Elisa Reitz „Es war klar, dass ich es irgendwann mal mache“

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Prinzessin Elisa I. von der Meil führt die Obertiefenbacher Narren in diesem Jahr an. Aus einer Fastnachtsfamilie kommend war schon lange klar, dass sie irgendwann Prinzessin sein wird.

Seit vier Jahren wohnt Elisa Reitz in Ahlbach, aber die Verbindung zu Obertiefenbach hat die geborene Rudersdorf nie verloren. Schon länger war die Fastnachtsgemeinschaft an ihr dran, doch die letzten fünf Jahre gab es immer Gründe, warum sie eine Absage erteilte. Wenn sie dieses Amt übernehme, dann möchten sie es auch voll genießen und voll ausfüllen. Mit Studium und Referendariat war dies nicht möglich gewesen. Doch die Fastnachtsgemeinschaft blieb hartnäckig an ihr dran und so gab sie ihnen vor zwei Jahren die Zustimmung, sie auf die Liste zu schreiben. Am 11.11.2019 wurde sie dann zur Prinzessin Elisa I. gekürt.

Familiäre Fastnachtstradition

Sie kommt aus einer Fastnachtsfamilie. Der Vater selbst sei zwar nicht so der Fastnachter, aber ihre Oma und ihre Mutter gehen voll darin auf und ihr Opa habe früher immer durch das Programm geführt. Auch ihre Geschwister seien total Fastnacht-verrückt. Elisa selbst ist aktiv bei der Frauengemeinschaft in der Gruppe „Die jungen Wilden“. Sie haben Sketche geschrieben und aufgeführt, was immer sehr gut ankam. Tanzend stand sie auch schon auf der Bühne. In der Fastnachtzeit stand sie meist zweimal am Abend auf der Bühne.

Nun warten rund 20 Termine auf sie und ihren Hofstaat, der aus ihren engsten Freundinnen besteht. Bereits jetzt hat sie einige schöne Erlebnisse, an die sie lachend denkt. So ist sie sehr überrascht, dass sie jetzt im Ort angesprochen wird, auch von Menschen, die sie jetzt nicht kennt, die ihr sagen, dass sie sich freuen, dass sie die Prinzessin ist. Oder der Besuch in der Maskerade in Hundsangen. Sie ging mit dem festen Vorsatz dahin, mit schönen Stoffen nach Hause zu kommen, nur nicht mit Samt. „Am Ende ist es der grüne Samt geworden.“ Und nun fühlt sie sich sehr wohl in dem Kleid, welches sehr hochwertig wirkt und sehr gut aussieht. Und sie ist Ursula Geis dankbar, welche ihr das Kleid nähte.

Spaß haben  mit dem Hofstaat

Nun freut sie sich auf die Kampagne mit ihren Mädels, auf Spaß und Feiern. Zu ihrem Hofstaat gehören Justin Huckwitz (Stabführer), Isabel Maushagen (Fanfarenbläserin), Laura Abel (Magd), Jana Fuchs (Tischlerin), Jelena Mayer (Hofnarr), Katharina Heep (Näherin), Lea Jung (Küchenchef) sowie Franzi Rudersdorf (Bauernknecht). Die Kostüme sind alle eine wenig an das Mittelalter angelehnt.
„Ich habe aber auch großen Respekt vor der Aufgabe, denn sie beansprucht viel Zeit und dies alles unter einen Hut zu bekommen mit Beruf und Familie ist schon eine Herausforderung“, so Elisa Reitz.
Zum ersten Mal geht sie nach Heckholzhausen auf die Frauensitzung. Dort hat sich der Frauenelferrat neu gegründet. Zum Valentinstag am 14. Februar laden sie zur Sitzung „Amore Helau“. Die Eintrittsgelder der Sitzung sollen an den Weißen Ring gespendet werden. „Dies möchte ich gerne unterstützen.“

Gutes tun

Auch selbst möchte Elisa etwas Gutes tun. Sie lädt am Samstag, 22. Februar ab 7.11 Uhr zum Kreppelverkauf bei der Bäckerei Jung ein. Zudem möchte sie gerne einen Zugpin für 3 Euro verkaufen. Der gesamte Erlös soll dem Caritas Hospiz- und Palliativdienst St. Anna in Obertiefenbach zu Gute kommen. Denn auch bei Sterbenden habe die Fastnacht einen Platz.
Weiterhin spricht sie eine besondere Einladung für die Sitzung am 8. Februar aus, denn zu Beginn der Sitzung hat sie eine Überraschung mit einem Special Guest.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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