Auf in die Bütt – ein etwas anderer Rückblick

Am Samstag luden die Rotjacken Elz zu ihrer ersten Kappensitzung ein. Am 27. Januar findet die zweite Sitzung statt. Diese Sitzung veranlasste mich zu einer eigenen Büttenrede.

Die Fassenacht ist immer wunderbar
ist sie nur einmal im ganzen Jahr
entstanden wider die Obrigkeiten
lässt sich die feine Kritik kaum vermeiden.

Die närrische Zeit, in der alles gesagt werden darf,
auf den Bühnen muss niemand bleiben brav.
Dabei kann wirklich jeder eins abbekommen
Jede Handlung wird unter die Lupe genommen.

Der Bürgermeister wurde betrunken im Auto erwischt
Die vorlaute Tochter babbelt den Vater unter den Tisch,
Der Nachbar wollte eine Schönheits-OP,
dabei tat ihm nur sein Alter weh,
eine Brücke, die wird weggerissen,
damit die Elzer nicht mehr nach Offheim müssen.

Politik und Abstimmungen in die Bütt kommen,
Entscheidungen werden satirisch auf den Arm genommen,
Zur munteren Erheiterung
Wirbeln die Tanzgruppen rum.
Witze und Lacher auf Kosten anderer gemacht,
ja das ist die Fassenacht.

Ich kann sehr gut über mich selber lachen,
bin nicht unfehlbar, schreibe auch komische Sachen.
So las Nicola vom Rauchclub gerne vor,
wo ich in meinen Artikeln den Faden verlor.

Ich gab für manch eine Sitzung Steilvorlagen,
ihr braucht nur nach der Prinzenkürung zu fragen
So stand zu lesen hinterher
Wie die Kürung gewesen wär`,
„Wenn wir es machen, dann nur zusammen“,
erzählte mir das Prinzenpaar ganz unbefangen,
Neugierig sind die Schupbacher gewesen,
wie sei es denn sonst im Bett gewesen?

Dass gehört mit dazu, lach ich mit, bin dabei,
habe Freude daran, ist mir nicht einerlei.
Doch gibt es ein zu viel an der Kritik?
Darf ich wirklich alles, gibt es kein zurück?

Bei mir war die Grenze überschritten,
denn es wurde darauf herumgeritten,
wurde Frust an mir abgebaut,
fand ich es nicht witzig, und überhaupt

Frust war da, man sei nicht in der Zeitung gewesen,
statt zu meckern hilft da nur lesen,
denn ich erinnere mich und weiß es noch,
habe geschrieben über die Rotjackensitzung in der ersten Januarwoch

Wer wüsste, ob was in der Zeitung steht,
ob der Witz auch auf dem Papiere geht,
Montag sei schön und bitte nicht nur schlecht,
eine gute Kritik wär´ sehr recht.

Frust hin und her, man kann drüber schimpfen,
die Narrenschar mit simplen Witzen impfen,
Den Ärger über das Design mit meinem Namen verbunden,
die Narrenschar sich vor Lachen um den Stuhl gewunden,

Doch wer mich in meiner Arbeit kennt,
dass mein Herz mit Leidenschaft für das Lokale brennt,
der stimmt mir zu, das war nicht famos,
dieser Witz ging mächtig nach hinten los,

Insgesamt der Funke nicht zündete, es fehlte Elan,
so dass ich die Sitzung als mühsam empfan´,
Nichts desto trotz habe ich Fotos gemacht,
und euch zum Anschauen mitgebracht.

Viel Spass damit und ein dreifach donnerndes Helau,
wir sehen uns die Tage noch in einem anderen Bau.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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