Cent pro Liter. Für Bio- und Restabfallzusatzgefäße erhöhen sich die Gebühren ebenfalls leicht. Der moderate Anstieg der Abfallgebühr ist nötig wegen der gestiegenen CO2-Bepreisung (plus 670.000 Euro) und dem gesunkenen Erlös aus der Altpapiervermarktung (minus 473.000 Euro). Somit stehe der Abfallwirtschaft mehr als eine Million Euro weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Via NNP-WT

Fehlender bezahlbarer Wohnraum

Das  „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Landkreis Limburg-Weilburg“ fordert sozialen Wohnraum. Zu dem Bündnis gehören die Kreisorganisationen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Deutschen Mieterbunds und des Vereins „Frauen helfen Frauen“. Sie fordern mehr bezahlbaren Wohnraum. Laut einer Wohnraum-Studie des gemeinnützigen Pestel Instituts aus Hannover fehlen im Landkreis bis zum Jahr 2027 rund 900 Wohnungen zum Quadratmeterpreis von 8,50 Euro. Besonders betroffen seien Alleinerziehende, ältere Menschen, aber auch Familien mit Kindern und Studierende. Weitere interessante zahlen: 62 Prozent der Familien mit mindestens sechs Köpfen leben in zu beengten Wohnverhältnissen, während gleichzeitig 27 Prozent der Alleinstehenden – mehr als jeder Vierte also – in einem Einfamilienhaus leben. Wie wäre es mit einem Tausch? In jedem Fall besteht dringender Handlungsbedarf im Landkreis, die Politik ist gefragt. Via NNP-WT

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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