Cellulite und Seniorentanz -Frauenfastnacht der kfd Hadamar

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Die Frauenfastnacht der katholischen Frauengemeinschaft ist ein Highlight in der Fürstenstadt. Bis auf den Bürgermeister und den Pfarrer waren nur Frauen im Saal und vom ersten Moment an tobte die Stimmung. Dabei scheuen sich die Frauen nicht, sich selbst, aber auch die Männerwelt aufs Korn zu nehmen.

Der Einstand ist immer wieder schön, wenn die Frauen auf der Bühne stehen und gemeinsam singen. Wie Zirkusdirektoren waren sie gekleidet in einer bunten Zirkuskulisse. Danach ging es Schlag auf Schlag durchs Programm.

Paartherapie und Kommunion

Von einem Tanzkurs wird häufig gesagt, er wirke wie eine Paartherapie. Und während sie (Helena Klimt) absolut darin aufgeht, möchte er (Angelika Tomasello) am liebsten zu Hause auf der Couch sitzen bleiben. Und da er sich absolut unfähig anstellte, durfte er am Ende auch zu Hause bleiben. Zwei Kommunionkinder (Christina Piroth und Kerstin Hoffmann) machten sich über ihre Verwandtschaft lustig, die immer kommt, wenn es essen und trinken gibt und wie sich die Feier in Sachen Geschenke gelohnt hat. Helga Poppe klagte in der Bütt über ihre Erlebnisse beim Einkaufen. Sie sei die Schnäppchenjägerin überhaupt. Am Wochenende wühlt sie sich durch die Werbeplättchen, um am Montag direkt alle Supermärkte anzufahren und die Schnäppchen einzukaufen.

Immer die erste sein

Wer kennt das nicht? Monatelang wartet man auf einen Termin beim Arzt und verbringt dann auch noch einige Zeit im Wartezimmer. Was dort abgeht, zeigten Gitta Stehl, Christel Andres, Michaela Heep, Helga Philipps, Alexandra Stähler-Quast und Natascha Bevilaqua in ihrem Sketch. Da gibt es die eine Patientin, die eigentlich nichts hat. Aber wenn sie als erstes da ist, erfährt sie, wer gerade krank ist und erfährt den neusten Klatsch. Dabei kann man sich auch bequem über die Ehemänner austauschen und Ratschläge für diverse Wehwehchen geben.

Der absolute Brüller war die Seniorentanzgruppe. Angekündigt wurden die „Tanzmariechen“, welche seit 60 Jahren tanzen würden. Mit Rollator und Krückstock wackelten die „alten“ Damen auf die Bühne, um dann bei Michael Jacksons „Thriller“ absolut beeindruckend über die Bühne zu fegen. Zwar schmerzte zwischendrin mal der Rücken oder das Knie, aber das wurde zügig übertanzt.
In weiteren Sketchen zeigten die Frauen Szene aus einer Ehe oder im Cafe. Pfarrer Andreas Fuchs präsentierte in gewohnt humorvoller Art seine Witze. Die Besucherinnen tobten, als die Frauen ihre Cellulite besangen. Warum habe Gott ihnen das angetan, obwohl er ein Mann sei? Dies könne nicht in seinem Sinn gewesen sein. Aber für die gute Figur greifen sie auch gerne mal zu einem Bodyforming-Anzug. Der Höhepunkt des Abends war die Suche der Prinzessinnen nach einem richtigen Märchenprinzen.

Anbei ein paar Impressionen von der ersten Halbzeit der Sitzung, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.

 



 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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