Bauantrag für Grill- und Umwelthütte auf den Weg bringen

Kurzzeitig schien das Thema nochmal hitzig zu werden, aber am Ende gab es eine mehrheitliche Entscheidung für eine Grill- und Umwelthütte. Die Gemeinde soll nun den Bauantrag auf den Weg bringen. Dem Ganzen ging eine dreijährige Beratungs- und Planungsphase voraus. 

Der Plan für eine Grill- und Umwelthütte im Elzer Wald ist bereits länger bekannt, aber irgendwie ging es nicht voran. Im Laufe der Diskussionen gab es immer wieder neue Vorschläge und Varianten. In der letzten Bauauschuss-Sitzung gab es daher aus dem Gremium die Hausaufgabe an die Gemeinde, für vier Varianten die Kosten und Zuschüsse zusammenzutragen. Die Gemeinde hat ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht. Der Ausschuss konnte mit den Daten über das Projekt abstimmen und damit kann der Bauantrag auf den Weg gebracht werden.

Dreijährige Prozess

Im Haushalt stehen für das Projekt 300.000 Euro. Bis vor kurzem waren aber mögliche Förderungen noch unklar. Dafür konnte die Gemeinde nun konkrete Zahlen vorlegen. Entscheidet sich die Gemeinde für einen zweigeschossigen Bau mit einem extra Schulungsraum, würde sie aus dem europäischen Förderprogramm LEADER eine volle Förderung erhalten. Fehlt in dem neuen Gebäude ein Schulungsraum, gibt es nur eine 75prozentige Förderung des Vorhabens. Und so ist das zweitteuerste Projekt (Variante 1, wie im Bild dargestellt) durch die volle Förderung am Ende für die Gemeinde das günstigste Projekt.

Petra Bertram (Bürger für Elz) sah keine Notwendigkeit für einen Schulungsraum. Wenn Kindergarten und Schulklassen vormittags die Hütte nutzen, fänden dort keine Feiern statt. Die Materialien könnten dann weggeschlossen werden. Wenn abends und am Wochenende Feiern stattfinden, benötigt niemand den Schulungsraum. In ihren Augen werde das Projekt immer größer und größer und vom Ursprungsgedanken sei am Ende nichts mehr übrig. Unterstützung erhielt sie bei dieser Kritik von ihrem Kollegen Heiner Egenolf.

Keine Diskussionen mehr über die Zahlen

Auch Thomas Lang (SPD) befinde sich in einem Zwiespalt. Am Anfang sollte eine neue Grillhütte her, weil das Vorhaben etwa 5.000 Euro teurer gewesen wäre, als die Sanierung des bestehenden Grillplatzes. Um einen Zuschuss zu erhalten, kam die Idee einer Grill- und Umwelthütte auf. Jetzt koste das Projekt das drei- bis vierfache mehr, als wie am Anfang geplant war. “Wir bauen die teuerste Variante mit Hoffnung auf den höchsten Zuschuss”, so Lang. Eigentlich müsste das Projekt bei der aktuellen Entwicklung der Baukosten zurückgestellt werden, so seine Meinung. Am Ende stimme er jedoch mit Bauchschmerzen zu, da nicht bekannt ist, ob es im nächsten Jahr über LEADER auch noch so hohe Zuschüsse gibt.

Frank Zei (SPD), Vorsitzender Bau- und Umweltausschuss, rief dazu auf, nicht mehr über die Zahlen zu diskutieren. Beim letzten Mal gab es Hausaufgaben für die Gemeinde, die hat sie zur Zufriedenheit erfüllt. Nun muss endlich eine Abstimmung erfolgen, um den Bauantrag zu stellen. Und da plädiere er dafür, die billigste Lösung für die Gemeinde zu wählen. Die Vertreter von CDU und SPD folgten dem Anliegen und stimmten mit fünf Stimmen für Variante eins. Die zwei Vertreter der Bürgerliste stimmten für Variante drei ohne Schulungsraum.

Neben dem Fakt, dass sich die Gremienmitglieder nun für eine Variante entschieden haben und diese als Beschlussfassung der Gemeindevertretersitzung am 2. Mai vorlegen, kamen alle zur Erkenntnis, ihre Arbeitsprozesse in Zukunft zu optimieren. Anstatt sich in den immergleichen Diskussionen im Kreis zu drehen, soll diese Methode der Variantenprüfung auch für zukünftige Projekte Anwendung finden, um schneller voranzukommen.

Weiteres Thema im Bau- und Umweltausschuss war eine mögliche Wohnbebauung auf dem Areal des Rolli SB Möbelmarktes.

Danke für das Bild des Projektes an den Entwurfsverfasser Kai Schönberger.

Wer mehr zu den Plänen zur Grill- und Umwelthütte lesen möchte, kann dies hier im Beitrag tun.

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

2 thoughts on “Bauantrag für Grill- und Umwelthütte auf den Weg bringen

  • 30. April 2022 um 11:43
    Permalink

    Hallo Frau Lachnit,

    Sie schreiben in dem Artikel zur Grill- und Umwelthütte, dass Frau Bertram (Bürger für Elz) eine Notwendigkeit für einen Schulungsraum sieht.
    Sie hat sich aber meiner Meinung nach gegen diesen zusätzlichen Schulungsraum ausgesprochen, es müsste doch dann eher heißen Frau Betram sieht KEINE Notwendigkeit, oder?!

    Viele Grüße
    Thomas Braun

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