Blitzer für Lindenholzhausen und Forstarbeiten auf dem Schafsberg

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In Lindenholzhausen wird eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage installiert und auf dem Schafsberg beginnen forstliche Arbeiten. Zu beiden Sachverhalten schickte die Stadt eine Pressemitteilung heraus. 

Der Magistrat der Stadt Limburg hat den Auftrag für die Anschaffung und Installation einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage vergeben. Die Anlage wird an der Frankfurter Straße (B8) in Lindenholzhausen errichtet. Dort ist in den Abend- und Nachtstunden die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt worden, um dem Lärmschutz Rechnung zu tragen. Mit Installation, Erdarbeiten und Anschaffung summieren sich die Kosten auf rund 93.500 Euro.

Forstliche Arbeiten auf dem Schafsberg

Nach Angaben von Hessen Forst soll noch in dieser Woche die Rodung des Fichtenbestands auf dem Schafsberg vorgenommen werden. Dies wird mit einem Harvestereinsatz verbunden sein. Der zusammenhängende Fichtenbestand in nordwestlichen Bereich ist nach Angaben der Forstbehörde vom Borkenkäfer befallen und zudem geschädigt. Eine Entnahme des Bestands ist nicht nur aus forstwirtschaftlichen Kriterien notwendig, sondern ist auch Bestandteil des durch die Stadt beauftragten Konzepts für den Schafsberg. Dort wird die Fichte als nicht standortgerecht eingestuft.

Die gerodete Fläche soll noch in diesem Frühjahr mit Laubholzstecklingen bepflanzt werden. Das hängt allerdings noch verschiedenen Faktoren ab. Bis Ende April ist Zeit, um die Stecklinge zu setzen. Ziel ist es, die Pflanzaktion möglichst in Form eines bürgerschaftlichen Engagements vorzunehmen.

Freistellen der Kastanienallee

In der kommenden Woche werden die forstlichen Arbeiten auf dem Schafsberg weitergehen, dann steht die Kastanienallee im Focus. Dort wird es, wie bereits angekündigt, zum Freistellen der Kastanienallee kommen. Die Arbeiten können bis zu einer Woche in Anspruch nehmen. Das Holz der gefällten Bäume soll vor allem als Brennholz vermarktet werden. Wer Interesse daran hat, kann sich mit Revierförsterin Nadine Ströbele während ihrer Sprechstunde donnerstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr unter Tel. (06482) 60 77 17 in Verbindung setzen.

Das Freistellen der Kastanienallee ist nach dem Schafsbergkonzept vorgesehen, um die Lebensbedingungen für die Kastanien zu verbessern. Die Bäume der Allee werden teilweise durch andere Bäume überragt und bedrängt. Diese Bäume, hierbei handelt es sich um Buchen, Ahorn und Eichen, sollen entfernt werden, um eine Vitalisierung der Kastanien zu ermöglichen. Hilfe für die Kastanien ist auch notwendig, da sie unter der Miniermotte leiden, die sich in den vergangenen Jahren auch in Mitteleuropa massiv ausgebreitet hat. Der Schädling befällt die Blätter der Bäume, die frühzeitig „altern“ und abgeworfen werden. Dadurch verschlechtert sich die Nährstoffaufnahme der Rosskastanien. Außerdem leiden die Kastanien noch unter der Trockenheit des vergangenen Sommers.

Die Kastanienallee ist neben der kleineren Lindenallee ein noch sichtbarer Bestandteil von gartenhistorischen Strukturen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch bürgerschaftliches Engagement gelegt wurden. Der Schafsberg ist dabei mit verschiedenen Baumarten bepflanzt worden, Wege und Plätzen zum Verweilen waren Bestandteil eines parkähnlichen Konzepts.

 

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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