Besser zur Schule, Stadtlinienkonzept Limburg und Steuererhöhung in Dornburg

Als erste Schule im Landkreis Limburg-Weilburg hat das Philippinum in Weilburg einen Schulmobilitätsplan erarbeitet. Mit dem sollen die Schüler besser zur Schule kommen. Ab 2025 soll ein neues Stadtlinienkonzept Limburg mit seinen Stadtteilen noch besser verbinden. Die Gemeinde Dornburg erhöht die Steuern, um mehr Planungssicherheit zu bekommen. 

Besser zur Schule

Ende 2020 startete Landrat Michael Köberle (CDU) das Projekt „Besser zur Schule“. Im Ansatz geht es darum, den Verkehr um die Schulen zu beruhigen. Aber auch darum, die Schadstoffe im Luftumfeld zu reduzieren und vorhandene Schulwegsicherungskonzepte weiterzuentwickeln. Unterstützung gibt es dabei durch das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement des Landes Hessen, das bei der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) angesiedelt ist. Unter dem Motto „Besser zur Schule“ erarbeiten Schulen, Schulträger und Kommunen gemeinsam integrierte Schulmobilitätspläne. Diese bündeln alle mit Verkehr und Mobilität zusammenhängenden Aktivitäten, Zuständigkeiten, Prozesse und Maßnahmen für eine sichere und selbstständige Mobilität der Kinder und Jugendlichen auf dem Schulweg. An diesem Projekt arbeiteten Limburg, Bad Camberg, Hadamar und Weilburg.

Das Philippinum in Weilburg legte nun als erste Schule einen „Schulmobilitätsplan Plus“ vor und macht damit einen wichtigen Schritt in Richtung sichere und selbstständige Mobilität seiner Schülerschaft. Ein Jahr arbeitete Die Schule mit allen Stellen an diesem Plan. Ein breiter Kreis an Akteuren, bestehend aus Elternvertretung, Schulleitung, Schülern, Verbänden, Verwaltung und Politik, hat im Rahmen einer Ortsbegehung und in begleitenden Workshops rund 35 Maßnahmen entwickelt. Gemeinsam geht es nun in die Umsetzung. Das Ergebnis einer Analysen unterstreicht den Handlungsbedarf. Die Hälfte der Schüler kommen mit Bus und Bahn zur Schule sowie 44 Prozent mit dem Auto. Da 80 Prozent der Schüler mehr als fünf Kilometer von der Schule entfernt wohnen, sind diese auf Bus, Bahn oder Auto angewiesen. Es ist eine komplexe Aufgabe, die Nutzung von Bus und Bahn gegenüber der Autonutzung zu stärken. Wege attraktiver gestalten, eine Elternhaltestelle, etwas entfernt von der Schule sowie Sensibilisierung aller sind Aufgaben, die jetzt angegangen werden. Via Landkreis Limburg-Weilburg

Stadtlinienkonzept Limburg

Bis auf die FDP gab es von allen Stadtverordneten in Limburg nur positive Stimmen für das neue Stadtlinienkonzept, welches ab 2025 in Limburg die Anbindung der Stadtteile an die Kernstadt verbessern soll. Die besseren Anbindungen mit der Stadtlinie sollen auch den Verkehr in der Innenstadt reduzieren. Ein Plus wäre es noch, laut den Grünen, wenn die Dieselbusse durch andere Antriebe ersetzt werden würden. Warum es noch nicht eher in die Umsetzung kam? Weil der Druck durch die Diskussion um Luftschadstoffe und durch die Einführung des 49-Euro-Tickets weiter zunimmt. Die sechs Linien sollen optimiert und um fünf weitere Linien ergänzt werden. Der Ein-Stunden-Takt stadtweit weicht einem 30-Minuten-Takt. Das Wegenetz wird verdreifacht, die Zahl der Busse auch. Die FDP fragt hingegen nach den Kosten und zeigt auf, dass zwei Systeme – also die Stadtlinie und der On-Demand-Service Lahnstar- nicht bezahlbar sind. Aktuell kostet der Stadtverkehr rund 1,33 Millionen Euro. Nach dem neuen Konzept würden die Kosten drei bis zu über vier Millionen Euro pro Jahr betragen. Das Konzept liegt vor, jetzt geht es um die Finanzierung.  Via NNP-WT

Steuererhöhung Dornburg

Für die nächsten zwei Jahre erhöht die Gemeinde Dornburg die Grundsteuern für mehr Planungssicherheit. Dies ist mit der CDU-Mehrheit möglich. SPD und FWG stimmten dagegen. die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe steigt zum 1. Januar 2024 von 300 Prozent auf 338 und im darauffolgenden Jahr auf 376 Prozent. Die Grundsteuer B für Grundstücke wird zum 1. Januar 2024 von 300 auf 351 Prozent und im Jahr 2025 auf 402 Prozent angehoben. Die Gewerbesteuer klettert von 350 auf 362 Prozent und im folgenden Jahr auf 402 Prozent. Anstehende Investitionen sowie einen steigende Kreis- und Schulumlage seien laut Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) Grund für die Erhöhung. Für die FWG ist die „Abzocke“, denn sie sieht keine finanzielle Notlage der Gemeinde. Für die SPD ist dieser Weg „Trickserei“, um ein Haushaltspolster zu generieren. Via NNP-WT

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

One thought on “Besser zur Schule, Stadtlinienkonzept Limburg und Steuererhöhung in Dornburg

  • 30. März 2023 um 16:48
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    Eine Ergänzung: Die Fraktion FDP/Grüne in Dornburg hat sich ebenfalls gegen die Grundsteuererhöhung ausgesprochen.

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