Dornef hot Durscht – Kappensitzung beim MGV Dorndorf

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Bei der Kappensitzung des MGV Dorndorf wurde den Besuchern richtig eingeheizt. Lokalkolorit und flotte Tänze sorgten für einen kurzweiligen Abend.

Da sich am Wochenende alle Veranstaltungen knäueln, konnte ich nur die erste Halbzeit beim MGV Frohsinn verbringen. Aber dennoch möchte ich Euch einige Impressionen zeigen wie auch bei allen anderen Veranstaltungen, die ich besuchte.

„Dornef hot durscht“, stöhnte Lukas Lahnstein zur Begrüßung, „wot wor dot en Hetz.“ Dem Ortsvorsteher gingen die kurzen Hosen aus, Pfarrer Beuler erschien in kurzen Hosen und die Frauengemeinschaft organisiere sogar das erste Weinfest, weil ganz Dorndorf so einen großen Durst hat. Sein Vater Johannes Lahnstein sträubte sich erst ein wenig dagegen, sei doch noch recht kühl gewesen und von Klimawandel keine Spur. Doch am Ende gab auch er zu, dass vom Klimawandel einiges hausgemacht sei, denn die Politiker sowie die Frickhöfer in ihrem Kirmeszelt würden nur heiße Luft produzieren. Und wenn noch jemand glaube, dass es nicht heiß ist, dem werde richtig eingeheizt bei der Kappensitzung.

Wunsch nach einem Nachfolger

Gesagt, getan. Ein Punkt jagte den nächsten und das Publikum kam aus dem klatschen, lachen und mitsingen nicht heraus. Ein Urgestein in der Bütt ist Erwin Stahl. Seit 40 Jahren steht er auf der Bühne und feuert seinen gereimten Beitrag völlig auswendig in die Zuhörerschar. So langsam würde er sich schon wünschen, dass er von jemand jüngerem mit guten Ideen abgelöst wird. Aber dies ist ja nicht nur ein Thema in der Fastnacht. Handwerkliche Probleme im Haus, Babysitter- oder Einkaufdienste? Ohne Rentner geht es nicht. Die Existenzsicherheit von Unternehmen wie Busreiseunternehmen oder Kreuzfahrtschiffe? Ohne die Senioren würde es die schon lange nicht mehr geben. „Ohne uns alte funktioniert es nicht und wir brauchen junge Leute, damit die Gesellschaft nicht kollabiert“, so Stahl. Doch in Dorndorf habe er die Befürchtung nicht, denn junge Menschen engagieren sich und da sei ihm um die Zukunft nicht bange.

Hoher Besuch

Dazwischen sorgten Die MGV Dancekids, die Gardetruppe sowie das Nachwuchsballett für einen Blickfang mit ihren Tänzen.
Hohen Besuch erhielt die Narrenschar von dem No Limits Prinzenpaar Elli I. von Botterwelm und Heiko I. aus der Friedenstraß´ sowie dem Kinderprinzenpaar Prinzessin Magdalena I. und Prinz Lukas I. von derAhlkaut. Elli I. und Heiko I. erzählten, dass sie eigentlich gar keine Zeit hätten, um die Regentschaft zu übernehmen. Als sie aber eine Nacht darüber geschlafen hatten, war ihnen klar, dass dies eine große Ehre sei. Sie freuen sich sehr auf den Rosenmontagszug und luden alle Anwesenden ein, richtig Stimmung im Zug und auf den Straßen zu machen.

In einer Anstalt kann jedem geholfen werden. Mit Liedern, Parodie und einem Rap nahmen Johannes, Joachim und Reinhold Lahnstein alias „Die fantastischen Drei“ das Dorfgeschehen sowie das trockene Wetter auf die Schippe. Eine tolle Hommage auf ABBA gab es von den Ollerschbach-Lerchen. Auch das Männerballett bewegte sich zu ABBA-Melodien. Für gute Stimmung zum Ende sorgten die Bläck Eyed Fööss mit ihrer Musik, bevor die Akteure das große Finale einläuteten.

Anbei noch ein paar Bilder aus dem ersten Teil der Sitzung.

 



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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