Bürgermeisterwahl Villmar – Andreas Städtgen

Am 3. März haben die Bürger vom Marktflecken Villmar die Wahl und wählen einen neuen Chef oder Chefin im Rathaus. Es gibt drei Bewerber und eine Bewerberin für das Amt.

Einer der Kandidaten ist Andreas Städtgen, langjährig für die SPD kommunalpolitisch aktiv, aber im Rahmen der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten gehen sie getrennte Wege. Er tritt parteiunabhängig an. Nachfolgend zeigt er in den Fragen, warum er kandidiert und wo für ihn die Stärken wie auch Schwächen für Villmar liegen.

1. Stellen Sie sich kurz vor – wo wohnen Sie, wie alt sind Sie und was machen Sie derzeit beruflich?

Andreas Städtgen ist 59 Jahre alt, wohnt in Villmar und arbeitet als Unternehmer, im Marketing und Vertrieb mit dem Schwerpunkt Naturmedizin. Ehrenamtlich tätig ist er bei nachfolgenden Vereinen: Vorstandsmitglied im SV Diana Aumenau, sowie tätig im Förderverein Kultur- und Sozialzentrum Aumenau, Mitglied im TUS Aumenau, dem MGV Aumenau, der Feuerwehren Aumenau und Ernsthausen, Initiator und Ideengeber der Aumenauer Kneipennacht, des ursprünglichen Aumenauer Adventszaubers, sowie auch aktiv bei der Planung und Ausrichtung des Aumenauer Osterfeuer, aber auch des erstmaligen Brückenfrühstück in Aumenau. Zudem ist er Mitglied im Vorstand des Fördervereins des Krankenhaus Weilburg.

Jahrelang war er parteiloser Gemeindevertreter in der SPD-Fraktion und ist aktuell Vorsitzender der Gemeindevertretung des Marktflecken Villmar, gehört aber keiner Partei an. Nach den besonderen Erfahrungen in den letzten Monaten, habe ich meine Mitgliedschaft in der SPD gekündigt. Er betont dabei, dass er an seinen Werten festhält. Sein Engagement im Ehrenamt begann bereits in der Schule und ist mit den Austritt aus der SPD nicht beendet.

2. Warum möchten Sie Bürgermeister werden? Was sind Ihr Ziele für den Marktflecken?

Eine zielorientierte Gemeindepolitik braucht Visionen. Visionen brauchen Macher, die voran gehen und motivieren. Ja, ich kenne das Leben mit Höhen und Tiefen. Ich bewerbe mich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Villmar, als Bürgermeister für meine Heimatgemeinde Villmar. Dies tue ich, weil ich vorangehen möchte, Villmar für alle Einwohner und Gäste attraktiv und lebenswert zu gestalten. Dies auch, um Zuzug und Entwicklung zu fördern. Ich kandidiere bewusst parteilos und bin somit keiner Partei rechenschaftspflichtig. Meine Unabhängigkeit ist mir wichtig. Ich werde mit allen Fraktionen und Wählergruppen in der Gemeindevertretung sprechen. Dabei bin ich einzig den Bürgerinnen und Bürgern von Villmar verpflichtet. Ich möchte mit neuer Kraft und auf neuen Wegen für die Zukunft von Villmar kämpfen.

Ziel meiner Arbeit wird es sein, die langfristige Eigenständigkeit Villmars zu erhalten. Dazu werde ich mit den Gemeinden, die unsere Nachbarn sind, intensive Gespräche über Möglichkeiten der Zusammenarbeit führen. Interkommunale Zusammenarbeit ist für eine finanzierbare Zukunft unverzichtbare Voraussetzung. Man muss auch Themen ansprechen, die bisher tabu waren. Gleiches gilt für eine enge Kooperation mit Verantwortlichen im Landkreis Limburg-Weilburg. Eine intensive Kontaktpflege und ausgeprägtes Verhandlungsgeschick zu den Verantwortlichen in Gemeinde, Kreis, Land und Bund unter Einbeziehung der Landtags- und Bundestagsabgeordneten ist von großer Bedeutung.

3. Was sind die Stärken von Villmar?

Die landschaftliche Lage, die Geschichte und das starke Engagement im Ehrenamt.

4. Was sind die Schwächen von Villmar?

Der inaktive Bürgermeister, Herr Matthias Rubröder! Das Unvermögen, neue Wege zu gehen. Mangelnde, echte Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kommunen. Fehlende Transparenz bei Entscheidungsprozessen.

5. Was würden Sie als erstes angehen, wenn Sie gewählt werden würden?

Nein, ich mache keine kostspieligen Versprechungen. Es gilt zunächst den Bestand zu wahren! Da liegt einiges im Argen und es kommt viel Ungemach auf uns zu.

Hier schon einige Themen meines Wahlprogramms:

  • Bürgerfreundliche Verwaltung, die mit den nötigen Mittel ausgestattet ist und somit zum begehrten Arbeitsplatz vor Ort wird.
  • Professionelles Beschwerdemanagement
  • Steigerung der Bürgerzufriedenheit durch mehr Servicequalität, die Vermeidung von Fehlern und daraus resultierende Kosten.
  • Konstruktive Ideen, gleich aus welcher politischen Richtung, müssen verfolgt und nach Möglichkeit zum Nutzen Villmars und all seinen Ortsteilen, umgesetzt werden.

Die Bürgerschaft unserer Gemeinde, ist der Arbeitgeber unserer Gemeindeverwaltung – das wird mein Handlungsgrundsatz als Bürgermeister von Villmar sein. Weitere Themenschwerpunkte sind:

Wirtschaft und Arbeit, Finanzen, Ehrenamt / Verbände / Vereine, Feuerwehr / Daseinsvorsorge, Standortmarketing / Vermarktung der geschaffenen Bauplätze, Soziales / Tourismus / Kultur sowie Infrastruktur (u.a. Marmorbrücke Villmar, Sauberkeit und Ordnung)

Wer mehr über Andreas Städtgen erfahren möchte, hat auf seiner Homepage dazu Gelegenheit.

Insgesamt gibt es vier Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus. Mehr über die anderen Kandidaten findet ihr hier.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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