DLRG Übung in Runkel

Am Mittwoch durfte ich bei einer gemeinsamen Übung der DLRG Bad Camberg, Brechen-Runkel-Villmar sowie Elz dabei sein. Zum einen erhielt ich einen kleinen Einblick in die Arbeit eines Rettungstauchers. Zum anderen demonstrierten die Jugendlichen wie ein Schwimmer aus dem Wasser gerettet wird. 

Hinter dem Kürzel DLRG verbirgt sich die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft. 1913 gegründet, ist sie weltweit die größte Wasserrettungsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Die Aufgaben sind sehr vielfältig und ich erhielt nur einen kleinen Einblick, der aber sehr interessant war.

Signalmann als Augen und Ohren

Faszinierend war für mich der Tauchgang. Der Signalmann hat den Taucher die ganze Zeit an einer gelben Leine, es gibt keinen Tauchgang ohne Leine. „Ich bin seine Augen, seine Ohren, seine helfende Hand und seine Sicherheit“, so der Signalmann. Über Zugzeichen am Seil verständigen sie sich miteinander. Etwa alle fünf Minuten fragt der Signalmann nach, ob alles in Ordnung ist. Jedes Zugzeichen vom Land muss der Taucher wiederholen, um zu signalisieren, dass es angekommen ist. Bei den heißen Temperaturen ist es sicher ganz angenehm, Tauchen zu gehen. Die Lahn hatte immerhin 24 Grad kühle Wassertemperatur. Leider ist die Sichtweite nicht sehr weit – ungefähr eine Handlänge von der Taucherbrille entfernt. Daher hat der Taucher immer seinen Arm als Schutz vor sich. Der Taucher kommt zum Einsatz bei vermissten Personen, die im Wasser vermutet werden. Sie dienen nicht dazu, tote Personen zu bergen.

Stärkere Einbindung bei Alarmierungen

Die Einsatzkräfte der DLRG würden sich wünschen, stärker in die Alarmierung bei Ereignissen an der Lahn mit eingebunden zu werden. Im vergangenen Jahr war es so, dass sie immer erst hinterher von einem Einsatz erfuhren, denn dann die Taucher der Feuerwehr absolvierten. Eine stärkere Einbindung wäre vor allem auch ein Signal an alle Mitglieder, dass sie ihre Kenntnisse aus den ganzen Ausbildungen auch mal im realen Einsatz einbringen können.

Stolz blickt die DLRG auf ihr Jugend-Einsatz-Team, welches eine Vorstufe zum Katastrophenschutz darstellt. In den realen Einsatz dürfen die Jugendlichen dann mit 17 Jahren, in den Katastrophenschutz mit 18 Jahren. Auf dem Wasser zeigten dann drei Jugendliche, wie ein Schwimmer aus der Lahn gerettet wird.

Wenn ihr auf die Bilder klickt, erhaltet ihr diese in voller Auflösung. Ich experimentiere gerade mit verschiedenen Galerien herum, damit ich das bestmögliche Ergebnis herausholen kann. Aber nun viel Spaß mit den Impressionen von der Lahn.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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