Bürgermeisterwahl Villmar – Alicia Bokler (SPD)

Am 3. März haben die Bürger vom Marktflecken Villmar die Wahl und wählen einen neuen Chef oder Chefin im Rathaus. Es gibt drei Bewerber und eine Bewerberin für das Amt.

Die Kandidatin um das Amt ist Alicia Bokler, die für die SPD antritt. In fünf Fragen zeigt sie auf, was ihr wichtig ist, was Ihre Ziele sind und was sie als erstes umsetzen möchte, wenn sie gewählt wird.

1. Stellen Sie sich kurz vor – wo wohnen Sie, wie alt sind Sie und was machen Sie derzeit beruflich?

Ich bin Alicia Bokler, 30 Jahre alt und mit meiner Familie zuhause in Villmar. Hier bin ich aufgewachsen und hier ist mein Lebensmittelpunkt.

Seit fast elf Jahren arbeite ich in der Forschungsabteilung bei dem Pharmaunternehmen Sanofi im Industriepark Frankfurt-Höchst. Im Anschluss an meine Ausbildung als Biologielaborantin habe ich berufsbegleitend meinen Bachelor in Biopharmazie und meinen Master in Biopharmazeutischer Technologie absolviert. Mein beruflicher Werdegang startete 2013 in der Diabetesforschung. Seit 2019 arbeite ich als Biotechnologin im Bereich der Entwicklung neuer Medikamente für die Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen.

Mein politisches Engagement begann bereits während meiner Schulzeit. In den vergangenen Jahren habe ich auf verschiedenen Ebenen innerparteilich, gewerkschaftlich wie auch in der Kommunalpolitik Verantwortung übernommen. So bin ich unter anderem Vorsitzende der SPD Villmar sowie stv. Vorsitzende der SPD Limburg-Weilburg. Seit 2016 bin ich Mitglied der Gemeindevertretung Villmar und war bis 2021 Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Soziales. Seit der letzten Kommunalwahl bin ich darüber hinaus auch Mitglied des Kreistags Limburg-Weilburg und stv. Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. 2021 kandidierte ich im Wahlkreis 176 (Hochtaunus-Oberlahn) für den Deutschen Bundestag und unterlag hierbei nur knapp dem amtierenden Bundestagsabgeordneten aus dem Hochtaunuskreis. Für das mir entgegengebrachte Vertrauen, insbesondere aus der alten Oberlahn-Region, bin ich noch immer sehr dankbar.

2. Warum möchten Sie Bürgermeister werden? Was sind Ihr Ziele für den Marktflecken?

Ich möchte Bürgermeisterin werden, um Villmar lebenswerter für jede und jeden unabhängig vom Alter und der jeweiligen Lebenssituation zu machen, damit auch zukünftige Generationen das Glück haben, in einer wundervollen Gemeinde aufwachsen und leben zu können. Ich will unsere Gemeinde voranbringen und das Leben der Menschen, die in Villmar zuhause sind, verbessern. Villmar soll sowohl attraktiver Wirtschaftsstandort sein als auch ein Ort zum Leben und Wohlfühlen. Villmar hat viel Potenzial, welches aber auch genutzt und gehoben werden muss. Ich möchte als Bürgermeisterin Villmar aktiv gestalten und für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort da sein. Ihre Anliegen liegen mir am Herzen. Bei meiner Arbeit als Bürgermeisterin werde ich offen, zuverlässig und transparent Ansprechpartnerin, Problemlöserin und Gestalterin für die Menschen sein. Meine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Soziales, Verwaltung, Wirtschaft und Umweltschutz. Ausführliche Standpunkte meinerseits zu diesen Themenkomplexen sind auf meiner Webseite nachzulesen.

3. Was sind die Stärken von Villmar?

Die größte Stärke von Villmar ist meiner Meinung nach die unglaublich aktive Bevölkerung vor Ort. Das ehrenamtliche Engagement und die Vereine sind die Grundpfeiler unseres Miteinanders.

Darüber hinaus zeichnet Villmar vor allem die gute und schöne Lage aus. Villmar liegt für Pendlerinnen und Pendler attraktiv in den Ausläufern des Rhein-Main-Gebiets sowie Gießen mit einer guten Anbindung im Bereich der Lahntalbahn als auch kurzen Wegen zu den Bahnverbindungen nach Frankfurt und Wiesbaden sowie der Anbindung an die A3 und die B49. Gleichzeitig bietet Villmar unter anderem mit dem Lahntal und den Ausläufern der Höhenzüge des Taunus und Westerwalds Möglichkeiten zur Naherholung und wundervolle Naturerlebnisse. Daneben besitzt Villmar eine einzigartige und vielfältige Geschichte, insbesondere im Bereich des Bergbaus (u.a. ist hierbei der Lahnmarmor- und Schieferabbau zu nennen).

4. Was sind die Schwächen von Villmar?

Die größte Schwäche von Villmar ist der derzeitige Stillstand. Villmar hat viel Potenzial, welches aber nicht ausreichend genutzt wird. Entscheidungsprozesse dauern zu lange, Projekte werden nicht umgesetzt, Investitionen nicht getätigt und Förderanträge nicht gestellt. Dies muss ein Ende haben. Darüber hinaus müssen die Interessen und Belange der Ehrenamtlichen besser gehört und ernstgenommen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass das zivilgesellschaftliche Engagement erhalten bleibt, das uns so auszeichnet. Auch die Transparenz und der Informationsfluss bieten erheblichen Spielraum für Verbesserungen.

5. Was würden Sie als erstes angehen, wenn Sie gewählt werden würden?

Als aller erstes werde ich mir einen Überblick verschaffen, von all dem, was in den letzten Jahren liegen geblieben ist. Hierzu gehört auch, mit allen Interessensgruppen der Gemeinde ins Gespräch zu kommen und die Anliegen und wichtigen Belange der ehrenamtlich Aktiven, der Unternehmen, der Bevölkerung und aller Fraktionen abzufragen. Nachfolgend müssen diese Punkte in eine Prioritätenliste überführt und sowohl konsequent als auch entschlossen abgearbeitet werden. Dies beinhaltet unter anderem die Vergabe der Bauplätze des Neubaugebiets „Arfurter Berg“, die notwendige Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, bspw. die zügige Umsetzung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Weyer, aber auch die langfristige Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung im Marktflecken Villmar.

 

Weitere Informationen zu Alicia Bokler findet ihr auf ihrer Homepage, auf Facebook und Instagram.

Insgesamt gibt es vier Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus. Mehr über die anderen Kandidaten findet ihr hier.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.