Dornburger Feuerwehren üben wieder

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Nach dem Lockdown im März durch das Coronavirus fanden nun die ersten Übungen bei den Dornburger Wehren statt. Mit der Gemeinde erarbeitete Hygienekonzepte und-maßnahmen machten dies möglich. In der Zeit des Lockdowns fanden nur Einsätze sowie Gerätewartung statt.

„Wir sind in einem guten Ausbildungsstand“, so Gemeindebrandinspektor Jürgen Schmidt, „aber die Kameraden müssen wieder zusammenkommen und etwas zusammen machen. Dabei lobte er, dass zum einen die Wehrführer sehr vorbildlich gehandelt haben und ihrer Vorbildsfunktion nachkamen und dass keiner der Kameraden seine Handgriffe verlernt hat. Zwar gab es auch Onlineangebote, aber die ersetzen das normale Miteinander nicht.

Übung und Erklärung immer mit Atemschutz

Hygienekonzepte und Abstand halten

Schmidt gibt einen Einblick, wie die Feuerwehren derzeit miteinander üben. Bei der Übung dürfen die Einsatzkräfte das Feuerwehrhaus nur mit Mundschutz betreten und müssen ihre Hände desinfizieren. Sie müssen sich zudem in eine Liste eintragen. Die Übungen finden in festen 10er Gruppen statt, innerhalb dieser Gruppen gibt es keinen Austausch. Auch finden keine ortsteilübergreifenden Übungen derzeit statt. So wird die Einsatzfähigkeit garantiert, falls es in einer Gruppe zu einem Kontakt oder einer Infektion mit dem Coronavirus kommt. Sobald in einer Übung ein Abstand halten nicht möglich ist, tragen die Einsatzkräfte ihren Mundschutz. Vor der ersten Übung gab es eine Hygienebelehrung zusammen mit der Verwaltung. Jürgen Schmidt möchte sich daher auch bei Bürgermeister Andreas Höfner sowie Silke Hörter bedanken, die die Feuerwehr bei den Fragen die ganze Zeit unterstützt haben. Sein Dank gilt auch seinem Stellvertreter Karl-Heinz-Wüst.

Steady

Umstellung im Einsatz

Auch im Einsatz müssen die Einsatzkräfte sich umstellen. Der Mundschutz wird immer getragen, außer der Fahrer. Die Fahrzeuge werden nicht voll besetzt, außer es gibt die Alarmierung „Person in Gefahr“. Die Atemschutzgeräteträger müssen einmal im Jahr nachweisen, dass sie weiterhin tauglich sind in dieser Funktion. Da diese Prüfung derzeit nicht möglich ist, gibt es einen Erlass vom Land Hessen und der Unfallkasse, dass diese derzeit nicht gemacht werden muss. Bis zum August sind erstmal alle Eignungen gültig.

Schade ist es gerade für die jungen Leute, dass derzeit keine Lehrgänge stattfinden. In Dornburg warten mehrere Kameraden und Kameradinnen darauf, den Grundlehrgang besuchen zu können. „Wir versuchen diese jetzt schon intern auszubilden“, so Schmidt. Und er äußerte sich froh darüber, dass trotz der ganzen Situation noch niemand abgesprungen ist. Den Vereinen fehlen derzeit die Einnahmen, da keinerlei Veranstaltungen stattfinden, an denen sie sich beteiligen. Somit können eventuell geplante Anschaffungen für die Wehren nicht getätigt werden. Wobei Schmidt auch klarstellt, dass alle Anschaffungen gemäß des Bedarfs- und Entwicklungsplanes durch die Gemeinde getätigt werden.
Insgesamt ist die derzeitige Situation ein Fahren auf Sicht. „Wie es weitergeht, werden wir erst in den nächsten Monaten sehen“, so der Gemeindebrandinspektor.

Dornburg Feuerwehren
Mit Mundschutz und Abstand üben die Wehren aus Dornburg zu Zeiten von Corona

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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