Dehrner Krebsnothilfe – Hilfe von Mensch zu Mensch

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Seit 1995 leistet die Dehrner Krebsnothilfe für Krebserkrankte und ihre Angehörigen unbürokratische Hilfe auf verschiedenen Ebenen. Doch zu wenige wissen eigentlich, dass es diesen Verein gibt. Mit dem Vorsitzenden Andreas Kessler sprach ich über den Verein.

„Ich kann mich nur an jemanden wenden, wenn ich von ihm weiß“, so Andreas Kessler. Leider gibt es viele, die die Dehrner Krebsnothilfe nicht kennen. Vor allem Jüngere wissen nicht, dass es den Verein gibt. Dabei ist Krebs keine Alterskrankheit, sondern kann alle Generationen betreffen. Daher möchte die Dehrner Krebsnothilfe auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

Vielfältige Aufgaben

Am 11. November 1995 wurde der Verein in Dehrn gegründet. Er war praktisch das Vermächtnis von David Menne, der im Juli 1995 an seinem Krebsleiden verstarb. Damals taten sich Freunde und Familie zusammen, um die Therapie für den Erkrankten zu finanzieren. Sein Vater war dann auch der 1.Vorsitzende des Vereins.

Die Aufgaben sind vielfältig. Der Verein vermittelt eine psychologische Betreuung durch geschulte Fachkräfte, zeigt den Patienten Möglichkeiten auf, ihre Rechte durchzusetzen, hilft bei bürokratischen Dingen wie Anträgen, leistet eine finanzielle Unterstützung in Krisensituationen und bieten ein therapiebegleitendes Kursangebot an. In Zusammenarbeit mit pro familia bieten sie eine Präventionsmaßnahme zur Brustkrebsvorsorge an, nämlich einen Kurs, wo gelernt wird, wie Brustkrebs richtig ertastet wird. Der Verein gibt Kontakte an Selbsthilfegruppen weiter, bietet Informationsmaterial an, informiert auf Informationsabenden. „Wir leisten unbürokratische Hilfe von Mensch zu Mensch“, so Kessler. Bevor es eine feste Stelle eines Psychologen am St. Vincenz Krankenhaus gab, haben sie auch diese Stelle zu 100 Prozent finanziert.

Finanzierung durch Spenden

70 bis 80 Prozent der Ausgaben werden über Spenden finanziert und nicht über die Mitgliederbeiträge. Und da liegt eine der Herausforderungen des Vereins. „Spenden sind nicht planbar und auch die Krankheit nicht, so dass wir nie wissen, was im Jahr auf uns zukommt“, so der Vorsitzende. Der große Teil der Mitglieder der Dehrner Krebsnothilfe ist um die 60 Jahre alt. Es kommen kaum neue Mitglieder hinzu und vor allem an jüngeren Mitgliedern fehlt es. Und unter den älteren Mitgliedern gibt es einen natürlichen Mitgliederschwund.

Daher stellt sich der Verein natürlich auch die Frage, wie die Zukunft für ihn aussieht. Daher ist es ein Wunsch des Vorsitzenden, die Basis an Mitgliedern zu festigen und zu verbreitern. „Ab 2 Euro im Monat ist eine Mitgliedschaft bei uns möglich“, so Kessler. Im Jahresbericht ist zu lesen: „Wir brauchen Menschen, die uns durch ihre gezahlten Mitgliedsbeiträge signalisieren, dass sie die wichtigen Aufgaben des Vereins finanziell unterstützen.“ Und so stellt sich der Verein auch die Frage, wie die Menschen erreicht werden können.

Neue Mitglieder willkommen

Neben den fördernden Mitgliedern freut sich der Verein natürlich auch über aktive Mitglieder, die die Dehrner Krebsnothilfe bei ihrer Vereinsarbeit unterstützen. Die vielfältigen Aufgaben sind individuell planbar. So können sich Menschen aktiv dabei einbringen, die Arbeit des Vereins in den neuen Medien aktiv zu begleiten, aber auch die Arbeit mit Patienten ist möglich. Damit könnte die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt werden.

Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen. In diesen 25 Jahren hat der Verein über 1 Millionen Euro an Hilfen geleistet. Seit April ist die Dehrner Krebsnothilfe in der Limburger Altstadt zu finden.

Kontaktstelle
Kleine Rütsche 3
Tel. 0 64 31/ 97 39 14

Öffnungszeiten
Dienstag und Samstag von 11.00 bis 13.00 Uhr sowie nach vorheriger Terminabsprache

Weitere Informationen auf der Internetseite der Dehrner Krebsnothilfe. Den Verein findet ihr auch auf Facebook.



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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