Elzer Feuerwehr leistete vergangenes Jahr ehrenamtlich 11.781 Arbeitsstunden

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Ein bewegtes Jahr mit vielen Aktivitäten liegt hinter den 58 Aktiven der Elzer Feuerwehr: sie rückten 2019 zu insgesamt 123 Einsätzen aus. Einen Rückblick auf die Arbeit der Feuerwehr gab es bei der Jahreshauptversammlung.

Bei den Einsätzen konnten 14 Menschen aus Notlagen gerettet werden, für fünf Menschen kam leider jede Hilfe zu spät, berichtete Wehrführer Hilmar von Schenck bei der Jahreshauptversammlung im Nassauer Hof.

Vielfalt an Einsätzen

Insgesamt waren 38 Brandeinsätze zu bewältigen, die Bandbreite erstreckte sich vom Brand von Hecken, über Fahrzeugbrände bis hin zu Brandeinsätzen in Firmen- und Wohngebäuden. Bei den 85 Hilfeleistungs-Einsätzen reichte das Spektrum von der Notfall-Türöffnung bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Menschen. Darunter waren auch sieben Einsätze mit Austritt von Gefahrstoffen. 14 Mal waren die Elzer Floriansjünger mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen auf der Autobahn, sowie zehn Mal außerhalb der Gemeindegrenzen im Einsatz. Insgesamt, so von Schenck in seinem Jahresbericht, haben die Mitglieder der Einsatzabteilung dafür freiwillig und ehrenamtlich 11.781 unentgeltliche Arbeitsstunden aufgewendet.

8341 ehrenamtliche Stunden

Zusätzlich zu den Einsätzen kommen weitere Stunden hinzu, welche ehrenamtlich in der Freizeit von den Einsatzkräften geleistet werden. 41 Übungen am Standort mit über 2.400 Übungsstunden wurden von den Ausbildern gestaltet. Die besten Übungsbesuche hatten Gunther Heinritz und Christoph Hunsänger vorzuweisen, die je 40 Übungen besuchten. Der Personalbestand der Einsatzabteilung ist im vergangenen Jahr auf 58 Aktive angestiegen, da sieben neue Aktive in die Einsatzabteilung eingetreten sind. Dennoch sucht die Feuerwehr Elz nach wie vor Einsatzkräfte für den Tagesalarm -auch aus anderen Feuerwehren- die tagsüber in Elz arbeiten.

Die Elzer Einsatzkräfte besuchten 46 Lehrgänge und Seminare auf Standort-, Kreis- und Landesebene mit insgesamt 799 zusätzlichen Ausbildungsstunden. Insgesamt summieren sich die Übungs- und Ausbildungsstunden auf 3.863 Stunden. Der Arbeitskreis Brandschutzaufklärung unter der Leitung von Roberto Ingiulla war ebenfalls sehr aktiv: 160 Stunden bei Schulungen in Betrieben, Kindergärten und Schulen kamen zusammen. Bei der Jugendfeuerwehr, die derzeit 18 Jungen und Mädchen umfasst, wurden inklusive Spiel- und Spaß bei insgesamt 2.911 Übungsstunden ebenfalls gut gearbeitet. Ein Dank dafür ging an Jugendwart Dennis Schermuly und das gesamte Betreuer-Team der Jugendfeuerwehr.

Die Gerätewarte, federführend Gunther Heinritz für Fahrzeuge und Geräte, sowie Guido Mader für den Atemschutz, haben mit ihren Helfern insgesamt 1.407 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit geleistet. Ausdrücklich dankte der Wehrführer den Frauen, Partnern und Familien. Ohne deren Rückhalt und Verzicht sei der aktive Dienst in der Feuerwehr schlichtweg unmöglich.

Investitionen in die Ausrüstung

Erneut hat die Gemeinde für die technische Ausrüstung der Feuerwehr viel Geld in die Hand genommen, um ihren Bürgern Brandschutz und Sicherheit auf dem aktuellen Stand der Technik zu erhalten. Neben umfangreichen Ersatzbeschaffungen an Feuerwehrtechnik, wie zum Beispiel neue Atemschutzgeräte, Tauchpumpen, Wassersauger, Stromerzeuger wurde auch ein Nebel-Löschsystem angeschafft. Größte Investition war die Umstellung der Alarmierung auf digitale Meldeempfänger, in die die Gemeinde allein 37.000 Euro investiert hat.

Der Förderverein hat in die verbesserte Ausstattung der Einsatzabteilung weitere 17.000 Euro investiert. Fördervereins-Vorsitzender Heinz Kunz bedankte sich bei den großzügigen Spendern, sowie bei den Besuchern des Wutzkopp-Festivals und des Haus- und Huppfestes, die solche Ausgaben erst ermöglichen. Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurden Roberto Ingiulla als Schriftführer und Hilmar von Schenck als Pressewart in ihren Ämtern bestätigt.

Bürgermeister Horst Kaiser dankte den Floriansjüngern für ihre ehrenamtlichen Leistungen. Die Bilanz sei sehr beeindruckend und der Teamgeist außerordentlich hoch. Die Gemeinde unterstütze den Kurs der optimalen Ausstattung ihrer Feuerwehren, da sich das nicht nur als motivationssteigernd für die gesamte Mannschaft bewährt hat, sondern auch in besonderem Maße zum Einsatzerfolg beiträgt und damit allen Bürgern nützt. Er hoffe aber auch, dass künftig noch deutlich mehr Mitbürger die tolle Arbeit des Fördervereins durch ihre Mitgliedschaft unterstützen.

Weiterhin gab der Bürgermeister bekannt, dass der Verkaufserlös von zwei 30 Jahre alten Einsatzfahrzeugen in den Feuerwehrsektor re-investiert wird: Bereits Mitte März wird ein gebrauchtes, wendiges und voll geländegängiges Voraus-Löschfahrzeug mit Wassertank helfen, die Eingreifzeiten der Feuerwehr weiter zu verbessern. Er dankte dem Förderverein, der sich auch bei diesem Projekt finanziell eingebracht hat. Die offizielle Übergabe des Fahrzeugs ist im Rahmen des Maiglöckchen-Marktes am 17. Mai geplant.

Ehrungen

Auch langjährige fördernde Mitglieder wurden im Rahmen der Versammlung vom Vereinsvorsitzenden Heinz Kunz geehrt. Seit 25 Jahren unterstützen Tobias Becker, Franz Forster, Andrea Marth, André Mongelluzzi, Margit Schäfer, Torben Schuy, Alice Stokuca sowie Christian und Stefan Stokuca die Feuerwehr.

Seit 40 Jahren sind Wolfgang Arnold, Bärbel Basquitt, Monika Beck, Heinz Braun, Christoph Hunsänger, Roger Hunsänger, Bärbel Eufinger, Horst Heidruck, Erwin Hejny, Werner Kulbach, Julius Möller, Elisabeth Müller, Gerhard Schmitz, Renate Schneider, Thomas Stokuca, Bernd Weier und Hnnelore Wörster Fördermitglieder.

Bereits auf 60 Jahren Mitgliedschaft kann Dieter Eigenbrod zurückblicken, der dafür eine Ehrenurkunde des Landrats bekam.

Feuerwehr Elz JHV 2020
Das Bild zeigt einen Teil der geehrten langjährigen Mitglieder mit dem Vereinsvorsitzenden Heinz Kunz und Bürgermeister Horst Kaiser von links nach rechts: Christoph Hunsänger, Thomas Stokuca, Erwin Hejny, Dieter Eigenbrod, Bärbel Basquitt, Bärbel Eufinger, Roger Hunsänger.


 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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