Blutspende mit Abstand und Hygienevorkehrungen

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Eine Blutspende musste der DRK Elz absagen. Gestern fand die erste Blutspendeaktion nach Beginn der Corona-Pandemie im Elzer Bürgerhaus statt.

Die Schlangen waren nicht so lang vor dem Bürgerhaus wie sonst. Um unnötige Kontakte unter den Blutspendern zu vermeiden, wurden im Vorfeld Termine vergeben. Dieses System nahmen die Spender sehr gut an und mit 144 Terminen waren die Kapazitäten voll ausgeschöpft.

Blutspenden dringend benötigt

Die derzeitige Lage bei den Blutvorräten sieht nicht sehr gut aus. Bei den Blutgruppen B-, AB- sowie AB+ gibt es einen geringen Blutbestand. Bei allen anderen Blutgruppen ist der Bestand sogar beunruhigend gering. (Quelle Blutspendedienst Baden-Württemberg/ HessenD. Veble vom Blutspendedienst erklärte dies damit, dass zu Beginn von Corona viele Operationen verschoben wurden und der Bedarf geringer war. Doch nun dürfen Operationen wieder durchgeführt werden und damit steigt auch der Bedarf wieder. Trotz der Beschränkungen der Spender aufgrund der Kapazitäten gebe es dennoch genügend Spender, da mehr Termine zur Blutspende angeboten werden, so Veble weiter.

Die Blutspende selbst findet unter erhöhten Vorkehrungen statt. Die Spender warten vor dem Bürgerhaus und werden nach ihrer Anmeldung namentlich aufgerufen. Im Eingangsbereich messen die DRKler Fieber, fragen nach, ob sich der Spender nicht wohl fühlt und dieser muss die Hände desinfizieren. Im Bürgerhaus war das tragen einer Maske Pflicht. Danach geht es an die Anmeldung. Eine Plastikscheibe bietet zusätzlichen Schutz für die Helfer.

Eine Bewirtung findet für die Spender nicht statt. Vor der Spende dürfen sie sich noch eine kleine Flasche zu trinken nehmen, nach der Spende gibt es ein kleines Dankeschön. Aber Wurstbrötchen fallen weg und der DRK schenkt auch keinen Tee oder andere Getränke aus. Das ganze funktioniert wie auf einer Einbahnstraße. All dies dient dazu, dass Kontakte so gering wie möglich gehalten werden.

Bei jedem Schritt von der Anmeldung über das Gespräch beim Arzt bis hin zur Spende selbst wird die ganze Zeit drauf geachtet, dass genügend Abstand gehalten wird. Bevor sich der Spender auf die Liege legt, wird diese desinfiziert. Nach der Spende darf der Spender noch kurz Verweilen und muss dann das Bürgerhaus wieder verlassen.  Dennoch kann dem Ganzen auch etwas Gutes abgewonnen werden. Pia Jorda, die seit ihrem 18. Lebensjahr Blut spendet, begrüßt die Terminvergabe sehr. Der Termin sei für sie insgesamt viel entspannter und mit weniger Wartezeit verbunden als vor Corona. Sie fände es gut, wenn auch nach Corona das System mit den Anmeldungen bestehen bliebe.

Eine Gratulation an die Vielspender entfällt in diesen Zeiten leider. Matthias Schmidt, DRK-Vorsitzende, äußert sich dennoch optimistisch: „Es ist schön, dass so viele da sind und Blut spenden.“

Die nächsten Möglichkeiten zur Blutspende wären am Freitag, 12. Juni im DGH Dietkirchen sowie Dienstag, 23. Juni im BGH Runkel-Dehrn.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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