Austritte Kirche sowie Vorgaben für die Altstadt

Das Bistum Limburg hat im Jahr 2022 eine Rekordzahl an Katholiken verloren. Bischof Georg Bätzing will seinen Kurs dennoch beibehalten. Die Stadt Limburg möchte Vorgaben für die Altstadt machen, die Regeln befinden sich in der parlamentarischen Diskussion. 

Austritte Kirche

Das Bistum Limburg hat seine Statistik veröffentlicht, welche zeigt, dass viele Menschen das Vertrauen in die Kirche verloren haben. Zum Stichtag, 31. Dezember 2022 lebten im Bistum Limburg insgesamt 539.135 Katholiken. Das sind 21.642 weniger als Ende 2021. Mit 14.951 Frauen und Männern ist im vergangenen Jahr auch die Zahl derer um 3.265 gestiegen, die aus der Katholischen Kirche ausgetreten sind. Bischof Georg Bätzing findet die Zahlen alarmierend, dennoch möchte er die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschließen. Dennoch möchte er den Menschen weiterhin mitteilen, dass die Kirche an ihrer Seite steht. Die Austritte finden häufig in den Kommunen ohne Abgabe von Gründen statt, so dass das Bistum nicht sagen kann, warum die Menschen der Kirche den Rücken zukehren. Manche äußern ihre Unzufriedenheit mit dem Weg der Kirche, dennoch möchte der Bischof den eingeschlagenen Weg weitergehen. Die Menschen müssten den neuen Weg kennenlernen und neues Vertrauen entwickeln. Via NNP-WT

Vorgaben für die Altstadt

In den kommunalen Gremien werden aktuell Vorgaben für die Altstadt Limburg diskutiert. Welche Vorgaben dürfen gemacht werden, was geht eventuell zu weit? Bereits jetzt redet der Denkmalschutz schon mit, wenn es um Gebäude in der Altstadt geht. Nun legt die Stadt eine Gestaltungssatzung vor mit Geboten und Verboten. Der Ortsbeirat wünscht eine weitere Beratung, da es noch Klärungsbedarf gibt. Unter anderem steht in der Vorlage, dass Solardächer nur im Einzelfall erlaubt sind, weil grundsätzlich erst einmal verboten, Satellitenschüssel sollen möglichst unters Dach. Auch Gastronomen kriegen detaillierte Vorgaben gemacht, wie ihre Markisen auszusehen haben. Für die SPD-Fraktion ist das generelle Solarverbot nicht mehr zeitgemäß, zumal das Land Hessen auch Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden ermöglicht. Der CDU ist die Satzung in Teilen zu detailliert und damit zu tiefgehend. Nächste Woche steht das Thema im Bauauschuss auf der Tagesordnung. Via NNP-WT

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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