Einsatzkräfte hatten einiges zu tun in der Silvesternacht

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Trotz umsichtigen Umgang mit Feuerwerk hatten Feuerwehr und Rettungsdienst in der Silvesternacht so einiges zu tun. Bei gleichem Einsatzaufkommen war es dennoch etwas ruhiger als im Vorjahr. Kreisbrandinspektor Georg Hauch liefert eine Übersicht zu den Einsätzen. 

Die für den Brand-, Katastrophenschutz und den Rettungsdienst zuständige Zentrale Leitstelle des Landkreises Limburg-Weilburg hatte in der Silvesternacht im Vergleich zum Vorjahr ein gleichhohes Einsatzaufkommen zu verzeichnen. Insgesamt war es etwas ruhiger. Die drei ab 21 Uhr am 31.Dezember im Dienst befindlichen Einsatzbearbeiter- Michael Tückmantel, Christopher Hein und Markus Schütz- hatten bis zum Schichtdienstende um 6 Uhr am 01.Januar mit einer Vielzahl an Anrufen einiges zu tun.

Glücklicherweise musste nicht zu jedem der rund 160 Anrufe ein Rettungswagen, der Notarzt oder die Feuerwehr entsandt werden. Vielmehr erhielten die hilfesuchenden Bürger Auskunft oder wurden an die für sein Anliegen zuständige Stellen, wie zum Beispiel an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder an die Polizei weiter vermittelt.

Einsätze des Rettungsdienstes vergleichbar zum Vorjahr

25 Einsätze, einen mehr wie im Vorjahr, arbeiteten die hauptamtlichen Mitarbeiter der vom Landkreis Limburg-Weilburg für den Rettungsdienst und Krankentransport beauftragten Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Limburg und Oberlahn sowie des Malteser Hilfsdienstes ab. Die Rettungsdienste rückten aufgrund der gebotenen Dringlichkeit bei zehn Einsätzen mit Blaulicht und Martinshorn, davon sechs Mal mit Unterstützung des Notarztes, aus. Nur so war eine kompetente und schnelle Hilfe bei Verletzten oder plötzlich erkrankten Bürgern möglich. Wie in den Jahren zuvor, wurden einige Einsätze durch den übermäßigen Genuss von Alkohol oder durch Verletzungen nach dem unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern ausgelöst. Erste Hilfe leisteten die Einsatzkräfte nach einer Schlägerei.

Vier Einsätze für dieFeuerwehr

Die Freiwilligen Feuerwehren hatte eine unruhige zweite Nachthälfte. Insgesamt waren 104 Einsätzekräfte aus zehn Wehren bei vier Einsätzen gefordert. Aufmerksame Bürger verhinderten mitunter größere Schäden.

Die Feuerwehr Limburg hatte gegen 00:23 Uhr den kreisweit ersten Einsatz zu verzeichnen. Im Bereich der Straße „Am Zehntenstein“ meldete eine besorgte Bürgerin einen vermeintlichen Dachstuhlbrand an einem Nachbargebäude. Schon schnell konnte nach den ersten Erkundungsmaßnahmen Entwarnung gegeben werden. Dennoch, die diesige verhangene Nachtluft lies das aus dem Kamin des Gebäudes austretende Rauchgas aussehen als stünde der rückwertige Gebäudeteil in Brand. Nach kurzer Kontrolle konnten Feuerwehr und Rettungsdienst wieder einrücken.

Rauchentwicklung in der Obergeschoss-Wohnung eines Wohnhauses in Weilburg-Kubach machte um 01:34 Uhr die Alarmierung von sechs Weilburger Stadtteilfeuerwehren erforderlich. Nach ersten Erkundungsmaßnahmen wurde ein Entstehungsbrand in der Küche als Ursache ausgemacht. Dieser wurde um 02:10 Uhr als gelöscht an die Zentrale Leitstelle rückgemeldet. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Schadenshöhe ist noch nicht ermittelt.

Fast gleichzeitig kam es zu einer weiteren Alarmierung der Feuerwehr Limburg. Unbekannte hatten in den City Arkaden einen Böller entzündet, welches zur Auslösung der dortigen Brandmeldeanlage führte.

Um 04:16 Uhr musste die Feuerwehr Lindenholzhausen anlässlich einer brennenden Mülltonne alarmiert werden. Hier konnten Feuerwerkskörper als Brandursache bestimmt werden.

Erste Auswertung derJahresstatistik

Erste Auswertungen der Jahresstatistik 2018 lassen darauf schließen, dass die rund 2680 ehrenamtlich tätigen Angehörigen aus den 103 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis bei über 2770 Einsätzen im Bereich Brandschutz und der Allgemeinen Technischen Hilfe tätig werden mussten. Im Vergleich zum Vorjahr 2017 sind dies über 700 Einsätze mehr. 162 Personen konnten dabei aus Notlagen gerettet werden.

Polizei einiges zu tun

Auch die Polizei hatte in der Nacht einiges zu tun. In Limburg musste die Polizei zweimal zu Streitigkeiten mit Körperverletzung ausrücken. In Mengerskirchen-Winkels wurde ein Telefonkabel durchtrennt. Die Polizei sucht noch Hinweise. An der Jakob-Mankel-Schule in Weilburg kam es zu Sachbeschädigungen durch Jugendliche. Auf der B8 Höhe Westerwaldstraße stellte die Polizei frühs um 3 Uhr einen alkoholisierten Fahrer. In Elz stellte die Polizei einen alkoholisierten und unter berauschenden Mitteln stehenden Fahrer. In Hadamar wurde ein Fahrer angehalten, der ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Den vollständigen Polizeibericht findet ihr hier.



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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