Erste Woche Stadtradeln in Limburg und Landkreis

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Die erste Woche Stadtradeln in der Region ist um. Seit dem 1.Juni treten die Radler fleißig in die Pedalen. Zeit, mal einen ersten Blick auf die Bilanz zu werfen. 

Es ist sehr interessant, die Zahlen zu verfolgen. Waren es letzte Woche noch 1013 Kommunen, die sich am Stadtradeln beteiligen, ist die Zahl inzwischen auf 1032 Kommunen angestiegen. Insgesamt wollen derzeit 150.959 Teilnehmer sich aufs Fahrrad schwingen. Bisher wurden 21.5 Millionen Kilometer gefahren und dabei 3.054 Tonnen CO2 vermieden. Wie sieht es in Limburg aus?

Eine Tonne CO2 eingespart

In Limburg und den Landkreis radeln 85 Menschen für eine bessere Luft. Gemeinsam haben sie in der einen Woche bisher eine Tonne CO2 eingespart. Die Teilnehmer sind 8.302 Kilometer in dieser Woche gefahren. 22 Teams nehmen in Limburg teil. Im Landkreis sind es 25 Teams und dort wurden insgesamt 8.504 Kilometer geradelt. Dabei muss gesagt werden, dass alle gesammelten Ergebnisse aus Limburg in den Landkreis mit hineinfließen. Mit Abstand führt das Team KMW Kühlmöbelwerk Limburg mit bereits 1.087 Kilometern, gefolgt von der Kreisverwaltung mit 868 Kilometern und auf Platz drei derzeit offene Team Limburg mit 747 Kilometern. Auf Platz neun radelt das Team NNP mit 429 Kilometern, aber wir sind auch nur zu zweit.

Eigenes Resümee

Mein persönlicher Kilometerstand zeigt 93,1 Kilometer an, den ich die Woche geradelt bin. Dies zeigt, dass ich doch sehr oft am Schreibtisch sitze und gar nicht draußen unterwegs bin. Und wenn ich Termine in Limburg wahrnehme, kommen gerade mal 6 Kilometer für eine Strecke zusammen – wo ich dann doch wieder erstaunt bin, dass diese sich so summiert haben. Da kann ich natürlich mit meinem Kollegen nicht mithalten, der immer aus Hofheim geradelt kommt. Daneben habe ich aber auch andere Erkenntnisse aus der Woche gewonnen.

In Limburg gibt es die Fahrradschutzstreifen, die für die Radfahrer sind. Auf diesen Streifen fühle ich mich sicherer als wenn ich nur auf der Straße ohne diesen Streifen fahre. Auch hatte ich das Gefühl, dass mich die Autofahrer dann auch anders wahrnehmen. Leider ist es ungünstig, wenn diese Streifen zugeparkt werden und ich nach hinten schauen muss, damit ich das parkende Auto überholen kann. Auf diesen Streifen darf nicht geparkt werden und dies wäre ein Tipp an die Stadt, da eventuell mal verstärkt ein Augenmerk drauf zu legen.

Zum zweiten musste ich feststellen, dass die Infrastruktur für die stehenden Fahrräder doch stark an ihre Grenzen kommt, wenn die Stadt voll ist – so geschehen letzten Samstag. Dann stehen die Fahrräder überall, weil die Ständer voll sind und es nicht genügend gibt. Unter der Woche hatte ich nie ein Problem einen Fahrradständer zum Abstellen zu finden.

Fahrrad reiht sich an Fahrrad. Bei zu vielen Fahrrädern in der Stadt fehlen Fahrradständer.
Ist Limburg voller Fahrräder, dann fehlen eindeutig Fahrradständer.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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