Ausbildungsmarkt unter Druck sowie Hilfe für Pflegebedürftige

Dem Ausbildungsmarkt im Landkreis Limburg-Weilburg fehlt Nachwuchs. 169 Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt. Pflegebedürftige, die Hilfe z.B. im Haushalt benötigen, erhalten einen Entlastungsbetrag. 

Ausbildungsmarkt unter Druck

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Limburg-Weilburg steht unter Druck, weil der Nachwuchs fehlt. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hin. Im Landkreis gibt es 169 unbesetzte Ausbildungsstellen, 11 davon im Gastgewerbe. „Wir haben einen Azubi-Mangel. Gleichzeitig haben in Hessen 21 Prozent der 20- bis 34-Jährigen keinen Berufsabschluss. Ein Phänomen, das auch viele junge Menschen in Limburg-Weilburg betrifft. Sie haben damit nicht die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt“, so Hendrik Hallier, Geschäftsführer der NGG Rhein-Main, und beruft sich dabei auf Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Die Gewerkschaft befürchtet einen „gefährlichen Trend“. Jugendliche, die maximal einen Hauptschulabschluss haben, schafften immer seltener den Sprung in eine Ausbildung. „Es kommt darauf an, dass diese Jugendlichen intensiver gefördert werden. Sie müssen für eine Ausbildung fit gemacht werden“, so Hallier. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Unternehmen sollten bei der Ausbildungsförderung von Jugendlichen deshalb jetzt in den Turbogang schalten. Betriebe sollten auf „Azubi-Lotsen“ setzen. „Die müssten sich aktiv darum kümmern,
überhaupt erst einmal an junge Menschen heranzukommen und sie für eine Ausbildung zu begeistern. Wenn Jugendliche beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen haben, kann das für den Betrieb auch bedeuten, drei Jahre lang Nachhilfe anzubieten. Denn das Pensum, das die Berufsschulen haben, überfordert viele junge Menschen“, sagt Hendrik Hallier. Die Wirtschaft im Kreis müsse sich für das neue Ausbildungsjahr besser präparieren. Es sei grundsätzlich notwendig, mehr für den Job-Nachwuchs zu tun. Ab diesem Sommer gebe es für Jugendliche Rückenwind aus Berlin. „Der Bundestag hat eine Ausbildungsgarantie beschlossen. Ab August haben junge Menschen damit Anspruch auf eine Ausbildung. Wer keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb findet, bekommt das Recht auf eine außerbetriebliche Ausbildung“, sagt Hendrik Hallier. Die NGG Rhein-Main spricht sich für eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie aus. „Dabei zahlen alle Betriebe in einen Fonds ein. Wer ausbildet, bekommt dann aus diesem Ausbildungstopf einen Großteil der Kosten erstattet – etwa für die Vergütung, die Azubis bekommen“, erklärt Hendrik Hallier. Via Pressemitteilung NGG Rhein-Main

Hilfe für Pflegebedürftige

Wenn man nicht mehr so kann, leidet zuerst der Haushalt darunter. Damit Pflegebedürftige Hilfe erhalten können, gibt es den Entlastungsbeitrag von 125 Euro pro Monat, um Pflegebedürftige in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen und Unterstützung im Haushalt zu finanzieren. Der Pflegestützpunkt Limburg-Weilburg weiß, dass der Bedarf groß ist. Über 1.300 Anfragen gab es im letzten Jahr. Und die häufigste Nachfrage ist nach Hilfe im Haushalt. Nur gibt es nicht genügend Dienstleister, um diese Nachfragen zu bedienen. Dafür gibt es die Nachbarschaftshilfe. Die kann jeder leisten, der einen Erste-Hilfe-Kursus und ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge vorweisen kann. Also auch die Nachbarin, die der Pflegebedürftigen sowieso schon im Haushalt hilft. Und es gibt schon zahlreiche Nachbarschaftshelfer im Landkreis. Nur wissen Pflegebedürftige selten, dass es diesen Entlastungsbeitrag gibt und sie Anspruch auf diese Hilfen haben. Via NNP-WT

Weitere Nachrichten

Im September gab es eine Zusage, dass die Nepomuk-Brücke in Hadamar ein Geländer bekommt, doch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung wurde noch nicht erteilt. Am Donnerstagabend gab es Mahnfeuer der Landwirte.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert